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    Zukunft des Arzneimittelherstellers: Mundipharma zieht doch "nur" nach Frankfurt

    Im Streit um die Zukunft von Mundipharma gibt es eine Einigung: Der Arzneimittelhersteller zieht im Laufe des nächsten Jahres nach Frankfurt. 174 Mitarbeiter werden schon ab 2018 am Main arbeiten. Mundipharma hat mit der Arbeitnehmervertretung eine Neuausrichtung des Unternehmens vereinbart, ein entsprechender Vertrag ist unterzeichnet. Das bestätigten am Freitagnachmittag sowohl der Konzern als auch der Betriebsrat.

    Sonnige Aussichten für Mundipharma in Frankfurt? Der Arzneimittelhersteller zieht zum Jahreswechsel mit einer verkleinerten Marketing- und Vertriebseinheit aus der Limburger Mundipharmastraße an den Main.  Foto: Beuster
    Sonnige Aussichten für Mundipharma in Frankfurt? Der Arzneimittelhersteller zieht zum Jahreswechsel mit einer verkleinerten Marketing- und Vertriebseinheit aus der Limburger Mundipharmastraße an den Main.
    Foto: Beuster

    Voraussichtlich schon im ersten Quartal 2018 werde eine deutlich verkleinerte Marketing- und Vertriebseinheit mit insgesamt 174 Mitarbeitern ihre Tätigkeit aufnehmen und im Laufe des kommenden Jahres nach Frankfurt übersiedeln. Die Abteilung Forschung und Entwicklung wird ihre Tätigkeit Ende 2018 in Limburg einstellen, heißt es von der Geschäftsleitung. Zum selben Zeitpunkt sei für die in Limburg ansässigen Produktionslinien eine Verlagerung innerhalb Europas vorgesehen. Die Ortswahl stehe dabei noch aus.

    „Die Neuausrichtung ist unumgänglich für die Zukunftssicherung unseres Unternehmens“, sagte Mundipharma-Geschäftsführer Dietmar Leitner am Freitag. Der Chef des Arzneimittelherstellers sagte weiter, dass ihm durchaus bewusst sei, dass das Vorhaben „teilweise gravierende Auswirkungen auf die Mitarbeiter hat“.

    Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, Christiane Mandl, wertete das Ergebnis der Verhandlungen als positiv. „Es kann jetzt jeder zufrieden sein“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Die vergangenen Wochen seien durch intensive Verhandlungen geprägt gewesen. „Es ist ein besseres Ergebnis als der zuvor vorgesehene Sozialplan“, sagte Mandl. Ein Erfolg sei es zudem, dass nun zumindest die im Unternehmen verbleibenden Angestellten nicht mit ihren Familien umziehen müssten, sondern künftig die Möglichkeit hätten, nach Frankfurt zur Arbeit zu pendeln. Zuvor hatte nämlich ein Umzug des Unternehmens von Limburg nach Berlin im Raum gestanden, der Betriebsrat konnte sich hier aber durchsetzen.

    Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack. Denn von ehemals über 800 Beschäftigten (inklusive Teilzeit) von Mundipharma in Deutschland bleiben nun noch 174 übrig. Eine pauschale Aussage, wie es für die Mitarbeiter weitergehe, könne es derweil nicht geben, sagte Mandl. Die Geschäftsleitung teilte mit, dass nun in individuellen Gesprächen das weitere Vorgehen besprochen werde. Ziel der Geschäftsleitung sei es dabei, die Inhalte der Vereinbarung zu erläutern und deren konkrete Umsetzung abzustimmen. Darüber hinaus stelle die Geschäftsleitung Unterstützungsangebote zur Verfügung. Hierzu gehöre auch der mögliche Wechsel von Mitarbeitern in eine Transfergesellschaft.

    „Mit der Standortwahl Frankfurt für den zukünftigen Firmensitz in Deutschland bleiben wir dem Bundesland treu, in dem wir bereits viele Jahre lang sehr erfolgreich gearbeitet haben“, sagte Geschäftsführer Dietmar Leitner.

    Von Mika Beuster

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