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Balduinstein

Schaumburg wird wachgeküsst: Cafébetrieb im Torhaus ist erlaubt

Wolfgang Hirmer hat die Gedanken der Ratsmitglieder in Worte gekleidet: „Hauptsache, es passiert überhaupt etwas und es geht weiter.“ Der Meinung des zweiten Beigeordneten der Ortsgemeinde Balduinstein, für eine Nutzung des Torhauses von Schloss Schaumburg als Café das Einverständnis zu erteilen, folgte der Rat in der Sitzung am Freitag einstimmig. Damit kommt der Bauherr den Plänen, die Terrassengärten gastronomisch zu nutzen und vorweg schon ein Café in den restaurierten Torhäusern einzurichten, ein Stück näher. Das Café soll nach Informationen von Ortsbürgermeisterin Marie-Theres Schmidt noch in diesem Jahr eröffnen.

Gastronomie auf den Terrassen und ein Café in den Torhäusern Schloss Schaumburgs: Der Gemeinderat erteilte nun das Einvernehmen zur Nutzungsänderung. Foto: Westerweg
Gastronomie auf den Terrassen und ein Café in den Torhäusern Schloss Schaumburgs: Der Gemeinderat erteilte nun das Einvernehmen zur Nutzungsänderung.
Foto: Westerweg

Das Torhaus liegt im sogenannten Außenbereich, zudem widerspricht die veränderte Nutzung den Darstellungen des Flächennutzungsplanes. Dort ist ein Sonderbetrieb Golf vorgesehen. Das lässt sich jedoch ändern, wenn eine Nutzungsänderung dazu dient, das Bild eines die Kulturlandschaft prägenden Gebäudes zu erhalten und die weitere Verwendung des Gebäudes zweckmäßig ist. Dazu erteilte der Gemeinderat nun sein Einvernehmen. Die Planungen sehen vor, im Erdgeschoss des Torhauses eine kleine Caféstube, Sozialraum und Toiletten unterzubringen. Im ersten Obergeschoss sollen eine in zwei Räume unterteilte Gastronomie mit 20 Sitzplätzen und die Küche errichtet werden. Im Dachgeschoss ist ein Spielbereich für Kinder vorgesehen. Früher beherbergte das Gebäude das Standesamt. Einen weiteren Schritt zur „Revitalisierung der Schaumburg“ hatte der Gemeinderat vor Monaten unternommen und die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen.

Damit ist die Voraussetzung gegeben, den Antrag von Bilgic Ertürk durch die Träger öffentlicher Belange prüfen zu lassen. Das Projekt „Revitalisierung Teil 1 – Terrassengärten“ sieht vor, dass der östliche, unterhalb des Waldecker Hofs gelegene Gartenbereich, der 1868 als „Herrschaftliche Gemüsegärten“ bezeichnet wurde, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Im Einklang mit der Denkmalpflege wird beabsichtigt, in der Nähe der alten Torhäuser, auf den oberen Terrassen Gemüse, Laub- und Obstbäume (Spaliere) und Blumen nach historischem Vorbild anzupflanzen sowie auf den beiden unterhalb gelegenen Terrassen Gastronomiepavillons in der Art von Gewächshäusern als Restaurant beziehungsweise Café in die Landschaft einzubetten.

Da die Genehmigung Zeit braucht, hat sich der Besitzer eine Übergangslösung ausgedacht, um in den fachmännisch restaurierten Torhäusern möglichst bald ein Café zu eröffnen. Wie die gesamte Umgebung des Schlosses war das Gelände mit den Terrassenanlagen über Jahrzehnte hinweg total verwildert und erst von den neuen Eigentümern freigeschnitten worden. Die Gastronomie ist Teil einer Revitalisierung, die das Schloss in Zukunft zu einem Weininstitut mit Baumhotel machen soll. hbw

Diez
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