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    Keßler: Wieder Dialog mit Bürgern suchen

    Windkraft ist derzeit das Aufregerthema der Region – auch in Altendiez schlägt es hohe Wellen. Ruhe und Sachlichkeit möchte Ortsbürgermeister Thomas Keßler in die Diskussion bringen und lädt daher für Donnerstag, 15. September, 19.30 Uhr, in die Lahnblickhalle zur Bürgerversammlung ein.

    Diesen Blick werfen die Entwickler in die Zukunft des Ortes Altendiez: Eine Visualisierung zeigt sichtbar sieben Windkraftanlagen, eine weitere wird vom Ortsausgangsschild verdeckt und zwei von Bäumen.  Visualisierung: Trianel/iTerra
    Diesen Blick werfen die Entwickler in die Zukunft des Ortes Altendiez: Eine Visualisierung zeigt sichtbar sieben Windkraftanlagen, eine weitere wird vom Ortsausgangsschild verdeckt und zwei von Bäumen. Visualisierung: Trianel/iTerra
    Foto: honorarfrei

    Von unserer Redakteurin Katrin Maue-Klaeser

    Nach kurzen Informationen zum Sachstand des Verfahrens, die Keßler selbst gibt, berichtet Bürgermeister Michael Schnatz über den aktuellen Stand der Flächennutzungsplanung, bevor Vertreter des Betreiber- und des Projektierungsunternehmens Daten ihres Vorhabens nennen. Vor allem aber soll viel Zeit bleiben, in der die Bürger ihre Fragen, Sorgen und Anliegen schildern können, betont der Ortschef.

    Nach der eher emotional geprägten Veranstaltung der Initiative "Altendiez gegen Windkraft" vor knapp drei Wochen, bei der nach seiner Einschätzung neben Wahrem und Halbwahrem auch viele Unwahrheiten verkündet worden seien, will Keßler bei der Versammlung in einen Dialog mit den Bürgern einsteigen. Einen Dialog, den die Gemeinde, wie Keßler betont, bereits seit mehr als fünf Jahren sucht und anbietet.

    An Energievision 2020 erinnern

    "Nur weil die Planung zwei, drei Jahre geruht hat, glauben viele Menschen, ihnen würde jetzt ungefragt etwas ganz Neues präsentiert – dabei haben wir bereits 2010 gemeinsam unsere Energievision 2020 entwickelt", blickt er zurück und erinnert auch an mehrere Infoveranstaltungen zu Energie und Windkraft 2011 und 2012.

    Doch nun richtet der Ortsbürgermeister seinen Blick nach vorn. Damit Fragen der Bürger gleich während der Versammlung beantwortet werden können, werden Elmar Thyen von der Bau- und Betreibergesellschaft Trianel aus Aachen sowie Martin Bettner vom Projektierer iTerra aus Gießen als Ansprechpartner dabei sein. Vor allem aber soll jeder Altendiezer Bürger Rederecht haben – dies gilt allerdings nicht für Besucher der Veranstaltung von außerhalb. Altendiezer erhalten zu der öffentlichen Veranstaltung auch bevorzugten Zutritt: "Falls zu viele Besucher kommen, soll es nicht so sein, dass Altendiezer keinen Platz mehr finden", stellt Keßler klar.

    Um den Boden für eine sachliche Diskussion vorzubereiten, nennen die beiden Fachleute Thyen und Bettner schon einmal die zentralen Punkte ihres Vorhabens. Trianel, eine Kooperation von inzwischen 56 Stadtwerken als Gesellschaftern, will am Steinkopf insgesamt zehn Windkraftanlagen bauen: acht auf Altendiezer Gemarkung, davon zwei im Gemeindeforst und sechs im Staatsforst, sowie zwei auf Heistenbacher Gemarkung, ebenfalls im Staatsforst. Das Investitionsvolumen wird auf 50 Millionen Euro kalkuliert.

    Bestehende Wege nutzen

    Jede Anlage soll eine Nabenhöhe von 149 Metern und eine Rotorblattlänge von 63 Metern haben, es wird also eine maximale Flügelspitzenhöhe von 212 Metern erreicht. Von den 2500 Hektar Wald auf Altendiezer Gemarkung würden für Anlagen und Zuwege, die fast vollständig über bestehende Wald- oder Rückewege verlaufen sollen, acht Hektar dauerhaft wegfallen. Die Wege werden geschottert, nicht versiegelt. Die betonierten Fundamentflächen, je 21 Meter im Durchmesser, werden mit Erde überdeckt. "Die Dinger sind sichtbar", daraus macht Elmar Thyen keinen Hehl. Doch der Eingriff in Natur und Landschaft werde minimiert. Die CO2-Ersparnis der Anlagen von 36 000 Tonnen jährlich werde den Verbrauch bei Herstellung und Bau binnen vier Jahren egalisieren und für die weitere Laufzeit Klimagewinn bringen.

    Der Betreiber sei weder profitgierig noch unwirtschaftlich, sondern arbeite nach genossenschaftlichen Prinzipien ohne Gewinnoptimierung, betont Thyen weiter. Knapp 50 000 Euro pro Anlagenstandort gibt es pauschal an Pacht, hinzu kommt eine Beteiligung an der Einspeisevergütung. Dies alles werde solidarisch zwischen Eigentümern, Anliegern und Verbandsgemeinde aufgeteilt.

    Diez
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