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    Außergewöhnliches Klangerlebnis in der Diezer Stiftskirche

    Projektleiter Diethelm Gresch, der das Arnsteiner Kaleidoskop für das sommerliche Kulturprogramm zusammengestellt hatte, konnte in der Diezer Stiftskirche seine Freude so richtig zum Ausdruck bringen. Die auserwählten „Stars“ des „Ensembles Stellaris“ zogen alle nur möglichen Register mittelalterlicher Tonkunst und somit die zahlreichen Besucher in ihren Bann.

    Diez - Projektleiter Diethelm Gresch, der das Arnsteiner Kaleidoskop für das sommerliche Kulturprogramm zusammengestellt hatte, konnte in der Diezer Stiftskirche seine Freude so richtig zum Ausdruck bringen. Die auserwählten „Stars“ des „Ensembles Stellaris“ zogen alle nur möglichen Register mittelalterlicher Tonkunst und somit die zahlreichen Besucher in ihren Bann.


    Die 14 Musikanten und Sänger der Gruppe „Stellaris“, stets musikalisch auf mittelalterlichen und religiös geprägten Pfaden, boten ein rundum wunderbares Programm, deren viele Jahrhunderte alten Texte von Lektor Dieter Becker einfühlsam überbracht wurden. Es war das 22. Konzert dieser Art, das die Gruppe „Stellaris“ um ihre Gründerin Ute Graßmann in Diez bot.
    Es war die religiöse Musik, die einst im Mittelalter von Pilgern auf dem Weg nach dem Wallfahrtsort Santiago de Compostela spielend und singend mit und auf vielerlei Instrumenten die Wallfahrten begleiteten und hier in Diez die Besucher begeisterte. Bevorzugt waren es Marienlieder sowie die frohe Botschaft an Maria, die in jener Zeit eine große Rolle spielten. Alfons der Weise trug um 1200 über 400 „Cantigas de Santa Maria“ zusammen, die ihre Scholaren- und Vagantenherkunft herleiteten.
    Mit zahlreichen seltenen Instrumenten gespielt, im galizischen Text vorgetragen, übersetzte Dieter Becker die Wohltaten der Heiligen Maria. Ein beeindruckender Totentanz sowie das „Lamento tristano“ zunächst sehr getragen in der Inszenierung, mit heiterem Schluss, sorgten für atemlose Spannung unter den Zuhörern. Besondere Beachtung fand ein so genanntes „Organistrum“, das vierhändig gespielt wurde. Das Instrument, ein Nachbau einer alten Wandmalerei in der Kirche zu Compostela, dokumentierte jene Gefühle vergangener Pilgerfahrten durch Frankreich und Spanien.
    Walther von der Vogelweide, Hildegard von Bingen und die musizierenden Engel mit ihren historischen Instrumenten, die in alten Kirchen Wache halten, sind nachahmenswerte Vorbilder für die Spielleute von Stellaris. Großer Beifall war ihnen sicher und die Zugabe ein feines Geschenk an die Besucher. Draußen vor der Kirchentür klang das Mittelalter noch einmal richtig durch und die Konzertbesucher konnten sich nur schwer von Stellaris lösen. Ein rundum gelungenes Konzert, das viele Musikkenner und Liebhaber geistlicher Musik erfreute.(wr)

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