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    Adenau

    Weniger Verbrechen wegen RaR und Formel 1

    Die Zahl der Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Adenau ist 2015 im Vergleich zu den Vorjahren stark gesunken. 1255 Verbrechen haben die Beamten bearbeitet, das sind 769 weniger als noch in 2014 (2013: 2148 Fälle).

    Die Polizei Adenau hat 2015 deutlich weniger Verbrechen registriert als noch 2014. Dies hängt offenbar vor allem mit dem Wegfall von Rock am Ring und Formel 1 zusammen.
    Die Polizei Adenau hat 2015 deutlich weniger Verbrechen registriert als noch 2014. Dies hängt offenbar vor allem mit dem Wegfall von Rock am Ring und Formel 1 zusammen.
    Foto: dpa

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

    Gerd Knechtges, stellvertretender Leiter der PI Adenau, führt dies vor allem auf den Wegfall der beiden Großveranstaltungen Rock am Ring und Formel 1 am Nürburgring zurück. So fielen allein die Diebstahlsfälle um rund 450 und die Rauschgift-Straftaten um 330 Fälle. Gleichzeitig ist auch die Gesamtaufklärungsquote aller angefallenen Straftaten von 52,9 auf 48,8 Prozent gesunken. Laut Knechtges schlagen sich hier vor allem die gesunken Rauschgiftfälle nieder, die nahezu zu 100 Prozent von Tätern verübt worden seien, die den Polizisten bekannt seien.

    Bei 647 der insgesamt 1255 verübten Straftaten im Bereich der PI Adenau im vergangenen Jahr ist ein Sachschaden entstanden: Dieser beträgt insgesamt 1,6 Millionen Euro. Im Bereich des einfachen Diebstahls sind die Fälle 2015 im Vergleich zu 2014 um 443 auf insgesamt 124 Straftaten gesunken. Besonders bei den Taschendiebstählen gab es ein deutliches Minus (von 129 auf 14 Fälle).

    Erneut gesunken ist die Zahl bei den Körperverletzungs- und Raubdelikten, die 2015 mit 204 Fällen um 17 Fälle niedriger liegen als 2014. Die Zahl der Tageswohnungseinbrüche fiel von 21 auf 13 Fälle, die Zahl der sonstigen Wohnungseinbrüche fiel von 38 auf 35 Fälle.

    Veranstaltungen haben Auswirkungen

    Die Zahl der Rauschgiftdelikte fiel von 404 auf 35 Fälle. 14 dieser Fälle bezogen sich auf den Umgang mit Cannabis. Diese Zahlen stellen für die PI Adenau ein nahezu historisches Tief dar und hängen - wie bereits erwähnt - wohl vor allem mit dem Wegfall von Rock am Ring am Nürburgring zusammen.

    Schließlich war das Musikfestival jahrelang die Veranstaltung im Bereich der Adenauer Polizei, bei der die mit großem Abstand meisten Straftaten verübt worden sind. Besonders bei den Vorkontrollen hat die Polizei immer wieder Straftäter erwischt. Geografisch wurden die Straftaten in den umliegenden Ortschaften des Rings erfasst. Besonders in Nürburg ist der Rückgang der Straftaten auffällig (von 756 auf 144). Aber auch anhand der Zahlen aus den anderen Gemeinden lässt sich diese These belegen: Müllenbach (minus 32 auf 29 Fälle), Kaltenborn (minus 30 auf 17 Fälle), Müsch (minus 33 auf 10 Fälle) und Welcherath (minus 27 auf 2 Fälle).

    In der Stadt Adenau blieb die Zahl der Straftaten mit 288 Fällen nahezu gleich (minus 10).

    Die Zahl der Vermögensdelikte ist mit 235 Fällen um 17 Fälle gesunken. Tankbetrügereien blieben mit 50 Fällen konstant (minus zwei). Die Anzahl der Umweltdelikte blieb mit 13 Fällen genau gleich.

    Unter den Tätern sind auch einige Jugendliche

    In Sachen Internetkriminalität hat die PI Adenau 2015 insgesamt 50 Straftaten (minus 8) erfasst. Im Bereich häuslicher Gewalt registrierten die Beamten 39 Fälle (plus 6); in 24 Fällen lagen Körperverletzungen, in 4 Fällen Stalking zugrunde. Von insgesamt 33 Tatverdächtigen waren 26 männlich und 7 weiblich.

    Die Polizei Adenau hat insgesamt 565 Tatverdächtige (minus 402) ermittelt, 128 davon waren weiblich. Unter diesen Tatverdächtigen waren 6 Kinder, 46 Jugendliche und 96 Heranwachsende. Jugendliche und Heranwachsende sind vornehmlich im Bereich der Körperverletzungen (126 Fälle), einfachen Diebstählen (87 Fälle), Beleidigungen (46 Fälle) und Sachbeschädigungen 44 Fälle) aufgefallen. 31 der insgesamt 35 Rauschgiftfälle sind von Nicht-Erwachsenen begangen worden. Im vergangenen Jahr haben die Adenauer Beamten 76 nichtdeutsche Tatverdächtige registriert (minus 33). Zehn Straftaten wurden von Asylbewerbern begangen, davon vier Körperverletzungen und drei Ladendiebstähle.

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