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Gimmigen

Trotz Verbot: Lastwagen donnern durch Gimmigen

Für die Gimmiger bringt der 285 Meter lange Ausbau der L 80 (Bonner Straße) in der Ortsdurchfahrt von Gimmigen einen nervigen Nebeneffekt mit sich: Jede Menge Lkw im Ort.

Wirklich kein Durchkommen ist augenblicklich auf der Bonner Straße in Gimmigen. Noch bis weit in das nächste Jahr hinein werden die Bauarbeiten dauern.  Foto: Jochen Tarrach
Wirklich kein Durchkommen ist augenblicklich auf der Bonner Straße in Gimmigen. Noch bis weit in das nächste Jahr hinein werden die Bauarbeiten dauern.
Foto: Jochen Tarrach

Obwohl der Schwerlastverkehr Gimmigen weiträumig umfahren soll, halten sich viele Lkw-Fahrer nicht an diese Vorgabe. Immer wieder sind ortsfremde Lkw zu sehen, die die innerörtliche Umleitungsstrecke nutzten. Strengere Kontrollen seien dort notwendig, wie der Ortsbeirat bei seiner jüngsten Sitzung am Dienstag befand.

Kritik gab es innerhalb der Sitzung im Bürgerhaus Gimmigen auch am Verhalten einiger weiterer Verkehrsteilnehmer, die entsprechende Vorgaben nicht beachten. Eine Durchfahrt auf der L 80 ist für Anlieger von beiden Seiten aus bis zur Baustelle möglich. Der Pkw-Verkehr in und aus Richtung Deutsches Eck wird über die Straßen „An der Burgpforte“ und „Am Brünnchen“ um das Ortszentrum herumgeführt. Festgestellt wurde, dass auf diesen Wohnstraßen, auch vorbei am Kindergarten, auch unverhältnismäßig schnell gefahren wird.

Das Einhalten von Zeitplänen scheint unterdessen eine besondere Schwierigkeit zu sein, gerade wenn es um den Straßenbau geht. Das gilt nicht nur für den Bau der neuen Umgehungsstraße von Bad Neuenahr, sondern auch für den Ausbau der L 80. Erst im Mai begonnen, liegen die Arbeiten nach Aussage von Ortsvorsteher Rudi Frick bereits jetzt gut drei Wochen hinter dem Zeitplan zurück.

Grund dafür ist, dass nicht alle Rohrleitungen im Boden dort lagen, wo sie gemäß Aufzeichnungen eigentlich hätten liegen sollen und erst gesucht werden mussten. Frick rechnet jedoch damit, dass die Verzögerung noch aufgeholt werden kann und die Straße zum vorgesehenen Zeitpunkt im Frühjahr 2018 fertig werden wird.

Hauptberatungspunkt innerhalb der Sitzung war das Investitionsprogramm der Stadt für die Jahre bis 2020. Als letzte Straßenausbaumaßnahme im Ort ist für 2018 die erstmalige Herstellung der Straße „Im Seifelsgraben“ vorgesehen. Der Ortsbeirat regte an, im Zuge der Maßnahme auch gleich den vorgesehenen Wanderparkplatz mit auszubauen und entsprechende Mittel im Haushalt vorzusehen. Erst für spätere Jahre nach 2020 vorgesehen ist der Bau des Radweges Gimmigen-Deutsches Eck. Auch hier regte der Beirat an, die Maßnahme erheblich früher durchzuführen.

70.000 Euro sind 2018 vorgesehen für Verbesserungen am Hochwasserrückhaltebecken Gimmigen. Ein kleines, garagenähnliches Gebäude für Materialien soll gebaut und die Deichkrone beleuchtet werden. Angeregt wurde zusätzlich, so wie in Nierendorf, eine Überwachungskamera zu installieren. Ärgerlich ist ein völlig neues und unerwartetes Problem, das Beiratsmitglied Marcel Delord ansprach: Eine stark ansteigende Population von Nutria-Ratten.

Die aus Südamerika stammenden Nager durchwühlen Deiche und Bachufer und machen sie damit instabil. Schwierigkeit ist, dass das recht große Tier nicht bejagt, sondern nur mit Lebendfallen bekämpft werden darf. So regte der Ortsbeirat an, Deich und Bachufer am Rückhaltebecken ständig auf Nutria-Ratten hin zu überwachen.

Fragen gab es in Bezug auf das neue Hochwasserschutzkonzept der Gemeinde Grafschaft. Wie wirkt es sich auf das unterhalb am Leimersdorfer Bach liegende Gimmigen aus und sind die Vorhaben in der Grafschaft mit der Kreisstadt abgestimmt? Diese Fragen sollen nun geklärt werden.

Von unserem Mitarbeiter
Jochen Tarrach

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