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Klangwelle verzaubert Kurpark: Effekte sind größer, schöner und höher als in Vorjahren

Seit Donnerstag rollt sie wieder durch die Stadt – monumentaler, klangvoller und bildgewaltiger als je zuvor: Die Klangwelle. Vor ausverkauftem Kurpark zeigte die österreichische Firma „Consortium“ aus Wien gemeinsam mit der Heilbad Gesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler eine faszinierende Open-Air-Schau, in der Wasser, Feuer, Laser, Licht und Musik eine begeisternde Einheit bieten.

Auf eine riesige Wasserwand werden zu vier unterschiedlichen Themenbereichen Bilder und Videos projiziert, bewegliche Wasserfontänen bis weit über die Baumwipfel geschleudert und durch Feuerwerkselemente dramatisiert. Die Musik trägt die Besucher von einer Stimmung in die nächste, Hochgefühle entstehen gefolgt von nachdenklichen Momenten. Dank einer ausgefeilten Technik und gesteuert von einer besonderen Elektronik läuft alles synchron ab und vermittelt auf ungewöhnliche Art und Weise unter die Haut gehende Eindrücke.

Da schwebt scheinbar schwerelos die Weltkugel durch den Kurpark. Dazu läuft das bekannte „We Are the World“ von Michael Jackson und Lionel Richie.

Noch Karten zu haben
Die Vorstellung Samstagabend ist in allen Kategorien ausverkauft, ebenso die Vorstellung am Samstag, 14. Oktober. Für die Vorstellungen Sonntag, 8. Oktober, Donnerstag, 12. Oktober, Freitag, 13. Oktober, und Sonntag, 15. Oktober, sind noch Stehplatztickets erhältlich. Tickets gibt es im Servicecenter der Heilbad GmbH, Kurgartenstraße 13, Tel. 02641/917 55 40, und bei BonnTicket, 0228/502 010.

In einer anderen Szene erklingt die Europahymne mit „Freude schöner Götterfunken“ und „Alle Menschen werden Brüder“ zu ebenso farbenfrohen wie wunderschönen Bildern der unterschiedlichen Länder Europas. Und dann ist da auch noch in der Abteilung „Klangwelle Rheinisch, Hymnen der 5. Jahreszeit“ der kölsche Willy Millowitsch, so wie man ihn in Erinnerung hat. Die Musik mit den schönsten Kompositionen berühmter deutscher Komponisten beeindruckt zu ihren Konterfeis auf der Wasserwand. Der Höhepunkt kommt jedoch erst in der Zugabe. Als „Music Was my First Love“ von John Miles erklingt, reißt eine emotionale Welle das Publikum mit sich. Wer am Donnerstag nicht völlig beeindruckt und sprachlos vor Staunen das Geschehen verfolgt, sing mit.

Bereits im vierten Jahr ist die Klangwelle zu Gast im Kurpark und garantiert den Zuschauern eine prächtige Schau, bei der ein Gänsehautfaktor einkalkuliert ist. „Es ist unser Ziel, dass die Klangwelle jedes Jahr technisch wächst, um eine deutschlandweit einmalige Show zu bieten“, so Christian Senk von der Heilbad Gesellschaft. Und das ist den Technikern, Designern und Choreografen von „Consortium“ gelungen. So sind in diesem Jahr die Feuereffekte noch höher und größer und schöner als noch in den Vorjahren. Sogar aus dem festen Becken des Kurparkspringbrunnens heraus donnern nicht nur die Fontänen, sondern auch Feuerbälle in die Höhe. Erwähnenswert auch die perfekte Organisation rund um die Klangwelle durch die Mitarbeiter der Heilbad GmbH.

Für die Sicherheit sorgt eine spezielle Security-Gruppe. So bleiben beim Betreten des Kurparks keine Tasche und kein Rucksack unkontrolliert und auch sonst wird auf alles ein wachsames Auge geworfen. Auch das Vorprogramm der Show stimmt. Während das große Wasserbecken inmitten des Kurparks steht, sorgt in der Musikmuschel stehend das Kölner Duo „saxOsing“ mit Jenny Palms und Christian Hembach für eine gelungene Einstimmung auf das Geschehen. Und auch das Wetter spielt an einem ansonsten stürmischen Tag in Deutschland mit: Nicht ein Regentropfen fällt, kein Windstoß treibt die Feuerstöße oder die Fontänen zur Seite. Es stimmt eben einfach alles.

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

Die Technik hinter der Klangwelle: Mehr als ein paar Wasserdüsen

Klangwelle 2017 im Kurpark. Das sind nicht nur ein Paar Düsen in einem Wasserbehälter und von bunten Leuchten angestrahlte Wasserfontänen. Um die lebendigen Bilder auf Wasserwänden und die faszinierenden, wie von Geisterhand bewegten Fontänen zu passender Musik in Szene zu setzen, ist eine ebenso massierte wie ausgefeilte Technik und Elektronik notwendig, wie man sie sonst an dieser Stelle nicht zu sehen bekommt. Verstärkt wird der Eindruck durch die besondere Atmosphäre im Kurpark. Nicht umsonst sagt Stefan Haupt, Herr der Batterien, Kometen und Feuertöpfe, sprich des pyrotechnischen Feuerwerks mit 20 verschiedenen Effekten, dass der Park für die Vorstellung eine traumhafte Kulisse darstellt. Und dieses Lob bedeutet schon etwas, denn die Klangwelle ist nicht nur in ganz Europa unterwegs, sondern war in den vergangenen Jahren auch in Amerika, Usbekistan, Indien und selbst im Irak im Einsatz.

Hinter dem abendlichen Spektakel steckt eine Menge Technik, wie ein Blick hinter die Kulissen zeigt. 20.000 Kubikmeter fasst das große Wasserbecken ausdem heraus immerhin bis zu 35.000 Liter Wasser pro Minute in den Himmelgeschleudert werden. Der größte Teil davon sammelt sich hier auch wieder.
Hinter dem abendlichen Spektakel steckt eine Menge Technik, wie ein Blick hinter die Kulissen zeigt. 20.000 Kubikmeter fasst das große Wasserbecken ausdem heraus immerhin bis zu 35.000 Liter Wasser pro Minute in den Himmelgeschleudert werden. Der größte Teil davon sammelt sich hier auch wieder.
Foto: Jochen Tarrach

Mehr als 16.000 Zuschauer kamen im vergangenen Jahr in Bad Neuenahr, um die Schau zu sehen. Durch zusätzliche Vorstellungen an nun acht Tagen rund um zwei Wochenenden werden es in diesem Jahr noch mehr werden. Die österreichische Firma Consortium Event-Technik ist von ihrem Standort in Wien mit rund 25 Tonnen Material in der Kurstadt angereist. Seit dem 25. September sind 16 Aufbauhelfer dabei, die Anlagen aufzubauen, damit schließlich lediglich vier Operatoren unter der Leitung von Mischa Anton die Schau auf Knopfdruck vom Schaltpult aus im Gang setzen können. An rund 100 Wasserpumpen sind gut 800 Wasserdüsen in verschiedenen Größen angeschlossen. Sie werfen dann aus dem über 22 Meter langen und fünf Meter breiten Wasserbecken heraus gigantische Wassermangen bis in 20 Meter Höhe in den Nachthimmel. Und das ist noch nicht alles, denn selbst das stationäre, runde Bassin der großen Fontäne des Kurparks ist zusätzlich notwendig, um der Vorführung mit entsprechenden Überraschungsmomenten den letzten Pfiff zu geben.

500 Meter Wasserschläuche sind notwendig, alle Düsen zu versorgen. Zum Einsatz kommt auch einer der lichtstärksten Beamer der Welt sowie vier Reihen bewegter Laserscheinwerfer. Über zehn Kilometer Stromkabel werden die passenden Impulse gesteuert. Vereint bieten die Elemente Wasser, Feuer, Licht und Musik eine einzigartige Mega-Schau mit Gänsehautfaktor. Aufgeteilt ist sie in vier Schaublöcke und eine fest vorgesehene Zugabe. Die Titel: 1. Die größten Hymnen der Rock- und Popmusik, 2. Klangwelle Rheinisch – Hymnen der 5. Jahreszeit, 3. Klangwelle Special – 50 Jahre Summer of Love und Flower Power-Hymnen sowie 4. Hymnen aus der Welt der Klassik. Die Moderatoren Roland Nenzel als künstlerischer Leiter der Klangwelle und Thomas Spitz aus der Stadtverwaltung sorgen für unterhaltsame Überleitungen. Bei starkem Wind kann die Wurfhöhe der Strahlrohre gedrosselt werden, damit die Zuschauer nicht quasi im Regen stehen. Problematisch könnte es dann lediglich mit dem Feuerwerk werden. Nicht die abgeschossenen Batterien, Kometen und Feuertöpfe sind dann das Problem, die gehen gerade in den Himmel, sondern die verbleibenden Funken, die der Wind wegträgt. Aber in Bad Neuenahr hatte der Wettergott ein Einsehen: Zur Vorstellung hörte er mit dem Blasen auf und zusätzlich stand auch die Feuerwehr bereit.

Bad Neuenahr-Ahrweiler
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