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    Kripp

    Familie zieht Rehkitz groß: Bambi tobt mit Hunden und Katzen herum

    Drei Hunde, zwei Katzen, zehn Hühner, sieben Gänse, 18 Laufenten, vier Ziegen und zwei Schafe leben bei der Familie Wahl in Kripp. Und jetzt auch noch: Bambi.

    Daniela Wahl päppelt den neusten Zögling, den kleinen Rehbock Bambi, mit Ziegenmilch und Hasenfutter auf. Das Tier war von einer Spaziergängerin in einer Mayener Tierarztpraxis abgegeben worden, und fand so den Weg zur Tierfreundin nach Kripp.
    Daniela Wahl päppelt den neusten Zögling, den kleinen Rehbock Bambi, mit Ziegenmilch und Hasenfutter auf. Das Tier war von einer Spaziergängerin in einer Mayener Tierarztpraxis abgegeben worden, und fand so den Weg zur Tierfreundin nach Kripp.
    Foto: Judith Schumacher

    „Willkommen auf unserer kleinen Farm“, sagt Daniela Wahl lächelnd zur Begrüßung. Das ist keine Floskel, wie schnell klar wird. Als Erstes stürmt Lotta, die Pitbull-Mix-Hündin den Hausflur, die beiden Foxhounds Dana und Doro folgen hintenan. Die vier Pferde der Großfamilie mit ihren sieben Kindern sind anderweitig untergebracht, aber auf dem großen Areal der Wahls hinter deren Wohnhaus ist im wahren Wortsinne tierisch was los. Drei Hunde, zwei Katzen, zehn Hühner, sieben Gänse, 18 Laufenten, vier Ziegen und zwei Schafe haben auf dem Gelände ihr kleines Paradies. In zwei großen Teichen tummeln sich Koikarpfen und Wasserschildkröten. Und jetzt auch noch: Bambi.

    Das Rehkitz gesellte sich jüngst zu der illustren Gesellschaft, als die Tierärztin von Daniela Wahl sich bei ihr meldete und fragte, ob sie sich vorstellen könnte, das vier Tage alte Tier großzuziehen. Es war von einer Spaziergängerin, die angenommen hatte, dass es ohne Mutter war, in die Tierarztpraxis gebracht worden, „Das musste noch nicht einmal stimmen, nur wenn ein Kitz allein irgendwo abgelegt wird, heißt das nicht, dass es niemanden hat“, betont Daniela Wahl. Nachdem der zuständige Jagdpächter verständigt worden war, gab sie sofort ihre Zustimmung und nahm das kleine Böckchen bei sich auf.

    Hund, Katze, Reh: Bei den Wahls in Kripp ist ein Tierparadies.
    Hund, Katze, Reh: Bei den Wahls in Kripp ist ein Tierparadies.
    Foto: Judith Schumacher

    Es war sehr schwach und wackelig, konnte kaum auf seinen Beinen stehen. Nachdem die Tierärztin ihr gezeigt hatte, wie man es mit einer Sonde ernährt, übernahm Daniela Wahl diese Aufgabe sehr gewissenhaft. Nach einer Weile konnte sie dazu übergehen, alle drei Stunden Ziegenmilch ins Maul von Bambi zu träufeln. Später nahm es auch die Flasche an. In den ersten Wochen schlief der kleine Rehbock im Schlafzimmer der Wahls, danach hatten sie ihm eine Hundebox in den Garten gestellt und mehr und mehr erschloss er sich das Anwesen. Für die Hunde gehören alle Tiere zur Familie. „Die gehen an keines ran und wissen, dass sie zur Familie gehören und Tabu sind. Lotta hat Bambi regelrecht adoptiert“, erklärt Daniela Wahl, während sie Bambi die Flasche gibt. Den Beweis tritt die Pitbullmischlings-Dame unmittelbar darauf an. Sie leckt dem Kitz über den Kopf und tobt anschließend mit ihm übermütig über das Grundstück. Dann planschen die beiden mit Wonne in dem kleinen Teich. „In den großen ist es schon ein paarmal hineingefallen, aber es kann super schwimmen“, sagt die ehemalige Leiterin des Kripper Ballettstudios Spirit & Dance, das nun von einer ihrer Töchter geführt wird.

    Nicht jeder versteht, warum sie das alles macht. „Die Leute sagen: Jetzt habt ihr die Kinder groß und könntet machen, was ihr wollt – aber genau das tun wir“, sagt sie. Sie selbst hatte immer große Freude am Versorgen ihrer Familie, sie habe sich das nicht ausgesucht, es sei ihr zugefallen. Und ihre Tochter Dorothea tut es ihr gleich. „Sie kann unglaublich gut mit allen Tieren umgehen, und das war auch der einzige Grund, warum ich es mir erlaubt habe, mit meinem Mann einen zweiwöchigen Urlaub anzutreten“, sagt sie lächelnd. Mittlerweile ist Bambi auch bei Freunden der Familie zutraulich und frisst ausgesuchtes Futter, das Rehmutter Wahl bei der Raiffeisen besorgt hat. „Eigentlich ist es Hasenfutter, aber wenn ich wie Aschenputtel den ganzen Mais da herausgelesen habe, ist es optimal“, sagt sie lächelnd.

    Mittlerweile bemüht sich die Familie um ein größeres Grundstück für Bambi. Ausgewildert werden kann das Böckchen nicht mehr, da es kastriert wurde. Dies war notwendig, damit ihm keine Hörner wachsen, die beim Spiel mit seinen zweibeinigen oder vierbeinigen Freunden zu Verletzungen hätten führen können. Die „kleine Farm“ mit ihren Tieren und dem großen Gemüsegarten ist für Daniela Wahl eine Herzensangelegenheit. „Ich liebe das und schaffe mich dabei selbst nicht ab!“, betont sie.

    Von unserer Mitarbeiterin Judith Schumacher

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