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Kreis Ahrweiler

Adenauer Initiative fordert: "Schafft die Jagdsteuer ab!"

Die Abschaffung der Jagdsteuer ist erklärtes Ziel einer kürzlich von Jägern im Adenauer Land gegründeten „Interessengemeinschaft rheinischer Jäger“ (IGRJ).

Zum Halali gegen die Jagdsteuer bläst die Interessengemeinschaft rheinischer Jäger.
Zum Halali gegen die Jagdsteuer bläst die Interessengemeinschaft rheinischer Jäger.
Foto: Vollrath

Kreis Ahrweiler – Die Abschaffung der Jagdsteuer ist erklärtes Ziel einer kürzlich von Jägern im Adenauer Land gegründeten „Interessengemeinschaft rheinischer Jäger“ (IGRJ).

 

Da die Kreisverwaltung aber weiterhin auf die Erhebung der Abgabe besteht fordert die IGRJ in einem Rundschreiben die Jagdkollegen auf: „Entsorgen Sie kein verunfalltes Wild mehr!“ Denn das sei eigentlich Sache der Straßenbehörden. „Die Leistungen der Jäger bei der freiwilligen Entsorgung von Unfallwild ist auch Geld wert“ argumentieren die Initiatoren der Interessengemeinschaft.
Im Vorfeld hatte Gernot Baur, ein Karlsruher Anwalt mit Wurzeln, Eigentum und Jagdrevier in der Verbandsgemeinde (VG) Adenau, bei Landrat Jürgen Pföhler um eine Aufhebung der Jagdsteuer gebeten. Zahlreiche andere Landkreise, auch in Rheinland-Pfalz, würden bereits auf diese „unsinnige Steuer“ verzichten, schrieb Baur. Landrat Pföhler sah die Sache allerdings anders und wies die Forderung des Jägers zurück, unter anderem mit dem Hinweis auf die Haushaltslage des Kreises. Man könne nicht einfach auf eine Steuerquelle verzichten.
Für die Jäger, die sich inzwischen organisiert haben und auch bei der kommenden Versammlung der Hegegemeinschaft am Samstag, 10. März, in Wershofen für ihre Aktion werben wollen, ist das kein stichhaltiges Argument. „Die Einnahmen aus der Jagdsteuer liegen weit hinter dem zurück, was die Straßenbaubehörden zur Entsorgung von Unfallwild aufwenden müssten,“ heißt es in einem Antwortschreiben an den Landrat.
Nun gehen die Waidmänner zum Sturmangriff über. Die Interessengemeinschaft werde sich nicht nur gegen die Jagdsteuer sondern auch gegen „Gebühren bei Kontrollen der Waffenschränke, die geplante Gewehrsteuer und sonstige obrigkeitliche Maßnahmen gegen Jäger entschieden zur Wehr setzen,“ heißt es in ihrem Aufruf. „Die Kommunen und Kreise werden hiermit aufgefordert, auf die Erhebung der Jagdsteuer zu verzichten, und im Gegenzug erklären sich die Jagdausübungsberechtigten bereit, Unfallwild weiterhin kostenfrei zu entsorgen,“ lautet das Angebot der IGRJ.
Die Kreisverwaltung bezieht sich in ihrer Stellungnahme auf eine Anordnung der rheinland-pfälzischen Landesregierung, welche die Abschaffung der Jagdsteuer ausschließt. Diese wird für das Jahr 2012 mit 415  000 Euro veranschlagt. Da sich die Jägerschaft „dankenswerterweise um die Entsorgung des Unfallwildes kümmert“, werde man im Gegenzug die Arbeit der Jäger bei der Landespflege und dem Artenschutz finanziell stärker unterstützen, so der Sprecher der Kreisverwaltung, Jürgen Kempenich.

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