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    Waldlaubersheim

    Wilbert-Insolvenz: Kranvermieter schlüpft unter Schutzschirm

    Bei der Wilbert Unternehmensgruppe in Waldlaubersheim geht das Hoffen und Bangen um die Zukunft weiter. Inzwischen haben rund 100 bislang freigestellte Mitarbeiter des insolventen Kranherstellers Wilbert Turmkrane GmbH die Kündigung erhalten, teilte Insolvenzverwalter Martin Lambrecht von der Düsseldorfer Kanzlei Leonhardt unserer Zeitung am Freitag auf Anfrage mit.

    Mit den verbliebenen 21 Mitarbeitern laufe der Geschäftsbetrieb bis auf Weiteres weiter. Allerdings würden keine neue Krane, sondern nur noch Ersatzteile für vorhandene Anlagen gefertigt.

    Zugleich wurde nun für die vom Insolvenzverfahren nicht betroffenen Firmensparten Wilbert Kranservice GmbH und Wilbert Montage GmbH ein gesetzliches Schutzschirmverfahren beantragt, um die Sanierung zu erleichtern, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Die nächsten drei Monate genieße der Kranvermieter Gläubigerschutz und werde in Eigenverwaltung von Geschäftsführer Franz-Rudolf Wilbert mit allen rund 70 Mitarbeitern fortgeführt, teilte die Kanzlei mit.

    Lambrecht, der zum vorläufigen Sachwalter der unter den Schutzschirm geschlüpften Unternehmensteile bestellt wurde, erhofft sich durch diesen Schritt bessere Sanierungschancen für die Wilbert-Gruppe. Durch das Schutzschirmverfahren könne die finanzielle Mithaftung des Kranvermieters für die insolvente Kranbausparte aufgehoben werden, erläuterte er. Bislang hafte der Kranvermieter im Rahmen des Konzernverbundes für die Verbindlichkeiten der ins Schlingern geratenen Schwestergesellschaft.

    Die Kranvermietung selbst läuft laut Lambrecht operativ weiterhin gut. Dies bestätigt auch Geschäftsführer Franz-Rudolf Wilbert: „Die Auslastung der Mietkranflotte ist sehr erfreulich." Leider verhindere aber „eine Minderheit von Gläubigern die nachhaltige Sanierung der Unternehmensgruppe", bedauert Wilbert. Wie mehrfach berichtet hatte Insolvenzverwalter Lambrecht zunächst gehofft, kurzfristig einen Investor für die Firmengruppe zu finden, der das Geschäft fortführt. Eine solche Sanierungslösung sei jedoch bislang am fehlenden Einvernehmen der Gläubiger gescheitert, sagte er. An dem komplexen Verfahren sei „eine Heerschar von Gläubigern" beteiligt.

    Durch das Schutzschirmverfahren, das keine Auswirkungen auf die Leistungen an die Kunden habe, wollen Lambrecht und Wilbert nun erreichen, dass sich die Gläubiger schneller einigen. Dafür will sich Lambrecht eine Besonderheit des Schutzschirmverfahrens zu nutze machen: Während normalerweise keine Lösung zustande komme, solange einer der Gläubiger dagegen stimmt, sind für Unternehmen unter dem Schutzschirm Mehrheitsentscheidungen möglich, erläuterte der Sprecher des Insolvenzverwalters. Dies erleichtere es, eine Sanierungslösung zu finden. Während des dreimonatigen Schutzschirmverfahrens genieße das betroffene Unternehmen Gläubigerschutz.

    Insolvenzverwalter Lambrecht ist nach eigenen Angaben weiterhin im Gespräch mit Investoren, die die Wilbert-Gruppe übernehmen würden, sofern es für die finanziellen Altlasten eine Lösung gibt. Für den Kranbauer macht dies laut Lambrecht die Insolvenz möglich, für den Kranvermieter nun das Schutzschirmverfahren. „Durch das Schutzschirmverfahren für den Kranvermieter hat sich die Hoffnung auf eine Sanierung verbessert", betonte er. Silke Jungbluth-Sepp

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