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    Feilbingert

    Trachtengruppe Feilbingert und das Fell des Bären

    Tanzen hält jung und verbindet Generationen. Davon konnten sich die Besucher des Landesjohannisfestes des Verbandes für Volkstum und Heimat in Rheinland-Pfalz, das anlässlich des 60. Geburtstages der Trachtengruppe in Feilbingert gefeiert wurde, überzeugen.

    Ortsbürgermeister Arno Bumke, Tänzer der Trachtengruppe, beleuchtet mit der Fackel die Noten der Binger Füsiliere, die den stimmungsvollen Umzug durchs Dorf begleiteten.
    Ortsbürgermeister Arno Bumke, Tänzer der Trachtengruppe, beleuchtet mit der Fackel die Noten der Binger Füsiliere, die den stimmungsvollen Umzug durchs Dorf begleiteten.
    Foto: privat

    Feilbingert - Tanzen hält jung und verbindet Generationen. Davon konnten sich die Besucher des Landesjohannisfestes des Verbandes für Volkstum und Heimat in Rheinland-Pfalz, das anlässlich des 60. Geburtstages der Trachtengruppe in Feilbingert gefeiert wurde, überzeugen.

    Landesvorsitzender Erwin von der Au (rechts) ehrte die aktiven Tänzer der Trachtengruppe Feilbingert sowie die Vorstandsmitglieder. Erster Vorsitzender Michael Schuh (2. von rechts) nahm die Urkunde freudestrahlend entgegen.
    Landesvorsitzender Erwin von der Au (rechts) ehrte die aktiven Tänzer der Trachtengruppe Feilbingert sowie die Vorstandsmitglieder. Erster Vorsitzender Michael Schuh (2. von rechts) nahm die Urkunde freudestrahlend entgegen.
    Foto: privat


    Zum runden Geburtstag der einzigen Trachtengruppe im Landkreis Bad Kreuznach machten nicht nur acht Gruppen aus ganz Rheinland-Pfalz in bunten Trachten ihre Aufwartung, auch der Männergesangverein, die DRK-Gymnastikfrauen aus Feilbingert sowie der Musikverein aus Feilbingert gratulierten musikalisch.
    Michael Schuh, Vorsitzender der Trachtengruppe, freute sich, nach 25 Jahren das Landesjohannisfest wieder in Feilbingert feiern zu können. Sein Dank galt den Gründungsmitgliedern der Trachtengruppe, die aus einer Gruppierung hervorgegangen war, die mit Tänzen 1951 das erste Weinfest in Feilbingert bereicherte.
    Lob und Anerkennung für die Trachtengruppe und ihre vielfältigen Aktivitäten rund um Volkstanz, Brauchtum und Volksmusik gab es von Erwin von der Au, dem Landesvorsitzenden des Verbandes für Volkstum und Heimat. Tradition sei das kulturelle Erbe, das von Generation zu Generation weitergegeben werde, so von der Au. „Tradition ist aber nicht das Behalten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“ Dieses Bild spiegelte das wider, was in der Trachtengruppe mit ihren vielfältigen Aktivitäten gerade auch im Jugendbereich gelebt wird.
    In seiner Rede ging Landrat Franz-Josef Diel auf die Bedeutung der Trachten ein, die einst ein Element der Identifizierung gewesen seien. Er hoffe, dass die „Geschichte vom Bärenfell“ auch noch zum 100. Geburtstag der Trachtengruppe erzählt werde. Diese Geschichte geht auf Ortsbürgermeister Arno Bumke zurück. Der hatte sie sich eine Erklärung für den Pelzbesatz an den Mützen der Tänzer ausgedacht und erzählt diese immer wieder derart überzeugend, dass kaum Zweifel am Wahrheitsgehalt aufkommen. Ihr zufolge stammt das Fell vom letzten auf dem Lemberg erlegten Bären.
    Auf dem Festplatz bot sich den vielen Besuchern insbesondere beim offenen Tanzen, bei dem die Tänzerinnen und Tänzer aller Gruppen gemeinsam auftraten, ein farbenfrohes Bild. Bei den mal schwungvollen, mal eher ruhigen Volkstänzen mit so außergewöhnlichen Namen wie „Sonderburger Doppelquadrille“, „Grazianer“ oder auch „Hetlinger Bandriter“ übernahmen Eva-Maria Auer und Ursula Müller, ähnlich dem amerikanischen Square Dance, die Rolle des Ausrufers (Caller), sodass die Tanzpaare immer wussten, welche Figur zu tanzen ist. Seinen stimmungsvollen Höhepunkt fand das Fest bei Einbruch der Dunkelheit mit einem Fackelzug, bei dem mehr als Hundert Fackelträger wie ein leuchtender Bandwurm, angeführt vom Musikverein „Binger Füsiliere“, durchs Dorf zogen. Nicht fehlen durfte bei der gelungenen Feier die Ehrung der Gründungsmitglieder, die der Trachtengruppe seit 60 Jahren die Treue halten. Dies sind Margot Gonschorek, Heinrich Roth, Ewald Steinert, Walter Weindorf, Käthi Heth, Waltraud Hoffmann, Dieter Lahm, Hannelore Reinhard, Edeltrud Roth, Julia Snehotta, Werner Strehl und Käthi Geib. Sie erhielten von Michael Schuh eine Urkunde. Thomas Großmann

    Bad Kreuznach
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