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Bad Kreuznach

Seit 40 Jahren Kampf für den Umweltschutz: Greenpeace-Urgestein berichtet

Anlässlich des Besuches von Greenpeace-Mitbegründer Rien Achterberg in Bad Kreuznach führte die örtliche Greenpeace-Gruppe im Bad Kreuznacher Bonhoeffer Haus den Film „The Rainbow Warrior of Waiheke Island“ vor, der über die Geschichte der ersten Crew eines Greenpeace-Schiffes – der „Rainbow Warrior“ – berichtet. Die angebotene Diskussionsrunde mit dem Greenpeace-Urgestein wurde gern vom Publikum genutzt.

Die Bad Kreuznacher Greenpeace-Gruppe mit Rien Achterberg (links) bei ihrem Protest vor dem „EnergieEck“ der Kreuznacher Stadtwerke. Es wurde hierfür extra eine Kohlenlore als Anschauungsobjekt herbeigeschafft. Auch ein Atommüllfass (Attrappe) war mit von der Partie.  Foto: Greenpeace
Die Bad Kreuznacher Greenpeace-Gruppe mit Rien Achterberg (links) bei ihrem Protest vor dem „EnergieEck“ der Kreuznacher Stadtwerke. Es wurde hierfür extra eine Kohlenlore als Anschauungsobjekt herbeigeschafft. Auch ein Atommüllfass (Attrappe) war mit von der Partie.
Foto: Greenpeace

Rien Achterberg, der sich seit etwa 40 Jahren für die Umweltschutzorganisation engagiert, war damals selbst als Bordkoch Teil der Crew. Das Schiff war am 10. Juli 1985 im neuseeländischen Hafen Auckland, als der französische Geheimdienst zwei Bomben an der Schiffswand explodieren ließ. Es wurde so auf dem Weg zu seiner Mission, um gegen Atomtests am Mururoa-Korallenriff zu protestieren, brutal gestoppt. Die Crew konnte sich im letzten Moment retten. Mit einer Ausnahme: Der Greenpeace-Fotograf Fernando Pereira ertrank in der Kabine. Greenpeace erhielt nach dem Anschlag Solidaritäts- und Mitleidsbekundungen aus der ganzen Welt – und fand international immer mehr Anhänger.

Auch für Rien Achterberg persönlich war der Anschlag gleichsam Tragödie wie Bekräftigung. „Keep going“: Weitermachen, das war jetzt erst recht die Devise.

Einige der Greenpeace-Aktivisten von damals leben heute auf einer kleinen Insel bei Neuseeland, Waiheke Island, so auch Rien Achterberg. Neben seiner Aktivität als Koch auf mehreren Greenpeace-Schiffen koordinierte der geborene Niederländer und Wahlneuseeländer mehrere Greenpeace-Büros und ist in den vergangenen Jahren vermehrt in Europa unterwegs, um dortige Gruppen bei ihren Aktivitäten zu unterstützen und Erfahrungen auszutauschen. Wenn Rien Achterberg über die Zukunft der Erde nachdenkt, sieht er sie am Abgrund: Klimawandel, Kriege – einfach zu viele Probleme. Tatenlos beim Weltuntergang zusehen, will er aber bis heute nicht. „I always wanted to change the world“, sagt er: Immer war es sein Ziel, die Welt zu verändern, der dunklen Welt etwas Farbe zu verpassen

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