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Bad Kreuznach

Rebellen für den guten Geschmack: Neue Jungwinzergruppe engagiert sich für die Naheregion

Christine Jäckel

Die Nahe: klein, fein, aber unbekannt. Das wollen die Nahewein-Rebellen ändern. "Wir wollen mehr Aufmerksamkeit für unsere Region erreichen und haben deshalb einen Namen gewählt, der die Neugierde weckt und im Gedächtnis haften bleibt", erklärt Barbara Wollschied beim Vorstellungstermin der neuen Gruppierung.

Zehn junge Winzer haben die Nahewein-Rebellen ins Leben gerufen.
Zehn junge Winzer haben die Nahewein-Rebellen ins Leben gerufen.
Foto: Christine Jäckel

Aus einer lockeren Verkostungsrunde, die seit Jahren immer wieder zusammenkommt, stellen nun zehn junge Winzer ihren Kampfgeist für die Region und insbesondere für den Nahewein unter Beweis. Denn die Mitglieder verstehen sich als Rebellen für den guten Geschmack. Und da hat das Naheland aus ihrer Sicht eine ganze Menge zu bieten, wie Gregor Franzmann bekräftigt.

Zweiter und ebenso wichtiger Punkt ist für die Mitglieder der neuen Gruppe der Zusammenhalt und Austausch unter Fachkollegen. "Konkurrenzdenken gibt es bei uns nicht. Wenn einer von uns etwas Besonderes erreicht hat, freuen sich alle mit ihm für diesen Erfolg und über den Zuwachs an Aufmerksamkeit, den das der Nahe bringt", unterstreicht Barbara Wollschied.

Dafür ist Laura Weber in der Runde das beste Beispiel. Sie erhielt 2017 die Auszeichnung Jungwinzerin des Jahres von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. Mit der gleichen Begeisterung stehen auch Sebastian Gabelmann, Daniel Gemünden, Christian Staab, Alexander Wagner, Timo Keller, Henning Mathern und Sandy Renfer hinter ihrer Profession als Weinmacher und ihrem Einsatz für die Region. Der Altersdurchschnitt der Gruppe liegt deutlich unter 30. Der jüngste Nahewein-Rebell ist 20, der Älteste 39, geht aber als Quereinsteiger irgendwie noch als Jungwinzer durch.

Von der Initiative der jungen Winzergeneration ist auch Hans-Willi Knodel angetan, Vizepräsident des Weinbauverbandes. "Wir haben zwei Plätze für Jungwinzer im Weinbauausschuss reserviert", freut sich Knodel über das Interesse des Nachwuchses an der Weinbaupolitik. Sind auch Kooperationen mit anderen Gruppen oder Jungwinzern aus anderen Anbaugebieten denkbar? Das könnte unter der Überschrift "Nahewein-Rebellen and Friends" ein weiteres Aktivitätenfeld werden, bekräftigt die Gruppe.

Was haben die Nahewein-Rebellen vor? Zum Beispiel Weinwissen vermitteln mit Informationen über die Arbeit der Winzer im Jahreslauf auf der Internetseite www.naheweinrebellen.de und in den sozialen Medien. Oder mit Jungweinproben für einen größeren Teilnehmerkreis. Die Gruppe will zudem Weinpräsentationen in frischem Format organisieren.

"Wir wollen den Leuten durch Feiern und Feste Lebensfreude vermitteln und zeigen, dass Nahewein modern und unkompliziert ist", erläutert Barbara Wollschied die Strategie der Rebellen. "Jung, laut, wild" ist der Slogan der neuen Weinmacherinitiative. Und so hat auch ihre erste öffentliche Veranstaltung mit "Genuss-Rausch" einen Namen mit Signalton. Am 5. Mai ab 15 Uhr steigt das erste "Genuss-Rausch"-Weinevent in Kooperation mit Alexander Jacob im Kurhaus am Rheingrafenstein in Bad Münster am Stein. Von 15 bis 19 Uhr präsentieren die Nahewein-Rebellen ihre Erzeugnisse mit musikalischer Begleitung der Band 2 & Mr. Jons und regionalen Häppchen. Um 20 Uhr beginnt Teil zwei, die Weinparty mit ausgewählten Weinen und dem Chaos Trash Team.

Karten für den "Genuss-Rausch" gibt es im Vorverkauf bei allen beteiligten Weingütern, im Kurhaus Bad Münster, in der Nahewein-Vinothek in der Mannheimer Straße in Bad Kreuznach und bei Weinland Nahe im Haus der Landwirtschaft in der Burgenlandstraße in Bad Kreuznach. Der Eintritt für die Weinpräsentation kostet 10 Euro, für die Weinparty ebenfalls 10 Euro. Das Kombiticket ist für 15 Euro erhältlich.

Von unserer Reporterin Christine Jäckel

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