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    Bingen

    Neues Leben für die alte Binger Stadthalle

    Aus einem gastronomischen Sorgenkind soll wieder ein Flaggschiff in bester Lage am Binger Rheinufer werden: Die Alte Stadthalle hat nach turbulenten Zeiten von Blüte bis Insolvenz einen neuen Besitzer gefunden und zeigt bereits zum 1. Mai deutliche Lebenszeichen. Dann eröffnet der Biergarten als erstes Puzzleteil des Gesamtkonzepts.

    Der neu konzipierte und ausgestattete Biergarten ist nur der erste Schritt im Gesamtkonzept, das unter neuer Regie aus dem Komplex der Binger Alten Stadthalle wieder einen touristischen, gastronomischen und gesellschaftlichen Mittelpunkt direkt am Rheinufer machen soll.  Foto: Rainer Gräff
    Der neu konzipierte und ausgestattete Biergarten ist nur der erste Schritt im Gesamtkonzept, das unter neuer Regie aus dem Komplex der Binger Alten Stadthalle wieder einen touristischen, gastronomischen und gesellschaftlichen Mittelpunkt direkt am Rheinufer machen soll.
    Foto: Rainer Gräff

    Dahinter steht ein Team, das am Kulturufer schon für reichlich Furore gesorgt hat: Klaus Endemann und Jens Feuerbach, die das Alte Zollamt ein Stückchen rheinaufwärts am Binger Kulturufer zum Laufen gebracht haben und im Herbst mit dem ersten Binger Oktoberfest in der früheren Wagenausbesserungshalle auf dem Gelände des Parks am Mäuseturm einen echten Knüller landeten.

    Ihr neues Projekt ist also die Alte Stadthalle, einst der Stolz der Binger als "gut' Stubb", dann nahezu europaweit als Großdisco und Technotempel (unter anderem als "Palazzo" und "H 1) ebenso beliebt wie berüchtigt, mit wechselvoller gastronomischer wie unternehmerischer Vergangenheit. Zuletzt lag die Immobilie über viele Monate quasi wie Blei in den Verkaufsregalen einschlägiger Internetportale - versehen mit dem Verkäufervermerk "Kaufpreisgebote ab 2 Millionen Euro nehmen wir gerne entgegen".

    Die Verkaufsofferte im Internet klang so: "Die historische Stadthalle Bingen wurde 1911 bis 1913 vom renommierten Regierungsbaumeister Robert Leibnitz im Neobarockstil geplant. Die Stadthalle befindet sich direkt am Rheinufer mit mehreren Anlegestellen der Berufsschifffahrt. Von den Terrassen und dem Biergarten bietet sich ein traumhafter Blick zur Burg Ehrenfels und der Germania. Das Objekt ist in verschiedene Nutzungsarten aufgeteilt: Veranstaltungshalle bis zu 2500 Personen, Restaurant mit 160 Sitzplätzen, Cocktailbar und Biergarten mit über 500 Sitzplätzen."

    Bauunternehmer Endemann und Eventgastronom Feuerbach wollen nach dieser Neuanschaffung nicht lange Zeit verlieren. Am Feiertag 1. Mai öffnet ihr Biergarten nach dem Paulaner-Konzept. Die Logistik in Küche und Service, wie sie in bayerischen Biergärten bewährt ist, nahmen sich die Binger zum Vorbild. Dabei ist der Biergarten mit zwei Ebenen, teilweisem Vollservice und mehr als 500 Plätzen brauereifrei - und bietet neben Hendl, Haxen, Knödeln und Weißwurst rheinhessische Anklänge und Binger Weine, kündigt Feuerbach an.

    Nach dem Sommergeschäft gehen die grundlegenden Umgestaltungen im Hauptgebäude los. Bis dahin läuft der Betrieb in der "Rheinbar" unter alter Regie weiter, auch bereits gebuchte Events im Tanztempel finden noch statt. Dann machen die neuen Herren im Haus Tabula rasa. Bis auf die Mauern und Böden bleibt wenig, es wird rückgebaut, alle Leitungen werden erneuert. Millionenschwer ist das Investitionsvolumen. Über diese Zahl und den Kaufpreis herrscht Stillschweigen. "Wir wollen aus dem Rohdiamanten wieder ein Juwel machen", sagt der Eventgastronom. Traumlage am Rhein, Terrassen nach zwei Seiten, Räume verschiedener Größen, ein imposantes Äußeres - den Möglichkeiten zur Nutzung sind vor dem geistigen Auge Endemanns und Feuerbachs kaum Grenzen gesetzt. Der unpassende Glasanbau zwischen Biergarten und Haupthaus wird verschwinden, der Haupteingang zur Gastronomie, die unter dem Namen "Ludwig IV." als bayerisch beeinflusste Biergaststätte für jedermann ab Oktober 2016 daherkommen soll, wird an die Stelle der heutigen "Rheinbar" verlegt. Der Gebäudeteil mit den Veranstaltungssälen und Terrassen wird ab 2017 umgebaut und soll unter der Marke "Palais Bingen" an den Start gehen. Musikveranstaltungen, Bälle, Feiern, Clubbing sind im Konzept möglich.

    Die Ideen sprudeln nur so aus Jens Feuerbach heraus. Das Oktoberfest in der Wagenausbesserungshalle soll es außerdem 2015 auch wieder geben, nicht jedoch die ebenfalls zwischenzeitlich für dort angedachte "Winterwunderwelt". Das Restaurant Zollamt läuft parallel eigenständig weiter. Und: Kontakt in die Stadt hinein ist ausdrücklich gewünscht.

    Rainer Gräff

    Bad Kreuznach
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