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    Kreisjugendhilfeausschuss: Zwei neue Stellen für den Allgemeinen Sozialen Dienst

    Das Jugendamt soll für seinen Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) zwei neue Fachkräfte einstellen. Dafür stellte der Kreisjugendhilfeausschuss gestern Nachmittag die Weichen. Dem muss nun aber der Kreistag noch zustimmen.

    Kreis Bad Kreuznach - Das Jugendamt soll für seinen Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) zwei neue Fachkräfte einstellen. Dafür stellte der Kreisjugendhilfeausschuss gestern Nachmittag die Weichen. Dem muss nun aber der Kreistag noch zustimmen.

    Rückblick: Schon Anfang Juni dieses Jahres hatte der mit Kindesschutz und erzieherischen Hilfen betraute ASD aus Personalnot eine sogenannte Überlastungsanzeige gestellt. Damit wollten sich die Mitarbeiter auch juristisch absichern, falls einem Kind etwas Gravierendes zustößt. Schon damals herrschte Einverständnis im Jugendhilfeausschuss, dass der ASD entlastet werden müsse.
    Ende August sollte nun der Kreisausschuss über mehr Personal abstimmen, konnte sich dazu aber nicht durchringen und verwies das Thema zurück in den Jugendhilfeausschuss. Das Fachgremium hörte gestern nochmals, wie Jugendamtsleiter Gerhard Dick mit ausführlichen Statistiken die Überlastungssituation belegte. Nach Dicks Hochrechnung werden bis Ende des Jahres voraussichtlich 114 Verdachtsmeldungen zu Kindeswohl-Gefährdungen eingegangen sein, 2009 waren es 55 und 2008 erst 47.
    Nach jeder Meldung beraten bis zu vier Experten seiner Verwaltung über den Fall. Oft müssen sofort zwei Kollegen zu einem Hausbesuch ausrücken. In vielen Fällen werden erzieherische Hilfen in die Wege geleitet. Dafür gab das Jugendamt vor drei Jahren 3,16 Millionen Euro aus, 2009 waren es 4,16 Millionen Euro.

    Zur Entlastung des ASD gab der Jugendhilfeausschuss noch grünes Licht für 50 000 Euro. Das Geld ist dafür gedacht, weitere sozialpädagogische Hilfen einzukaufen. Sitzungsleiterin Bettina Dickes (CDU) wollte die Entscheidung darüber erst noch einmal vertagen. Ihre Parteikollegin Adelheid Schmitt aus Waldböckelheim sprach von Fällen, bei denen „der Staat eingreift und die Familien dann nicht mehr rauskommen“. Sie meinte noch: „Wir haben schon genug Geld ausgegeben.“ Schließlich stimmten nur Adelheid Schmitt und zwei weitere Christdemokraten gegen die Bewilligung der zusätzlichen Mittel.

    Die Bad Kreuznacher Bürgermeisterin Martina Hassel (SPD) hingegen nimmt nach eigenem Bekunden alle Verdachtshinweise auf Kindeswohlgefährdung sehr ernst. Auch in Richtung der Bürger meinte sie: „Lieber viel zu viele solcher Meldungen als eine zu wenig.“ Die Argumentation Adelheid Schmitts hält Michael Simon (SPD, Pfaffen-Schwabenheim) für kleinkariert. Seiner Ansicht nach reichen bloß zwei weitere ASD-Stellen auf lange Sicht noch nicht aus. Er selbst arbeitet beim Jugendamt im Nachbarkreis Mainz-Bingen. Dort gebe es ehrenamtliche Patenschaften zur Unterstützung überforderter Eltern. (gb)

    Bad Kreuznach
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