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Handwerker im Kreis mit der Lage zufrieden

Kreis Bad Kreuznach. Dass Handwerk goldenen Boden hat, scheint sich derzeit wieder zu bewahrheiten: Die Branche meldet trotz deutschen Exportrückgangs und einer eingetrübten regionalen Wirtschaftslage, dass im Handwerk rundum Zufriedenheit herrscht.

Von unserer Redakteurin Denise Bergfeld

Die Herbstumfrage der Handwerkskammer (HwK) Koblenz hat ergeben, dass 88 Prozent der Handwerker aus dem Kreis Bad Kreuznach ihre Geschäftslage als positiv beurteilen. Aus dem HwK-Bezirk Koblenz, zu dem auch der Kreis Bad Kreuznach gehört, haben 2800 Betriebe an der Umfrage teilgenommen.

Insgesamt schätzten dort 86 Prozent der Betriebsinhaber ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Auch für die kommenden drei Monate erwarten sie, dass die Lage stabil bleibt – allerdings ohne nennenswerte Impulse, heißt es. Nur leicht unter den Vorjahreswerten schätzen die Betriebe ihre Auftragsbestände, Auslastung, Umsatzentwicklung und Beschäftigungssituation ein. Die Investitionstätigkeit bleibt auf etwa gleichem Niveau stabil, teilt die Kammer mit.

„Seit der Eurokrise ist die Investitionsbereitschaft höher als der Sparwille", bestätigt der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe Hunsrück. Und diese Investitionsbereitschaft aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase sei auch beim Handwerk an der Nahe spürbar. „Die Geldpolitik, die momentan gemacht wird, führt dazu, dass die Menschen lieber in Hausmodernisierungen investieren", sagt er. Es zahle sich ja auch langfristig aus, das Geld in Energiesparmaßnahmen anzulegen. Dass dieses Thema von großem Interesse ist, habe kürzlich auch die Baumesse in Bad Kreuznach gezeigt, die sehr gut besucht war. Auch die Konversion und die damit verbundene Bautätigkeit wirkt sich laut Schlau weiter positiv auf die Auftragslage aus.

Dass die allgemeinen Konjunkturerwartungen sich stark eintrüben, wird sich mit einer Verzögerung von rund sechs Monaten im Handwerk bemerkbar machen, schätzt Schlau und fügt hinzu: „Da wir im Schnitt einen Vorlauf von neun Wochen für neue Aufträge haben, ist es aber nicht dramatisch, wenn sich das ein wenig reduziert. Dann fühlen sich die Kunden besser betreut."

Wie die Handwerker ihre Geschäftslage beurteilen, variiert von Branche zu Branche: Die besten Werte melden die sogenannten Ausbauhandwerke wie Maler und Lackierer, Installateure und Heizungsbauer, Elektrotechniker oder Tischler. 91 Prozent der Befragten Ausbauhandwerksbetriebe melden eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage. Bei Kfz-Betrieben sind 81 Prozent zufrieden, dagegen haben sich die positiven Beurteilungen im Gesundheitsgewerbe (75 Prozent Zufriedenheit) und bei den Betrieben mit personenbezogenen Dienstleistungen wie Friseuren, Fotografen oder Textilreinigern (80 Prozent) aus dem Vorjahr leicht reduziert.

Rolf Steffen, Obermeister der Bad Kreuznacher Elektroinnung, kann bestätigen, dass die Stimmung in seiner Branche positiv ausfällt. „Im Großen und Ganzen sieht man zufriedene Gesichter", sagt er. Auch der Bedarf an neuen Arbeitskräften sei hoch. Im Frühjahr hätten die Betriebe zahlreiche Elektriker gesucht. Und viele suchen immer noch.

Bad Kreuznach
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