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Kreis Bad Kreuznach

Gutes Branchenklima: Zeit für starke Angebote

Stefan Munzlinger

Kreis Bad Kreuznach. Wer sich ein neues Auto anschafft, muss meist fünfstellig investieren. Viel Geld für eine Durchschnittsfamilie auf dem Land, die das eigene Kfz braucht und nicht auf den ausgedünnten öffentlichen Personennahverkehr setzen kann. Aber da geht auch noch was: Beim Kreuznacher Autofrühling gibt es Infos und Angebote.

Aktionspreise, günstige Finanzierungsmodelle und mehrjährige Garantien wie bei diesem Autohaus aus Wallhausen: Darauf springen Käufer an. Unser Bild entstand beim Kreuznacher Automobilsalon 2017. Foto: Stefan Munzlinger
Aktionspreise, günstige Finanzierungsmodelle und mehrjährige Garantien wie bei diesem Autohaus aus Wallhausen: Darauf springen Käufer an. Unser Bild entstand beim Kreuznacher Automobilsalon 2017.
Foto: Stefan Munzlinger

Preis, Qualität und Werkstattservice der lokalen Autohäuser müssen stimmen, sagt Gunter Martini mit Blick auf die Hauptkriterien vor einer Kaufentscheidung. Der einstige Prokurist von Mercedes Schad ist Vorstandsmitglied von ProCity und Sprecher der 14 Autohäuser, die mit 20 Marken und 200 Neuwagen beim 39. Kreuznacher Automobilsalon am 21./22. April auf der Pfingstwiese mit erwarteten 25.000 Gästen dabei sind. Zwar fehlen auch diesmal unter anderem BMW und Jaguar aus dem Premiumsegment, doch mit Mercedes (Schad) und Audi (Fleischhauer) sind seit Jahrzehnten zwei Vertreter der automobilen Oberklasse mit an Bord.

Donnerstagabend treffen sich die Händler zu einer letzten Besprechung vor dem Salon in einer Woche. „Die Stimmung in der Branche ist gut“, sagt Gunter Martini zum seit wenigen Wochen anhaltenden (Auto-)Frühling; die Werbekampagnen laufen auf Hochtouren. Ein Indikator des Geschäftsklimas: Grade hat VW mit rund 1,5 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen das beste Erstquartalsergebnis der gesamten Konzerngeschichte hingelegt.

Auch von Gunter Martini staunend verfolgt: die schräge, weil meist faktisch falsche Dieseldiskussion. Dabei handele es sich nach wie vor um die effizienteste Antriebsart mit „Fahrspaß und einem vergleichsweise niedrigen Verbrauch“. Das merke jedes Unternehmen, das sich eine Benzinerflotte zulege, ziemlich schnell. Dennoch: Zurzeit steuere der Trend deutlich weg vom Diesel (bald nur noch 30 Prozent?) zum Benziner (bald bei stolzen 70 Prozent?).

Für den Händlersprecher die Zukunft: der E-Antrieb. Schon jetzt sei das Interesse daran riesig: „Eine technische Evolution, die ihre Zeit braucht. Das große Thema ist die Energiespeicherung mit einer vernünftigen Batterie.“ Beim Automobilsalon weisen große grüne Ballons auf die Autohäuser hin, die reine Stromer oder auch Hybridwagen, mit denen man zwischen 30 und 50 Kilometer elektrisch fahren könne, präsentieren. Noch sind E-Autos nicht der Schwerpunkt des Salons, so Martini weiter, „aber ganz sicher in den nächsten Jahren“.

Zurück in die analoge, von Benzinern und Dieseln bestimmt Autowelt: Auch beim 39. Automobilsalon sind starke Angebote zu finden. „Der Salon ist eine Chance, mit Neukunden, die man sonst nicht ins Autohaus bekommt, den Erstkontakt aufzunehmen.“ Absprachen gebe es nicht. Bei den Sonderangeboten sei jeder Händler sein eigener Herr, sagt Gunter Martini: „Jeder muss wissen, wie aggressiv er an den Markt gehen kann.“

Ja, betont der Händlersprecher, das Verbraucherzelt sei eine sinnvolle Ergänzung, vor allem, wenn es sich um Produkte und Dienstleistungen nah am Automarkt handele.

Der Salon diene auch dazu, sich gegen starke Internetkonkurrenz samt ihrer oft nur scheinbar guten Konditionen zu behaupten – mit persönlicher, emotionaler Ansprache: „Ein Auto wird schon immer mit dem Popometer ausgesucht.“

Neu beim Bad Kreuznacher Automobilsalon: die Autokinoabende am 20. und 21. April ab 20 und 22.30 Uhr und am 22. April ab 20 Uhr

Von unserem Redakteur Stefan Munzlinger

Zulassungen bis April 2018: 17 Diesel weniger im Kreis als 2017

Die Diskussion über den Diesel lässt die Zulassungszahlen auch im Kreis Bad Kreuznach leicht sinken: So waren bis 9. April 34.429 und damit 17 Diesel weniger in der Region KH zugelassen als Ende September 2017 (34.446). Bis 31.

Dezember 2016, also vor der vehementen Dieselskandal-Debatte, waren es 33.801. Insgesamt sind im Kreis KH momentan 108.012 Fahrzeuge zugelassen (Stand ebenfalls 9. April). Davon sind Benziner: 57.401 (2017: 57.205; 2016: 56.260); Flüssiggas: 681; Erdgas: 81; Hybrid/Benziner: 285; Hybrid/Diesel: 12; rein stromgetriebene Autos: 71 (2017: 46; 2016: 35). mz

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