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    Bad Kreuznach

    Erkenntnis beim Existenzgründertag in Bad Kreuznach: Eine gute Geschäftsidee alleine reicht nicht

    Die fünfte Existenzgründermesse hat sich in der Anlaufphase eines guten Ansturms erfreut. Die Wirtschaftsjunioren begrüßten in den ersten 40 Minuten über 40 Besucher, die sich bei den Fachleuten von Banken, Verbänden, Kammern und Kassen Informationen aus erster Hand holten. Die Veranstalter zeigten sich daher optimistisch, dass man auch 2017 an den Schnitt von 100 Besuchern insgesamt anknüpfen kann. In diesem Jahr fand die Veranstaltung zum ersten Mal am Freitagnachmittag statt.

    Landrätin Bettina Dickes (links) schickte zusammen mit Sozial- und Wirtschaftsdezernent Udo Bausch (2. von rechts) und den Vertretern der Mitveranstalter symbolisch das Unternehmervehikel auf die „Waschstraße zum Erfolg.“ Foto: Benjamin Hilger/Kreisverwaltung
    Landrätin Bettina Dickes (links) schickte zusammen mit Sozial- und Wirtschaftsdezernent Udo Bausch (2. von rechts) und den Vertretern der Mitveranstalter symbolisch das Unternehmervehikel auf die „Waschstraße zum Erfolg.“
    Foto: Benjamin Hilger/Kreisverwaltung

    Andrea Rosenberg, die bei der Volksbank Rhein Nahe Hunsrück Ansprechpartnerin für potenzielle Firmengründer ist, hatte in der Anfangsphase jedenfalls schon einige interessante Gespräche mit Besuchern geführt, die den Schritt in die Selbstständigkeit erwägen und dabei viele tolle Ideen gehört. „Es geht vor allem darum, sich mit dem eigenen Angebot im Wettbewerb abzuheben“, nennt Rosenberg einen Erfolgsfaktor.

    Das sieht auch die Betriebswirtin und Unternehmensberaterin Elke Frey so. Die beiden Fachfrauen haben in ihrer langjährigen Praxis aber auch Gründer kennengelernt, die ein konventionelles Geschäftsmodell in einem Umfeld mit hoher Fluktuation umsetzen wollten, etwa einen Friseursalon, aber dennoch eine überzeugende Strategie mit dem gewissen Extra vorlegen konnten, die dem Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal gaben.

    Steuerberaterin Hildegard Noack sieht die Schwierigkeiten für Jungunternehmer vor allem in der Finanzierungsfrage. Wer kein eigenes Kapital mitbringt oder Unterstützung durch die Familie, eine Stiftung oder Sponsoren hat, hat es sehr schwer, eine Finanzierung für seine Geschäftsidee auf die Beine zu stellen. Aus ihrer Sicht fehlt es an einer Gründerkultur. Unter den gegenwärtigen Bedingungen schaffen es nach ihrer Erfahrung nur ganz wenige, ein Unternehmen aufzubauen und das Startup am Laufen zu halten.

    Bei Michael Fuhr, dem Betriebsberater der Handwerkskammer, ist der Zuhörerraum voll, als er über das Gründungskonzept spricht. Es reicht nicht, eine gute Geschäftsidee zu haben, angehende Firmengründer müssen sich intensiv mit Zahlen und Zielen auseinandersetzen, trägt Fuhr vor. „Das macht ein guter Unternehmer jährlich. Er erarbeitet Planzahlen und Unternehmensziele“, gibt der Berater Einblick in die Grundlagen erfolgreicher Selbstständigkeit. Wer unternehmerisch tätig werden will, sollte sich zudem nicht auf das gute Geschäftsklima verlassen, sondern sich damit beschäftigen, wie man sich einen Marktanteil erarbeitet, mahnt Fuhr an.

    Gründungen sind nicht das einzige Thema bei der Messe. Die „Waschstraße zum Erfolg“, so das Motto der Veranstaltung, kann man auch mit der Übernahme eines bestehenden Betriebs beschreiten. „In den nächsten 10 bis 15 Jahren steht in einem Drittel der Betriebe die Nachfolge an. Das ist ein enormes Potenzial“, erläutert Gerhard Schlau, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück.

    Von unserer Reporterin Christine Jäckel

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