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Bad Sobernheim

Ein Projekt des neuen Sobernheimer Presbyteriums bis 2019: die Sanierung der Matthiaskirche

Auch die Innensanierung der Matthiaskirche ist Thema des neuen Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Sobernheims. Am 14. Februar 2016 stehen die Wahl an.

Vier Schwerpunkte des neuen Presbyteriums in den nächsten vier Jahren: die Innensanierung der Matthiaskirche (unser Bild zeigt den Chor), die Kooperation mit der Staudernheimer Kirchengemeinde um Pfarrer Ralf Anacker, das Reformationsjubiläum 2017 und die Flüchtlinge.
Vier Schwerpunkte des neuen Presbyteriums in den nächsten vier Jahren: die Innensanierung der Matthiaskirche (unser Bild zeigt den Chor), die Kooperation mit der Staudernheimer Kirchengemeinde um Pfarrer Ralf Anacker, das Reformationsjubiläum 2017 und die Flüchtlinge.

Wenn sich keiner mehr meldet, dann haben Sobernheims evangelische Christen am 14. Februar 2016 die Wahl: unter einem Kandidaten. Denn für die 14 Laiensitze des Presbyteriums (zwei hauptamtliche Mitarbeiter gehören dem Gremium ebenfalls an) haben sich bis gestern 15 Bürger, davon 14 bereits seit 2012 amtierende Kandidaten, beworben.

Bis 24. September konnte sich zunächst melden, wer im Gremium für vier Jahre mitarbeiten möchte; diese Frist wurde nun verlängert. Bis zur Gemeindeversammlung am Sonntag, 29. November, 11.30 Uhr, im Saal des Gemeindezentrums sind weitere Interessierte aufgerufen, sich zu bewerben.

Wählen dürfen alle konfirmierten Bürger ab 14 Jahre; wer nicht konfirmiert ist, aber der evangelischen Kirche angehört, darf ab 16 Jahren wählen. Wählbar sind alle Menschen von 18 bis 74 Jahre.

Was tun, um weitere Kandidaten zu gewinnen, damit es eine echte, eine richtige Wahl ist? Die Werbetrommel für das Presbyterium rühren – so wie Pfarrerin Ulrike Scholtheis-Wenzel (55), seit 26 Jahren Seelsorgerin in Sobernheim mit seinen 3300 Gläubigen. „Presbyter zu sein, heißt ein Ehrenamt zu bekleiden, in dem echte Entscheidungen getroffen werden.“ Zu Gottesdienstordnung, Finanzen oder Personal; 30 hauptamtliche Mitarbeiter hat die Kirchengemeinde, nicht alle mit voller Stelle.

Was die Presbyter verbindet: Anders als in der Politik sind weltanschauliche Aspekte eher Nebensache; es geht um die Themen, nicht um den Streit der Ideologien, auch nicht um Konkurrenz- oder Verdrängungswettbewerbe.

Die Seelsorgerin sitzt dem Presbyterium (Durchschnittsalter derzeit: 50 Jahre) vor, ein Laie vertritt sie. Klar: Die Presbyter sind die Vorgesetzten der Pfarrerin, die sich mit ihrem Mann eine Stelle teilt, können sie natürlich – hier lebt die Basisdemokratie – überstimmen.

10-mal tagt das Gremium im Jahr, dabei geht es immer darum, Entscheidungen im Konsens zu treffen. Dieses System scheint zu funktionieren: „Wir haben ein sehr gedeihliches Miteinander“, findet die Pfarrerin, was auch durch ein traditionelles Wochenendseminar gepflegt und weiterentwickelt wird.

Klingt alles nach großer Harmonie, doch die Probleme andernorts sind auch in Sobernheim Thema: beispielsweise die Kirchenaustritte; zwischen 10 und 20 pro Jahr. Wer austreten will, meldet das dem Standesamt; wer eintreten will, meldet sich im Pfarramt. „Das sind eher wenige aber natürlich sind sie uns willkommen“, sagt Ulrike Scholtheis-Wenzel. Ob Kirchenmitglied oder konfessionslos oder zu einer anderen Religionsgruppe gehörend: „In Notsituationen sind wir für die Menschen da“, versichert sie, „unsere Tür ist immer offen.“ Hauptgrund der rückläufigen Zahl an Kirchenmitgliedern aber ist die Überalterung: „Wir haben viel mehr Beerdigungen als Taufen“, macht sie deutlich. Was an den Gottesdienstbesuchen zu sehen ist: Hier reicht die Zahl an Sonntagen im Sommer mit 30 bis zu 150 an normalen Feiertagen; an Weihnachten sind es mehr.

Der Kirchenkreis Nahe / Glan hat 31 Gemeinden mit 56 105 Gemeindemitgliedern (Stand: 8. Oktober 2015). Geografisch ist er deckungsgleich mit dem Kreis Kreuznach, bis auf Bingerbrück und die rheinhessischen Gemeinden östlich Bad Kreuznachs, die zur Evangelischen Kirche Hessen/Nassau gehören, und die Gemeinden von Ebernburg bis Rehborn (außer Meisenheim), die zur Evangelischen Kirche der Pfalz zählen.

Für vier Jahre wählen: 17 Sobernheimer treten für die 16 Sitze im neuen Presbyterium an

Bad Sobernheim. Die Liste des aktuellen Bad Sobernheimer Presbyteriums (ohne das Pfarrerehepaar Christian Wenzel und Ulrike Scholt-heis-Wenzel) und die Aufstellung der Kandidaten für die Wahl am 14. Februar 2016: Sieglinde (Siggi) Adam, Martina Böddingmeier, Christine Budschat, Uwe Engelmann, Dorothea Engwer, Burkhard Gosch, Günter Heilig, Manfred Herrmann, Andreas Jacob, Dr. Christian Mann, Judith Nyquist, Annja Remmel, Manuela Schantz, Ingrid Schmidt, Petra Scheidtweiler, Nicole Sendrowski.

Ausscheiden werden: Siggi Adam, Burkhard Gosch, Günter Heilig und Nicole Sendrowski.

Die Kandidatenliste für die nächste Presbyterwahl am 14. Februar 2016: Martina Böddingmeier, Christine Budschat, Dr. Martin Eicke, Uwe Engelmann, Dorothea Engwer, Manfred Herrmann, Andrea Hügle, Andreas Jacob, Dr. Christian Mann, Achim Meyer, Judith Nyquist, Annja Remmel, Sandra Sander, Manuela Schantz, Petra Scheidtweiler, Ingrid Schmidt und Elke Zedlitz. Stefan Munzlinger

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