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Christine Jäckel: Helmut Schön dankte per Handkuss

Was König Fußball betrifft, gehöre ich zur großen Masse der Pseudofans, deren Begeisterung für den Ballsport sich auf Fernsehübertragungen von Länderspielen beschränkt. Dennoch entwickelt sich selbst aus solch rudimentären Kontakten eine gewisse Vertrautheit mit den Akteuren und ihrem Charisma (Stan Libuda), mit Lieblingsgegnern des deutschen Teams (Holland) und bekannten Match-Mythen (Wembley-Tor).

Helden, Greise und der damals nagelneue Pokal: Der italienische Bildhauer Silvio Gazzaniga entwarf die Goldstatue 1971, die deutsche Mannschaft war das erste Team, das sie 1974 in Händen hielt. Für die Jüngeren unter uns (vorn von links): der damalige Bundespräsident Walter Scheel, Mannschaftskapitän Franz (der Kaiser) Beckenbauer und Torwartlegende Sepp Maier.
Helden, Greise und der damals nagelneue Pokal: Der italienische Bildhauer Silvio Gazzaniga entwarf die Goldstatue 1971, die deutsche Mannschaft war das erste Team, das sie 1974 in Händen hielt. Für die Jüngeren unter uns (vorn von links): der damalige Bundespräsident Walter Scheel, Mannschaftskapitän Franz (der Kaiser) Beckenbauer und Torwartlegende Sepp Maier.
Foto: dpa

Das bisher einzige Spiel, das mich ins Stadion lockte, war eine Neuauflage des WM-Finales von 1974 zehn Jahre später an gleicher Stelle und mit denselben Spielern. Also eigentlich ein reiner Spaß-Schlagabtausch in Erinnerung an das Finale, das der deutschen Fußballnation den zweiten Weltmeistertitel nach 1954 bescherte.

Christine Jäckel
Christine Jäckel
Foto: Stefan Munzlinge

Ob heutige Nationaltrainer noch solcher Etikette fähig sind wie seinerzeit Helmut Schön, der Frau Antje für ihr Käse-Gastgeschenk formvollendet mit einem Handkuss dankte? Die Aufstellung beim Nostalgieduell weckte Jugenderinnerungen, die großen Stars der legendären EM-Elf von 1972 waren fast alle dabei: von der Torjägerikone Gerd Müller über die Torhüterlegende Sepp Maier bis zum Abwehrspezialist Berti Vogts. Alle deutschen Spieler, auch die Lichtgestalt des Fußballkaisers in dieser absonderlichen Montur mit langärmeligen Trikots und sparsamster Hosenbeinlänge.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Das WM-Endspiel wurde 2010 sogar wissenschaftlich analysiert. Die Ergebnisse zeigen aber lediglich eins: nämlich, dass man mit Statistik der Magie des Fußballs nicht beikommt. Viel treffsicherer diese Analyse aus berufenem Munde (Ewald Lienen): „Die Grundordnung ist ja nur da, wenn angepfiffen wird. Anschließend laufen alle durcheinander.“ Christine Jäckel

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