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Meisenheim

Bürger-Umfrage in Stadt und VG Meisenheim: 91,1 Prozent wollen Fusion mit VG Alsenz-Obermoschel

Mit überwältigender Mehrheit – mit 91,1 Prozent – haben sich die Bürger der Verbandsgemeinde Meisenheim für eine freiwillige, kreisübergreifende Fusion mit der VG Alsenz-Obermoschel ausgesprochen.

Stimmenauszählung am Montagmorgen im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde-Verwaltung Meisenheim: Einige Ortsbürgermeister nahmen eine Kontrollzählung vor, bevor der Ältestenrat am Abend das endgültige Ergebnis feststellte: 91,1 Prozent und damit klare Mehrheit für eine Fusion mit Alsenz-Obermoschel.
Stimmenauszählung am Montagmorgen im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde-Verwaltung Meisenheim: Einige Ortsbürgermeister nahmen eine Kontrollzählung vor, bevor der Ältestenrat am Abend das endgültige Ergebnis feststellte: 91,1 Prozent und damit klare Mehrheit für eine Fusion mit Alsenz-Obermoschel.
Foto: Roswitha Kexel

Meisenheim – Mit überwältigender Mehrheit – mit 91,1 Prozent – haben sich die Bürger der Verbandsgemeinde Meisenheim für eine freiwillige, kreisübergreifende Fusion mit der VG Alsenz-Obermoschel ausgesprochen.

Das Resultat deckt sich mit der Meinung eines Großteils der Bürger in der VG Alsenz-Obermoschel, die gern mit der VG Meisenheim fusionieren möchten. Dort hat die Bürgerinitiative „Alternative Fusion“ mehr als 2000 Unterschriften für dieses Vorhaben gesammelt und damit eine Voraussetzung für ein Bürgerbegehren geschaffen.

Am Montagmorgen und teilweise schon am Sonntag wurden von Mitarbeitern der Meisenheimer VG-Verwaltung und einigen Ortsbürgermeistern die Stimmzettel ausgewertet, die während einer 14-tägigen Bürgerbefragung vom 4. bis 17. Juni in der VG Meisenheim eingegangen waren. Mandatsträger aller politischen Fraktionen hatten die Stimmzettel in ihren Heimatorten persönlich verteilt und die Wahlberechtigten dazu befragt.

„An Fronleichnam war ich den ganzen Tag im Dorf unterwegs. Es hat mir richtig Spaß gemacht, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Einige Häuser hab’ ich mehrfach besucht, um die Stimmzettel abzuholen“, resümierte Joachim Blum, Ortsbürgermeister von Hundsbach. Er findet: „Es ist eine einmalige Sache, dass die Bürger mitentscheiden können. Auf dieses Ergebnis, das wir jetzt haben, muss die Landesregierung reagieren.“

Breitenheims Ortsbürgermeister Reiner Hill pflichtet ihm bei: „Das Land kann es sich nicht leisten, dieses eindeutige Bürgervotum zu übergehen.“ Reiffelbachs Dorfchef Manfred Stibitz zeigte sich positiv überrascht: „Die Menschen waren überwiegend sehr gut informiert. Die Mehrheit wusste, worum es geht und füllte den Stimmzettel gleich aus.“

Am Montag wurden die in kräftigem Orangerot gehaltenen Schriftstücke mehrfach gezählt und nach Dörfern sowie Pro und Kontra sortiert. Der Ältestenrat traf sich gestern Abend um 17 Uhr, um das Endergebnis festzustellen. 91,1 Prozent der gültigen Stimmen haben eine Zusammenführung der beiden Verbandsgemeinden befürwortet. Die Wahlbeteiligung lag bei 75,9 Prozent. Demnach haben insgesamt 4662 Bewohner der VG Meisenheim auf die Frage „Sind Sie mit einer Fusion der Verbandsgemeinde Meisenheim und Alsenz-Obermoschel im Kreis Bad Kreuznach einverstanden?“ mit „Ja“ geantwortet. 454 kreuzten dagegen das Feld „Nein“ an.

Jörg Vetter, Büroleiter der VG-Verwaltung Meisenheim, ist sicher: „Auf Grundlage dieses klaren Bürgerauftrages wird der Verbandsgemeinderat Meisenheim am 21. Juni die Fusion mit der VG Alsenz-Obermoschel beschließen.“ Somit könnte die Entscheidung für die „Hochzeit“ der beiden VGs noch innerhalb der Freiwilligkeitsphase fallen, die am 30. Juni endet.

In einer Presseerklärung der VG-Verwaltung heißt es: „Gleichzeitig erwartet der Ältestenrat, dass dieses deutliche Signal aus Meisenheim den VG-Rat der VG Alsenz-Obermoschel veranlasst, bei allem gebotenen Respekt vor der Souveränität dieses Gremiums die Überlegung zur Fusion mit der VG Rockenhausen, insbesondere auch mit Blick auf das dortige Bürgerbegehren zu überdenken.“

Außerdem zollen Meisenheims VG-Bürgermeister Alfons Schneider und die Fraktionen den Bürgern Anerkennung für das mit der Abstimmung gezeigte bürgerschaftliche Engagement für die gemeinsame Verbandsgemeinde. Ein besonderer Dank gilt auch den ehrenamtlichen Mandatsträgern in der VG Meisenheim, die entscheidend zum Gelingen dieser Abstimmung beigetragen haben. (kx)

Bad Kreuznach
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