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Mainz/Bad Kreuznach

Am Joker-Telefon bei "Wer wird Millionär": Was war da los, Herr Zillmann?

Na sowas: Carsten Zillmann, unser Carsten Zillmann, der in der Bad Kreuznacher Redaktion unserer Zeitung seit seinem 16. Lebensjahr gearbeitet hat, guckte uns am Montag aus dem Bildschirm entgegen: als Telefonjoker bei "Wer wird Millionär" – und das löste einen kleinen Shitstorm aus.

Foto: Screenshot: Ristow

Die ziemlich knifflige Sport-Frage an Kandidatin Roxanne von der Weiden war: „Welcher Verein übernahm kürzlich von Alemannia Aachen die Tabellenführung in der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga?“ (A: Erzgebirge Aue, B: Greuther Fürth, C: FC St. Pauli, D: MSV Duisburg).

Roxanne von der Weiden nahm erst mal den Fifty-Fifty-Joker und ließ Günter Jauch dann ihren Telefonjoker anrufen: den alten Schulfreund Carsten Zillmann, der sich beim Oeffentlichen seine ersten Zeilenhonorare in der Sportredaktion verdient hat und derzeit für die AZ in der Mainzer Sportredaktion arbeitet. Der 30-Jährige hatte zu entscheiden zwischen A und B, Erzgebirge Aue oder Greuther Fürth. Nach einem "Da muss ich erst mal überlegen" blieb es am Telefon zunächst still. Hmm. Aber dann, im letzten Moment, war er sich sicher: Greuther Fürth!

Das war dann auch die richtige Antwort und brachte die Kandidatin über die 64.000 Euro-Hürde. Alles super?

Wer die Sendung verpasst hat:

Hier erzählt Carsten Zillmann selbst:

Nicht ganz, denn im Internet ging es los: Hatte der Telefonjoker etwa in der Denkpause gegoogelt? Bild machte gleich eine fette Schlagzeile draus: "GESTERN BEI „WER WIRD MILLIONÄR?“ Hat ihr Telefon-Joker heimlich gegoogelt?" Und fasste dann noch einmal bei Zillmann nach: "GOOGLE-VORWURF BEI 'WER WIRD MILLIONÄR' So wehrt sich der Telefon-Joker".

Na ja, das haben wir dann auch getan und unseren Carsten Zillmann (dem wir alles zutrauen, vor allen Dingen, richtig zwischen zwei Sachen zu entscheiden) gefragt: Was war da los, Carsten?

Und das sagt der Ex-Kollege dazu: "Wenn es um 64.000 Euro geht, denkt man schon zweimal nach. Wichtig ist zu wissen: Man sieht die Frage ja nicht, sondern bekommt sie nur kurz vorgelesen und muss dann richtig liegen. Dass Fürth ganz erfolgreich war in Liga zwei war mir schnell klar. Aue hat man irgendwie nicht so auf dem Schirm. Dann fiel der Groschen. Ostverein, kann ja nicht lange dabei sein. Also: Fürth."

Na bitte.

Bettina Tollkamp

Was ist das denn überhaupt für ein Gefühl auf dem heißen Telefon-Joker-Stuhl? Darüber berichtet Carsten Zillmann in der Allgemeinen Zeitung so:

Damals war ich ziemlich aufgeregt, als das Handy klingelte: „Hallo hier ist Günther Jauch.“ Ok, super. Meine Freundin Roxanne von der Weiden – wir sind zusammen zur Schule gegangen – hat es also auf den Stuhl geschafft. Die Situation ist ziemlich abstrus. Man sitzt dort und muss sich für einen bestimmten Zeitraum bereit halten. Irgendwann kann es passieren. Vom Prozedere in Köln bekomme ich in Mainz natürlich Nullkommanull mit. Der Puls geht hoch, als Jauch erzählt, dass es um 64.000 Euro geht. Fußball? Schön. Da kann ich mich ja nur blamieren. Roxanne liest die Frage vor, ich sehe sie natürlich nicht. Die Sekunden ziehen. Als ich die Auswahl zwischen beiden Klubs höre – und vor allem realisiere, rattert es. Fürth? Ewig dabei. Aber war es nicht mal die Spvgg Greuther? Oder Vestenbergs...Egal. Aue? Mist, Aue? Achja, Ostklub. Kann kaum weit oben sein. Ich brauche zehn Sekunden für diese Erkenntnis, die mir zwei (!) Twitternutzer so auslegen: Der hat gegoogelt.

Bad Kreuznach
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