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    Zukunft der Paracelsus-Klinik in Bad Ems fraglich: Mutterkonzern beantragt Insolvenzverfahren

    Vor einer Woche noch hatte die Unternehmenssprecherin gegenüber unserer Zeitung eine finanzielle Schieflage bestritten, nun ist sie offiziell: Die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Osnabrück hat am gestrigen Donnerstag beim Amtsgericht Osnabrück einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Damit ist zumindest die langfristige Zukunft der Paracelsus-Klinik in Bad Ems fraglich.

    Die Paracelsus-Klinik Bad Ems gehört zu den medizinischen Grund- und Regelversorgern im Rhein-Lahn-Kreis. Foto: Tobias Lui
    Die Paracelsus-Klinik Bad Ems gehört zu den medizinischen Grund- und Regelversorgern im Rhein-Lahn-Kreis.
    Foto: Tobias Lui

    Das Insolvenzverfahren war nach Angaben des Unternehmens notwendig geworden, „damit der Klinikverbund mit 40 Einrichtungen an 23 Standorten die Chancen einer nachhaltigen Sanierung im Interesse seiner Patienten, Mitarbeiter und Gläubiger nutzen könne“, wie es in einer Mitteilung heißt.

    Die Geschäftsführung wird von den beiden Restrukturierungs- und Sanierungsexperten Rechtsanwalt Andreas Ziegenhagen und Rechtsanwalt Daniel F. Fritz als Generalbevollmächtigte beraten. Ziel ist sei es, die Klinikgruppe durch eine nachhaltige Sanierung für die Herausforderungen des Gesundheitsmarktes aufzustellen und eine optimale Gesundheitsversorgung für Patienten sowie weiter gute moderne und sichere anzubieten.

    Der Klinikbetrieb laufe an allen Standorten und in allen Abteilungen unverändert weiter, versichert die Kozersprecherin Simone Hoffmann. „Die medizinische, therapeutische und pflegerische Versorgung ist uneingeschränkt gesichert.“ Auch für die Mitarbeiter ändere sich zunächst einmal nichts, Löhne und Gehälter der rund 5200 Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld garantiert. Die Entscheidung über die Eigenverwaltung sei ein starkes Signal des Gesellschafters, erklärt Sanierungsexperte Ziegenhagen. „Wir sehen diesen Schritt als Chance. Eine Chance, die wir aus Verantwortung gegenüber den Patienten, den Mitarbeitern und auch aufgrund des Versorgungsauftrags, den die Paracelsus-Kliniken in ihren Regionen haben, nutzen werden.“ Der eingeschlagene Weg der Sanierung in Eigenverwaltung ermögliche der Klinikgruppe eine konsequente Restrukturierung und tragfähige Fortführungsperspektive in kurzer Zeit.

    In den kommenden Monaten will die Eigenverwaltung gemeinsam mit dem Management an einem konkreten Sanierungsplan arbeiten und diesen konsequent umsetzen. Diesen Kurs unterstützt die Arbeitnehmervertretung ausdrücklich: „Wir werden den eingeschlagenen Weg in vollem Umfang und mit vollem Engagement unterstützen“, betont Gesamtbetriebsratsvorsitzende Sylvia Tausche. Der Sanierungsbedarf der Gruppe war entstanden, nachdem einzelne Standorte erhebliche Verluste geschrieben haben – vor allem die Akutkliniken wie die auf der Bad Emser Höhe. „Dadurch ist die gesamte Klinikgruppe in finanzielle Schieflage geraten“, schreibt die Pressestelle. „Nun sollen im Zuge der Restrukturierung die defizitären Einrichtungen neu aufgestellt werden.“

    Tobias Lui

    Bad Ems Lahnstein
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