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Rhein-Lahn

Vogelzählung: Im Rhein-Lahn-Kreis hat der Haussperling den Schnabel vorn

In den Gärten im Rhein-Lahn-Kreis zwitschern einer Zählung zufolge wieder mehr Wintervögel. Haussperling, Meise und Amsel kommen nach Angaben des Naturschutzbunds (Nabu) am häufigsten vor. Das ist nach Angaben der Umweltschutzorganisation das Zwischenergebnis einer Zählung, zu der der Nabu aufgerufen hatte. Bürger sollen dabei bundesweit eine Stunde lang Vögel im Garten, Park oder auf dem Balkon beobachten und die Daten melden.

Foto: dpa

Im Rhein-Lahn-Kreis stieß das offenbar auf große Resonanz: 210 Vogelfreunde beteiligten sich und zählten in 151 Gärten 6338 Vögel. Ganz vorn lag der Haussperling (1059), gefolgt von der Blaumeise (963), der Kohlmeise (920) und der Amsel (499). Dahinter folgen der Feldsperling (368), der Star (316), die Elster (298), der Buchfink (260) und der Kleiber (148).

„Von den meisten Arten wurden bei der Stunde der Wintervögel in diesem Jahr wieder ähnlich hohe Zahlen gemeldet wie im langjährigen Durchschnitt“, sagt Kerstin Schnücker vom Nabu Rheinland-Pfalz. „Die besonders geringen Vogelzahlen vom Vorjahr waren also ein Ausreißer und haben sich zum Glück nicht wiederholt.“ Während die Zahl der gemeldeten Wintervögel pro Garten deutschlandweit im langjährigen Trend leicht rückläufig ist, zeigt sich Rheinland-Pfalz dieses Jahr als besonders beliebtes Winterquartier. „Nach den bisherigen Zwischenergebnissen wurden in diesem Jahr gut 44 Vögel pro Garten gesichtet. Der langjährige Durchschnitt liegt in Rheinland-Pfalz bei 41. Im vergangenen Jahr waren es nur 34 Vögel“, sagt Kerstin Schnücker.

An den bisher erfassten Meldungen zeigen sich Auswirkungen des milden Winters auf das Zugverhalten einiger Teilzieher. „Die Zahl der Stare, die in schon im vergangenen Jahr vermehrt in Rheinland-Pfalz überwinterten, ist in diesem Jahr doppelt so hoch wie im langjährigen Durchschnitt. Auch eigentliche Zugvögel wie Bachstelzen und Hausrotschwänze wurden häufiger gemeldet als sonst“, so Schnücker. „Durch die milden Winter der vergangenen Jahre können diese Arten vermehrt erfolgreich bei uns überwintern. Gleichzeitig ließen sich Meisen, Finken und Eichelhäher diesmal nicht davon abhalten, aus dem Norden und Osten zu uns zu ziehen. Mildes Wetter reicht allein nicht aus, um eine geringe Zahl an Wintervögeln in den Gärten vorherzusagen. Auch Faktoren wie das Wetter in anderen Teilen Europas und das Angebot an Baumsamen im Wald spielen eine Rolle.“ So zog es auch Kernbeißer und Kleiber, die 2017 in den Wäldern mehr Fressen fanden, dieses Jahr wieder vermehrt in die Gärten.

Bei den Teilnehmerzahlen der Stunde der Wintervögel geht es offenbar weiter nach oben. Mit bisher mehr als 5000 Teilnehmern, die ihre Sichtungen aus über 3500 Gärten und Parks dem Nabu in Rheinland-Pfalz gemeldet haben, deutet sich erneut ein Rekord an.

Beobachtungen können per Post (Nabu, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin) oder online noch bis zum 15. Januar gemeldet werden unter www.stundederwintervoegel.de

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