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Nastätten

Stadtumbau in Nastätten: 10 Punkte, die die Bürger beschäftigen

Für den Stadtumbau in Nastätten werden in Workshops Kritik, Lob und Anregungen gesammelt. Tempolimit, Fußgängerzone oder Sicherheit für Passanten: Zehn Punkte, die die Teilnehmer angesprochen haben:

Bei Gegenverkehr wird es eng in der Oberstraße.  Foto: Norbert Schmiedel
Bei Gegenverkehr wird es eng in der Oberstraße.
Foto: Norbert Schmiedel

1 Gefährliche Engstelle in der Oberstraße: Eine Anwohnerin der Oberstraße machte die Engstelle dort sofort als Gefahrenpunkt aus. In den vergangenen sieben Jahren habe sie dort etwa 30 Unfälle mitbekommen. Um die Oberstraße sicherer zu machen, wurden in der Arbeitsgruppe mehrere Vorschläge gemacht: eine stationäre Geschwindigkeitskontrolle, eine Einbahnstraße stadtauswärts, breitere Gehwege sowie ein Zebrastreifen an der Bushaltestelle.

2 Parken und Belastung in der Rheingaustraße: „Bei uns in der Rheingaustraße stehen tagelang Autos von Leuten, die nicht dort wohnen“, merkte ein Anwohner an. Teils würden Fahrgemeinschaften gebildet, um von Nastätten aus gemeinsam weiterzufahren. Sein Vorschlag: Park-and-Ride-Parkplätze an „neuralgischen Punkten“ außerhalb der Stadt. Als problematisch wurden auch die Raser in der Rheingaustraße betrachtet sowie der Schulbusverkehr. Eine weitere Anregung war, die Einmündung der Rheingaustraße auf die B 274 verkehrsberuhigend umzugestalten. Genannt wurden hier ein großer Blumenkübel, aber auch Poller oder Grünstreifen. Des Weiteren wurde vorgeschlagen, die Straße zu einer Einbahnstraße stadtauswärts zu machen. In der Gruppe entstand die Idee eines Verkehrsentlastungskonzepts für stark befahrene Straßen wie die Rheingau-, die Rhein-, die Römer- und die Oberstraße.

Der Wochenmarkt könnte auf den autofreien Kirchplatz wandern.
Der Wochenmarkt könnte auf den autofreien Kirchplatz wandern.
Foto: Norbert Schmiede

3 Ein verkehrsfreier Marktplatz: Während des Wochenmarkts würden Autofahrer zu wenig Rücksicht auf die Marktbeschicker und deren Kunden nehmen. Die Einkäufer seien durch den Verkehr auf dem Platz gefährdet. „Wenn der Platz verkehrsfrei wäre, wäre es ein Platz, auf dem man sich gern aufhalten würde“, meinte eine Dame. Eine andere Workshop-Teilnehmerin schlug vor, den Markt auf den Kirchplatz zu verlagern.

4 Genug Parkplätze, gute Busanbindung: Als positive Aspekte in Sachen Verkehr führten die Workshop-Teilnehmer die vielen kostenfreien Parkplätze in der Stadt auf, aber auch die guten Busverbindungen Richtung Koblenz und Wiesbaden sowie den Seniorenbus.

5 Mehr Sicherheit für Fußgänger: „Als Fußgänger in Nastätten unterwegs zu sein, ist einfach gefährlich“, meinte ein Workshop-Teilnehmer. So gebe es beispielsweise keine Möglichkeit, sicher vom „Küchen Wolf“ Richtung Bahnhof zu laufen, weshalb ein Zebrastreifen vor der Pizzeria „La Gondola“ vorgeschlagen wurde. Weitere Zebrastreifen wünschten sich die Bürger an der Kreuzung am Adolfsplatz sowie in der Hoster auf Höhe der Arbeitsagentur und von Immobilien Zimmermann.

Ein Vorschlag: die Römerstraße zur Fußgängerzone machen.
Ein Vorschlag: die Römerstraße zur Fußgängerzone machen.
Foto: Norbert Schmiede

6 Römerstraße als Fußgängerzone: Das urbane Leben in Nastätten sei gestört durch den Verkehr, meinte ein Teilnehmer. So sahen es auch andere aus der Gruppe. Eine Dame brachte das Anliegen vor, nicht nur den Marktplatz, sondern auch die Römerstraße als verkehrsfreien Bereich zu gestalten, und diese in eine Fußgängerzone umzuwandeln. Ein Vorschlag, der nicht auf Gegenrede stieß und in die Ideenliste aufgenommen wurde.

7 Überall Tempo 30 in der Innenstadt: Nirgendwo in der Innenstadt gibt es ein Tempolimit, kritisierte eine Teilnehmerin. Wenn man abends beim Marktplatz noch ein Eis esse, fahre manch Autofahrer mit einer Geschwindigkeit vorbei, „dass einem das Eis vom Teller fliegt“, so die Dame. Um den Verkehr zu beruhigen, würden Workshop-Teilnehmer gern Tempo 30 im gesamten Innenstadtbereich einführen.

Der Kreisel in der Rheinstraße ist in Stoßzeiten überlastet.
Der Kreisel in der Rheinstraße ist in Stoßzeiten überlastet.
Foto: Norbert Schmiede

Weitere Anregungen zum Thema Verkehr nimmt Christoph Bökenbrink vom Planungsbüro WSW & Partner unter der E-Mail-Adresse cboekenbrink@wsw-partner.de entgegen.

8 Überlasteter Kreisel an der Rheinstraße: Beklagt wurden in der Arbeitsgruppe die Staus in der Rheinstraße zu Stoßzeiten. Der Kreisverkehr sei überlastet. Ein Kritikpunkt war auch der angebrachte Spiegel an der Schnittstelle zwischen Rhein- und Bundesstraße. „Wer von Holzhausen kommt, kann den Kreisel super einsehen und rast durch“, so ein Herr aus der Runde. Als Lösungsansatz schlug die Gruppe auch hier ein Verkehrsentlastungskonzept für die Rhein-, die Rheingau-, die Römer- und die Oberstraße vor. Stadtbürgermeister Joachim Rzeniecki verwies auf die Möglichkeit einer Entlastungstangente zwischen dem Lidl-Kreisel und der Bundesstraße.

9 Fehlendes sicheres Radwegenetz: „Man könnte viel mehr mit dem Rad machen, aber man hat ja Angst, dass man umgefahren wird“, meinte eine Teilnehmerin. Auch ein Vater eines Teenagers sprach das Thema Radwege an. Er warf die Frage auf, wie die Jugendlichen sicher von der Innenstadt ins Schwimmbad gelangen sollen. Hier fehle aus seiner Sicht ein Radweg. „Die werden platt gefahren“, befürchtete der Mann.

10 Blindenquerungen an ungünstigen Stellen: In Nastätten gibt es bereits mehrere Straßenübergänge für Blinde und Menschen mit Gehbehinderung. Aber: „Der Bordstein ist an den gefährlichsten Stellen herabgesetzt“, kritisierte ein Herr. Die Gefahr, angefahren zu werden, sei dort aus seiner Sicht hoch.

Cordula Sailer

Weiterer Informationstag

Für Donnerstag, 16. August, ist in Nastätten ein Informationstag für Bürger geplant, die Fördermittel für private Sanierungsmaßnahmen beantragen wollen. Das Planungsbüro WSW & Partner wird an diesem Tag von 10 bis 16 Uhr vor Ort sein.

Für Einzelgespräche stehen etwa 30 Minuten zur Verfügung. Termine werden über die Stadtverwaltung unter der Telefonnummer 06772/802 82 vergeben.

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