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    Mittelrhein

    Konzept für Buga 2031 auf der Zielgerade: Smartphone soll Besucher durchs Welterbe führen

    Ein Blick in die Zukunft, genauer auf den Freitag, 30. Mai 2031, vor dem Pfingstwochenende: Familie Schmidt in Frankfurt am Main will zur Zeit der Rosenblüte bis Sonntag die Buga im Welterbe Oberes Mittelrheintal besuchen und den Montag noch zu Hause verbringen. Das Architekten-Ehepaar fährt mit seinen drei Töchtern im Zug nach Koblenz, wo das Buga-Wochenende beginnt.

    Am Abend fährt die Familie mit der Seilbahn hoch zur Festung Ehrenbreitstein, wo auch ein Konzert im Rahmen des Buga-Programms stattfindet.

    Mit E-Bikes ins Tal

    Nach einer Übernachtung im Hotel geht es am Samstagmorgen auf E-Bikes von einer Anmietstation auf dem Radweg an der B9 in Richtung Süden. Alle Infos über Tickets, Standorte, Kalender, Veranstaltungen, Gastronomie oder Transport können sie jederzeit über die Buga-App abrufen. Das dafür nötige Smartphone der neuesten Generation, das man einfach um das Handgelenk tragen kann, hat jedes Familienmitglied dabei. Über diese App können sie auch noch unterwegs entweder eine generelle Buga-Card für einen frei wählbaren Zeitraum oder einzelne Angebote, Veranstaltungen und Fahrten buchen.

    Ausstellungsschiff und Wassertaxi

    Als Nächstes besuchen die Schmidts ein Ausstellungsschiff, das unterhalb von Schloss Stolzenfels vor Anker liegt. Beim Weiterradeln weckt die Marksburg das Interesse der Töchter. Deshalb fahren alle fünf mit dem Wassertaxi hinüber nach Braubach zur Burgbesichtigung und anschließend wieder zurück. Am Tagesziel Oberwesel freut sich Frau Schmidt über das große Buga-Ausstellungsgelände oberhalb der Stadtmauer mit vielen Rosen. Abends bewundern sie das Rheinleuchten auf der Burg Pfalzgrafenstein und genießen ein Menü mit regionaler Küche, Mittelrheinwein und Mittelrheinkirschsaft, bevor sie in Kaub übernachten.

    Fahrgastschiff, Fähre und Bahn

    Am Sonntagmorgen geht es mit dem Fahrgastschiff weiter nach Bacharach. Neben einer weiteren Ausstellungsfläche bewundern sie die historische Altstadt. Dann geht es mit dem Schiff weiter zu einer Veranstaltung am Binger Kulturufer. Von dort aus setzen die Schmidts mit der Fähre nach Rüdesheim über, spazieren nach einer Fahrt mit der Sesselbahn noch über das Niederwalddenkmal und fahren am Sonntagabend mit dem Zug nach Frankfurt zurück.

    Viele Zielgruppen

    Die Buga-App der Zukunft zeigt übrigens Rubriken für viele Zielgruppen: Classic (Schwerpunkt Ausstellungen), Aktiv (Wandern, Radfahren, Wassersport), Familie, Kids/Schulklassen, Kultur (Veranstaltungen, Denkmäler, Geschichte) und Gourmet (Wein, regionale Küche). Damit führt die App aus dem Jahr 2031 zurück in 2017, wo gerade die vom Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal beschlossene und vom Innenministerium in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zur Buga 2031 erstellt wird. In der jüngsten Verbandsversammlung in Auel stellte Andreas Runze vom Planungsteam die fiktive Buga-Reise vor. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem gesamten Welterbe und nicht auf den geplanten saisonalen Schwerpunkten im nördlichen, zentralen und südlichen Tal mit der Loreley-Freilichtbühne als weiteren zentralen Veranstaltungsort. Mit der saisonalen Aufteilung sollen vor allem auch Tagesbesuche ermöglicht werden.

    Das ganze Welterbe-Tal bespielen

    Laut Clas Scheele vom Büro RMP Lenzen, das die Studie federführend gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz betreut, geht es mit der Planung auf die Zielgerade. In den vergangenen Wochen konnten die Kommunen digital potenzielle Veranstaltungsflächen für das Buga-Puzzle im 67 Kilometer langen Welterbetal melden. Mindestens 50 Hektar müssen es laut Vorgabe der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft sein. Von 26 Kommunen, darunter auch Höhengemeinden, sind insgesamt 50 Vorschläge eingegangen. „Unser Ziel, mit der Buga wirklich die gesamte Welterbekulisse zu bespielen, ist mit diesen Flächenvorschlägen auch tatsächlich erreichbar“, freut sich Scheele. „Die meisten davon kannten wir auch schon.“

    Schifffahrt: Entwurf wird Bürgermeistern und Räten vorgestellt

    Der Entwurf des Konzepts zur Durchführung der Buga 2031 soll Bürgermeistern und Ratsmitgliedern bei einer Bootsfahrt am Samstag, 7. Oktober, vorgestellt und anschließend diskutiert werden. Dabei geht es nicht nur um die Schauplätze, sondern auch um Organisationsform sowie geschätzte Kosten und Finanzierung – auch für die einzelnen Kommunen. Bei Letzteren muss zwischen den Investitionen im Tal sowie den Kosten und Einnahmen der Großveranstaltung Buga 2031 unterschieden werden. Die Amts- und Mandatsträger können sich zu Fahrten ab Rüdesheim (8.30 Uhr) oder Koblenz (8.45 Uhr) im Internet anmelden unter der Adresse https://goo.gl/47wn4P.

    Entscheidung am 28. November

    Als Vorstandsteam wiedergewählt sind (von links) Marlon Bröhr, Frank Puchtler und Karl Ottes.
    Als Vorstandsteam wiedergewählt sind (von links) Marlon Bröhr, Frank Puchtler und Karl Ottes.
    Foto: aj

    Nach abschließender Bearbeitung soll die Machbarkeitsstudie in einer Verbandsversammlung am 28. November vorgestellt und über die offizielle Bewerbung entschieden werden. Vertreter einiger Kommunen fragten wegen haushaltsrechtlicher Bedenken nach. Sie sind hoch verschuldet und müssen sich freiwillige Ausgaben wie für eine Buga von der Kommunalaufsicht genehmigen lassen. Vorsteher Frank Puchtler ist zuversichtlich, dass dazu eine Vereinbarung für die gemeinsame Infrastrukturmaßnahme im Oberen Mittelrheintal getroffen werden kann.

    Weitere Infos zur Buga gibt es auch unter  www.buga2031.blog

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Vorstand des Welterbe-Zweckverbandes für weitere zweieinhalb Jahre gewählt

    Für die kommenden zweieinhalb Jahre ist der Vorstand des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal wiedergewählt worden.

    Die Verbandsversammlung votierte einstimmig dafür, dass der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler, im Amt des Vorstehers bleibt. Ebenfalls einstimmig wurde der Welterbe-Dezernent des Rheingau-Taunus-Kreises, Karl Ottes, als Stellvertreter gewählt. Eine Gegenstimme erhielt der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Marlon Bröhr, der in Abwesenheit als Stellvertreter bestätigt wurde, weil er wegen anderer Verpflichtungen verreist war. aj

    Klares Signal der DBG: Ja zur Buga 2031 im Welterbe Oberes MittelrheintalMachbarkeitsstudie: Wie die Buga 2031 das ganze Welterbe bespielen sollProjektbausteine: Module der dezentralen Buga 2031Einstimmiges Votum: VG Loreley will Buga 2031 am MittelrheinEinstimmiges Votum für Bewerbung: VG Loreley will die Buga 2031 am Mittelrheinweitere Links
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