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    Rettershain/Lautert

    Gülle-Unglück: Riesen Sauerei in Lautert und Rettershain

    Es ist eine riesengroße Sauerei, die sich am Montagmorgen in Rettershain und Lautert ereignet hat - im wahrsten Sinne des Wortes. Häuser, Straßen und sogar Menschen wurden Opfer eines Gülle-Unglücks.

    Was war geschehen? Nach ersten polizeilichen Ermittlungen war ein niederländischer Gülletransporter auf der Landesstraße 337 aus Richtung Nastätten in Richtung St. Goarshausen unterwegs. Offensichtlich aufgrund eines technischen Defekts öffnete sich bei dem fahrenden Tanklastzug das Ablassventil des Aufliegers. Daraufhin spritzte die stinkende Masse nur so in der Gegend herum. Insbesondere die Hauptstraßen der beiden Gemeinden wurden dadurch großflächig verschmutzt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte der Transporter 26.000 Liter Gülle geladen.

    Der Vorfall hatte sich gegen 7 Uhr ereignet. Eine Vielzahl von Meldungen gingen anschließend bei der Polizei in St. Goarshausen ein. Auch Stunden danach sind die Folgen des Gülle-Unglücks noch spürbar. Es stinkt. Fassaden, Fahrzeuge, Schilder: Einfach alles ist braun gesprenkelt. "Moderne Kunst", macht Winfried Werner aus Rettershain gute Miene zum bösen Spiel. Sein Eckhaus ist besonders stark in Mitleidenschaft gezogen. Wie es jetzt genau weitergeht, weiß er noch nicht. Seine eigene Versicherung werde den Schaden nicht übernehmen. Dafür müsse der Verursacher beziehungsweise dessen Haftpflicht geradestehen.

    Unterdessen hat seine Stieftochter damit begonnen, zumindest die Fenster sauber zu machen. Zuvor hatte sie erst noch ihre eigene Tochter in die Schule gefahren. Wie andere Kinder auch, stand das Mädchen gerade an der Bushaltestelle, als der Gülletransporter vorbeigefahren ist. Es sei total eingesaut gewesen und musste erst einmal unter die Dusche.

    Auch in Lautert sind überall Hochdruckreiniger im Einsatz. Das wichtigste Werkzeug an diesem Morgen. "Jetzt kriegt man das Zeug noch gut ab", sagt Heinz Schumacher, der seinen Nachbarn tatkräftig unter die Arme greift. Während in Lautert (von Nastätten kommend) vor allem die linke Seite entlang der Hauptstraße verschmutzt ist, hat es Rettershain rechts erwischt. Die Straßenmeisterei Bogel hat ebenfalls umgehend zu Wasser und Schrubber gegriffen, um Verkehrszeichen von der Gülle zu befreien.

    Die Schadenshöhe ist nach Angaben der Polizei noch nicht bekannt. Sie dürfte allerdings erheblich sein. Gleichzeitig bitten die Beamten Betroffene und Geschädigte, die entstandenen Schäden bei ihren zuständigen Ortsbürgermeistern zu melden.

    Von Markus Eschenauer

    Gülle-Opfer können auf Schadensersatz hoffen
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