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    Bad Ems

    Gewerbeverein Bad Ems plus hofft auf einen Neustart

    Hat der Gewerbeverein Bad Ems plus noch eine Zukunft? Und wenn ja, was muss sich ändern, damit der Verein weiter bestehen kann? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung zur Neuausrichtung des Gewerbevereins, zu der mehr als 40 Gäste ins Gasthaus „Alt Ems“ gekommen waren. Das Beratungsbüro Wirtschaft aus Lahnstein präsentierte dort ein Konzept, wie die Zukunft des Vereins aussehen könnte. Neben Vorstand und Mitgliedern des Gewerbevereins waren unter anderem die Erste Kreisbeigeordnete Gisela Bertram, der Regionalgeschäftsführer der IHK-Geschäftsstelle Montabaur, Richard Hover, und der Bad Emser Ortsbürgermeister Berny Abt gekommen.

    Viele Interessierte waren zur Neuausrichtung von Bad Ems plus ins „Alt Ems“ gekommen – Sebastian Müller präsentierte das Konzept. Foto: D. Metzmacher
    Viele Interessierte waren zur Neuausrichtung von Bad Ems plus ins „Alt Ems“ gekommen – Sebastian Müller präsentierte das Konzept.
    Foto: D. Metzmacher

    „Es gibt zwei Möglichkeiten“, stellte Markus Wieseler, Zweiter Vorsitzender von Bad Ems plus, bereits vor der Veranstaltung klar. „Entweder alle ziehen jetzt an einem Strang – oder der Verein stirbt.“ Es sei vor allem wichtig, zu erklären, warum das Bestehen von Bad Ems plus so bedeutend ist, so Wieseler: Immerhin würde jedes Emser Gewerbe sieben Prozent seines Gewinns an Fremdenverkehrsbeiträgen zahlen. Was damit passiert, entscheidet das Stadt- und Touristikmarketing Bad Ems – und hier hat Bad Ems plus eine Stimme im Vorstand. „Geht unser Verein, kaputt, geht damit auch der Einfluss des Gewerbes verloren“, sagt Wieseler überzeugt. Aber eine „One-Man-Show“ dürfe Bad Ems plus in Zukunft nicht sein,. „Nur gemeinsam können wir die großen Herausforderungen anpacken.“

    Rüdiger Glodek, Kassierer und Schatzmeister von Bad Ems plus, schätzte die Anzahl potenzieller Mitglieder in der Verbandsgemeinde auf 200 bis 300, aktuell seien aber nur 40 bis 50 dabei. „Viel zu wenig“, meint Glodek, und nannte die wichtigsten Ziele der Veranstaltung: „Mitglieder gewinnen und die Aufgaben auf mehr Schultern verteilen.“

    Die Präsentation des neuen Konzeptes übernahm Sebastian Müller, der Prokurist des Beratungsbüros, das bereits dem Lahnsteiner Gewerbeverein Lahnstein Aktiv eine Neuausrichtung ermöglicht hat. Müller stellte die Bedeutung von Netzwerken unter Unternehmen einer Region heraus und lieferte Beispiele von Erfolgsgeschichten aus der ganzen Bundesrepublik.

    Abseits der Veranstaltung äußerte sich Ortsbürgermeister Berny Abt gegenüber unserer Zeitung zur wechselhaften Vergangenheit des Vereins. „Wenig Hoffnung“ habe er für den Neustart von Bad Ems plus. Den jetzigen Vorstand treffe daran jedoch keine Schuld. „Es wurde viel getan und es ist doch gescheitert“, sagte Abt. „Es kommt auf die Gemeinschaft und das Engagement der Menschen an. Wenn sich nicht gründlich etwas ändert, hat der Verein keine Chance.“ Doch was muss getan werden, was braucht der Verein und was kann er seinen Mitgliedern bieten? Ein zentrales Ziel, so Müller, sei die Verbreiterung des Vorstandes mit Spezialaufgaben wie Marketing, Organisation und Veranstaltungen. Drei Unternehmer sind derzeit im Vorstand von Bad Ems plus – „das müssen mehr werden“. Ein zweites Ziel sei die Schaffung von Arbeitskreisen, die sich mit Themen wie Hotel und Gastro, Einzelhandel oder Handwerk befassen. Als letzten Pfeiler nannte Müller regelmäßige Netzwerktreffen. Es könne zum Beispiel ein Unternehmerfrühstück geben oder Betriebsbesichtigungen, ein Sommerfest oder Vorträge der Unternehmensberatung, der IHK und der Unternehmen im Verein. Das Wirtschaftsbüro hatte im Vorfeld eine nicht-repräsentative Umfrage unter 100 Unternehmen im Kreis gemacht und die Frage gestellt: „Halten Sie einen Gewerbeverein in der Verbandsgemeinde Bad Ems grundsätzlich für sinnvoll?“ 75,9 Prozent sagten Ja. Die gleiche Frage wurde auch den Teilnehmern der Veranstaltung im „Alt Ems“ gestellt – hier sprachen sich am Ende 96,7 Prozent für einen Gewerbeverein aus.

    Gemeinsame Präsentationen und Marketingmaßnahmen, gegenseitige Hilfe, regelmäßiger Austausch, werbewirksame Veranstaltungen – Müller nannte viele Beispiele, wie alle von einem funktionierenden Gewerbeverein profitieren können. Bestes Beispiel sei das Baargassenfest, das bereits fünf Mal vom Gewerbeverein erfolgreich durchgeführt wurde. „Mehr davon“, so Müllers dringender Appell. Doch egal, wie gut das Konzept sei: Die Unternehmer in der Verbandsgemeinde müssten sich stärker einbringen. „Es kommt auf Sie an!“

    Der Prokurist ergänzte, dass die Auftaktveranstaltung lediglich eine „Impulszündung“ sein dürfe. Er glaube aber, dass es funktioniere. Daher ist er auch selbst Neumitglied im Vorstand von Bad Ems plus. „Um ein Zeichen zu setzen, aber auch um über den Konzeptentwurf hinaus am Geschehen des Vereins mitzuwirken.“ Markus Wieseler zeigte sich zufrieden mit dem präsentierten Konzept. „Es ist die letzte Chance für den Verein.“ Es könne nur funktionieren, wenn alle zusammenhalten und sich mehr Unternehmen in Bad Ems einbringen und helfen, die gemeinsamen Herausforderungen zu bewältigen.

    Von unserem Mitarbeiter
    David Metzmacher

    Bad Ems Lahnstein
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