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    MittelrheinBuga soll Lust auf eine Reise ins Welterbe machen: Projektfahrplan im Zweckverband vorgestellt

    Weinbau an Steilhängen, mehr als 40 Burgen und Schlösser, blühende Kirschbäume, historische Ortskerne sowie der Rhein als verbindendes Element über 67 Kilometer von Rüdesheim bis Koblenz: Einige Höhepunkte bietet das Welterbe Oberes Mittelrheintal mit der Loreley als Wiege des Tourismus in Deutschland bereits. Aber auch die massiven Defizite in Antlitz und Infrastruktur sind vielerorts unübersehbar. Wie eine Buga 2031 dazu beitragen kann, diese Defizite zu beheben, soll die Machbarkeitsstudie klären, die bis Ende November erarbeitet wird. Mitarbeiten sollen nicht nur die 50 Gastgeberkommunen, sondern auch die Bürger.

    Der Blick auf Bacharach gehört zu den schönen Seiten des Oberen Mittelrheintals: Weinberge, Burgen, historische Ortskerne und Ausflugsschiffe auf dem Rhein sind Aushängeschilder des Welterbes. Aber andernorts gilt es, noch viele Defizite bis zur Buga 2031 zu beseitigen.
    Der Blick auf Bacharach gehört zu den schönen Seiten des Oberen Mittelrheintals: Weinberge, Burgen, historische Ortskerne und Ausflugsschiffe auf dem Rhein sind Aushängeschilder des Welterbes. Aber andernorts gilt es, noch viele Defizite bis zur Buga 2031 zu beseitigen.
    Foto: Andreas Jöckel (Archiv)

    Bei einer Versammlung des Welterbe-Zweckverbandes im Hotel Blüchertal in Bacharach haben sich die Vertreter der Mitgliedskommunen über das Vorgehen und den Zeitplan für die kommenden neun Monate informiert. Dazu begrüßten Vorsteher Frank Puchtler (Landrat Rhein-Lahn) und Vorstand Karl Ottes (Beigeordneter Rheingau-Taunus) neben zahlreichen Bürgermeistern unter anderem auch Landrat Alexander Saftig (Mayen-Koblenz) und den Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig. Vorstand Marlon Bröhr (Landrat Rhein-Hunsrück) ließ sich entschuldigen.

    Bundesgartenschau-Gesellschaft bekräftigt Schulterschluss

    Nach dem einstimmigen Beschluss des Zweckverbandes für eine Machbarkeitsstudie als Bewerbung für die Buga 2031 im September vergangenen Jahres bekräftigte Geschäftsführer Jochen Sandner jetzt erneut die Bereitschaft der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG), das Projekt gemeinsam mit den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen sowie den Kommunen im Welterbe zu stemmen. Für die DBG könnte das spannende Vorhaben am Mittelrhein zu einem internationalen Vorzeigeprojekt werden. Einen vergleichbaren integrierten, regionalen Entwicklungsprozess stößt die DBG im Ruhrgebiet entlang der Emscher in Form einer Internationalen Gartenschau 2027 an. „Aus den Erfahrungen dort wird man sicherlich auch für den Mittelrhein einige Schlussfolgerungen ziehen können“, vermutet Sandner. An dem Nebenfluss des Rheins geht es auch um eine Veranstaltung über gut 70 Flusskilometer mit fünf großen Städten und vielen kleineren Kommunen. Die Leitidee entlang der Emscher lautet: Wie wollen wir morgen leben?

    Lebenswertes Tal als Motivation

    Genau diese Leitidee steht auch hinter der Motivation, im Oberen Mittelrheintal auf eine gemeinsame Großveranstaltung hinzuarbeiten: Touristen ein großartiges Erlebnis zu bieten und mit der verbesserten Infrastruktur und Wirtschaftskraft den Alltag für die Menschen im Tal lebenswerter zu machen – um Leerstände zu beseitigen und aussterbende Orte wiederzubeleben. Tatsächlich kam dieser Prozess laut Rainer Zeimentz von der Entwicklungsagentur (EA) Rheinland-Pfalz, die das Projekt begleitet, schon in den vergangenen Monaten in Gang. Zahlreiche Bürgermeister hätten sich mit Ideen bei der EA gemeldet. Diese kommunalpolitischen Überlegungen seien hilfreich, weil sie das Gesamtkonzept für die nächsten 15 Jahre bereichern können.

    Gezielte Investitionen in akttraktive touristische Angebote

    Aber Zeimentz gibt zu bedenken: „Die Buga ist nicht einfach die Fortsetzung der Dorfverschönerung mit anderen Geldern.“ Vielmehr gehe es um klar strukturierte Investitionen in die Entwicklung der Tourismuswirtschaft, „weil wir in vielen Orten der Region davon ausgehen müssen, dass wir in den kommenden Jahrzehnten auch vom Tourismus leben müssen.“ Im Jahr 2032 gehe der stärkste deutsche Babyboomer-Jahrgang 1964 in Rente. Nicht zuletzt für diese Altersgruppe müssten interessante Angebote geschaffen werden, damit sie gern in der Region Urlaub machen. Dabei gelte es auch, attraktive Angebotspakete zu schnüren, die mit der internationalen Konkurrenz an Urlaubszielen Schritt halten können.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Konzept für Buga 2031 auf der Zielgerade: Smartphone soll Besucher durchs Welterbe führenKonzept für Buga 2031 auf der Zielgerade: Smartphone soll Besucher durchs Welterbe führenFotos: Eine fiktive Reise durchs Welterbe zur Buga 2031Treff zum Thema Buga-Beirat: Denkfabrik fürs Welterbe könnte künftig auf dem Mittelrhein schippernBuga-Freunde 2031 sind jetzt gemeinnützig - Verein will Arbeit jetzt ausweitenweitere Links
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