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    11,4 Millionen Euro für den Mittelrhein: Zuschüsse sollen Welterbe weiter entwickeln

    Mit hohen Fördersummen von Bund und Land sollen Projekte im Mittelrheintal weiter vorangebracht werden. Für die Neugestaltung des Loreley-Plateaus gibt es insgesamt 9 Millionen Euro, für die Koblenzer Festungsanlagen 2,4 Millionen Euro.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Bundesbauministerin Barbara Hendricks (4. von rechts) und Infrastrukturminister Roger Lewentz (3. von links) haben in Koblenz gute Nachrichten für die Region verkündet. 
    Bundesbauministerin Barbara Hendricks (4. von rechts) und Infrastrukturminister Roger Lewentz (3. von links) haben in Koblenz gute Nachrichten für die Region verkündet. 
    Foto: Sascha Ditscher

    Das haben Bundesbauministerin Barbara Hendricks und der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister Roger Lewentz während einer gemeinsamen Tour durch Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein bekannt gegeben.

    Die frohe Kunde für die Region, die Barbara Hendricks im Gepäck hatte, stammt aus dem Fördertopf für nationale Projekte des Städtebaus, mit dem Premiumprojekte wie Welterbestätten mit insgesamt 150 Millionen Euro unterstützt werden. Eine Jury hat dazu Ende Juni bundesweit 46 Projekte aus mehr als 600 Bewerbungen ausgewählt. Die Initiatoren der beiden rheinland-pfälzischen Leuchtturmprojekte, die Roger Lewentz oben auf die Landesliste gesetzt hatte, haben als erste davon erfahren, weitere 44 werden am Donnerstag bekannt gegeben.

    Während das Vorhaben auf der Loreley noch in der Anfangsphase steckt, ist der Ausbau der Festungsanlagen bereits ein Anschauungsobjekt für kontinuierliche Entwicklung. Mehr als 50 Millionen Euro hat das Land als Eigentümer der Festung Ehrenbreitstein dort in den vergangenen 15 Jahren investiert. "Auch die Entwicklung durch die Bundesgartenschau war für uns ein großer Gewinn", sagt Thomas Metz von der Generaldirektion Kulturelles Erbe. Mittlerweile zähle die Festung mehr als 600 000 Besucher im Jahr. Mit einem Bundeszuschuss von 2,4 Millionen Euro soll die weitere Gestaltung der Freiraumanlagen der Festungsanlagen in Koblenz gefördert werden.

    Als Anziehungspunkt im Welterbe soll auf der Felsspitze des Loreley-
Plateaus ein Landschaftspark zum Mythos entstehen.
    Als Anziehungspunkt im Welterbe soll auf der Felsspitze des Loreley- Plateaus ein Landschaftspark zum Mythos entstehen.
    Foto: Werkteam-Loreley

    Barbara Hendricks erinnert sich an Besuche auf Ehrenbreitstein in ihrer Jugendzeit: "Man ging hier früher eigentlich nur hoch, um runterkucken zu können." Genau so dürfte es heute noch vielen Touristen gehen, die das Loreley-Plateau besuchen. Und genau das soll sich dort auch ändern. Dort hat es im vergangenen Jahr einen städtebaulichen Ideenwettbewerb gegeben, mit dem Ziel, den Mythos Loreley erlebbar zu machen. Nach den Ideen des Siegerentwurfs soll das Berghotel auf der Felsspitze verschwinden und einem Landschaftspark weichen. Über diesen sollen sich die Gäste vom Besucherzentrum aus auf den wie eine Schlucht gestalteten Weg zum Felsen machen. Dabei soll ein Spannungsbogen aufgebaut werden, der in den grandiosen Blick ins Tal mündet. Das geplante Hotel eines Investors wird dagegen in einen Weinberg integriert, um den Anblick des Plateaus aus dem Tal nicht zu beeinträchtigen. Damit die Verbandsgemeinde Loreley diesen Landschaftspark realisieren kann, den die Jury in Berlin laut Hendricks als besonders innovativ bezeichnete, gibt es nun 5 Millionen Euro vom Bundesbauministerium als Anschubfinanzierung. Hendricks dazu: "Wir wissen alle, welche Bedeutung das Loreley-Plateau als Tourismusmagnet im Welterbe Oberes Mittelrheintal für Besucher aus aller Welt hat." Das Land Rheinland-Pfalz gibt weitere 4 Millionen Euro hinzu, wobei Roger Lewentz auch auf ein Fernziel hinweist: "Die Umgestaltung der Loreley ist auch mit Blick auf eine mögliche Bewerbung um die Buga 2031 ein wichtiger Schritt, um die touristische Attraktivität der Region noch weiter zu steigern."

    Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Werner Groß, freute sich über die Finanzspritze aus Berlin und Mainz: "Vielen Dank. Sie haben damit unsere Zukunft gesichert." Das Stichwort Buga 2031 nahm der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig auf: Mit der nächsten Buga in der Region sei sicher auch die Unesco zu überzeugen, die Seilbahn auch über das Jahr 2026 hinaus im Welterbe zu belassen.

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