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Wallmenroth

Wallmenroth sucht Investoren für Senioren-WG

Claudia Geimer

Noch ist es eine Vision, die verwirklicht werden soll: Das Mehrgenerationenwohnen in Wallmenroth. Es gibt zwar schon ein Konzept und Pläne, die die Gemeinde, gemeinsam mit den projektbegleitenden Büros, in einer Bürgerinformationsversammlung in der Unterkirche vorstellten, aber bis zum ersten Spatenstich sind noch einige Hürden zu nehmen, oder, wie es Architekt Paul Alhäuser aus Elkenroth formuliert: „Die Gemeinde muss ihre Hausaufgaben machen.“ Baurecht, Investoren und Träger sind die wesentlichen Punkte, die Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach und das Steuerungsteam abarbeiten müssen. Der Ortsbürgermeister begrüßte unter den Gästen auch seine Amtskollegin aus Nauroth, Gabi Heidrich. Die Gemeinde denkt über ein ähnliches Projekt im Ort nach.

Architekt Paul Alhäuser, Diplomkauffrau Claudia Hennes, Architekt Philipp Alhäuser und Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach (von links) stellten das Wallmenrother Projekt Mehrgenerationenwohnen vor.  Foto: Claudia Geimer
Architekt Paul Alhäuser, Diplomkauffrau Claudia Hennes, Architekt Philipp Alhäuser und Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach (von links) stellten das Wallmenrother Projekt Mehrgenerationenwohnen vor.
Foto: Claudia Geimer

Das Baurecht: Vorgesehen für das Mehrgenerationenwohnen ist die Fläche hinter der Don-Bocso-Kirche, ein großes Wiesenareal. Der Knackpunkt: Um die baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, müssen Erschließungsmaßnahmen und Grundstückstausche vorgenommen werden. Die Einigung mit den Eigentümern soll einvernehmlich erfolgen. „Enteignungen soll es nicht geben“, betont Wäschenbach.

Die Investoren: Geldgeber für das Projekt sollen durch ein Koppelgeschäft überzeugt werden. Denn das Projekt Mehrgenerationenwohnen setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: einem zweistöckigen Gebäude A mit barrierefreien Wohnungen und gegenüberliegend ein weiteres zweistöckiges Gebäude B mit der Wohnpflegegemeinschaft.

Das Koppelgeschäft sieht folgendes vor: Im Gebäude A können Investoren sechs Eigentumswohnungen kaufen, sie selber nutzen oder vermieten. Ein Geschäft, das eine hohe Rendite versprechen soll. Im Gegenzug sollen die Geldgeber gleichzeitig auch in das Gebäude B, die Wohnpflegegemeinschaft, investieren. Diese Investition verspricht zwar auch eine Rendite, aber die fällt geringer aus.

Claudia Hennes von Transfer, einem Unternehmen für soziale Investition aus Wittlich, erläutert, wie diese Wohnpflegegemeinschaft in Gebäude B aussehen soll. Im Obergeschoss leben maximal zwölf Personen gemeinsam. Jeder mietet ein circa 18 Quadratmeter großes Zimmer mit Nasszelle und teilt sich mit allen anderen die Gemeinschaftsräume wie zum Beispiel Küche, Wohnzimmer und Terrassen. Im Untergeschoss sind weitere Sozialräume, eine Tagespflege und ein Café vorgesehen. Garantiert ist eine 24-Stunden-Betreuung. Mindestens drei der zwölf Bewohner müssen mindestens die Pflegestufe eins nachweisen.

So, wie die Referentin und auch Architekt Philipp Alhäuser die Struktur schildern, erscheint diese Wohnpflegegemeinschaft wie eine Art Senioren-WG oder wie ein „Mini-Altenheim“ zu sein. Die Wohnpflegegemeinschaft ist aber kein Altenheim im klassischen, stationären Sinne. Die Pflege erfolgt über einen ambulanten Pflegedienst.

Der Träger: Ein ambulanter Pflegedienst wäre auch der ideale Träger der Wohnpflegegemeinschaft. Es gebe bereits Interessenten, teilt Ortsbürgermeister Wäschenbach mit. „Mit anderen zu Hause alt werden und die Betreuung und Pflege organisieren“, so lautet das Konzept der Wohnpflegegemeinschaft. In seinem Einladungsschreiben zur Informationsversammlung hat Ortsbürgermeister Wäschenbach die Motivation der Ortsgemeinde Wallmenroth erläutert: „Die Gemeinde verfolgt mit dem Projekt das Ziel, dass ältere Menschen im Dorf gemeinsam alt werden können und so die Zukunft des Dorfes auch durch Mehrgenerationenwohnen gestaltet werden kann.“

Die Türen sollen bewusst offen sein, beispielsweise könnten Senioren aus dem Ort zum Mittagessen in die Wohnpflegegemeinschaft gehen. Darüber hinaus wünscht sich die Gemeinde ein begleitendes ehrenamtliches Engagement der Wallmenrother, insbesondere der Pfarrei, da ja das Wohnprojekt in der Nachbarschaft der Kirche verwirklicht werden soll.

Von unserer Mitarbeiterin Claudia Geimer

Altenkirchen Betzdorf
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