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    Rathaus Kirchen: Ex-Postfiliale wird zum Demenzzentrum

    Seit Mai 2015 stehen die Räume der früheren Postfiliale im Rathaus Kirchen leer. Die Mehrheit im Verbandsgemeinderat Kirchen ist dafür, das zentral gelegene Ladenlokal zu vermieten, während die Verwaltung um VG-Chef Jens Stötzel Ideen hat, wie man es für die Allgemeinheit nutzen könnte: Etwa als Standesamt, Tourismusbüro, Begegnungsraum. Da die Vermietung bisher nicht hinhaut, hat sich Stötzel entschlossen, den Raum, zumindest vorübergehend, anders zu nutzen: Seniorenbeirat und Demografiebeauftragter der Stadt haben hier eine Art Demenz-Infozentrum mit einem Parcours eingerichtet, mit dem die Krankheit für Gesunde simuliert wird.

    Beim Demenzparcours in den Räumen der früheren Postfiliale im Kirchener Rathaus wird simuliert, wie sich ein Demenzkranker fühlen muss (v. l.): Franz-Josef Heer vom Pflegestützpunkt Kirchen (Demografiebeauftragter der Stadt), Helmut Ermert (Vorsitzender des Seniorenbeirats) und Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen schauen zu, wie VG-Chef Jens Stötzel eine der Parcours-Stationen ausprobiert.  Foto: Peter Seel
    Beim Demenzparcours in den Räumen der früheren Postfiliale im Kirchener Rathaus wird simuliert, wie sich ein Demenzkranker fühlen muss (v. l.): Franz-Josef Heer vom Pflegestützpunkt Kirchen (Demografiebeauftragter der Stadt), Helmut Ermert (Vorsitzender des Seniorenbeirats) und Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen schauen zu, wie VG-Chef Jens Stötzel eine der Parcours-Stationen ausprobiert.
    Foto: Peter Seel

     

    „Seit längerer Zeit ist Kirchen auf dem Weg zu einer demenzfreundlichen Kommune“, erklärt Stötzel beim Pressegespräch. „Als Franz-Josef Heer vom Pflegestützpunkt Kirchen als Demografiebeauftragte der Stadt und Helmut Ermert als Vorsitzender des Seniorenbeirats auf mich zukamen und vorschlugen, die Räume zur Aufklärung beim Thema Demenz zu nutzen, habe ich gleich Ja gesagt. Es ist einfach zu schade, sie ungenutzt zu lassen.“

    Auch bei Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen rannten die beiden offene Türen ein: „Mit der Vermietung kommen wir nicht weiter, dann lieber eine solche soziale Lösung.“ Mit der Einrichtung des „Demenz-Zentrums“ knüpfe man zudem an die Kirchener „Aktionswoche Demenz“ von 2014 an, ebenso an den Demenz-Kongress von 2016 im Krankenhaus Kirchen.

    Ermert weist darauf hin, dass viele Seniorenbeiräte in Rheinland-Pfalz eigene Anlaufstellen haben, Kirchen aber nicht. „Das hier ist ideal als Begegnungsstätte, wo auch Beratungsgespräche stattfinden können. Zugleich wird das Thema aus der Tabuzone ins Bewusstsein der Gesellschaft gerückt.“ Zudem könne man das viele Infomaterial hier sinnvoll auslegen statt es irgendwo einzulagern.

    Heer erläutert, dass man hier betroffene Familien, Pflegende, aber auch ganze Räte oder Schulklassen begrüßen könne, um sie für das Thema zu sensibilisieren beziehungsweise um zu helfen und Tipps zu geben. Und er weist darauf hin, dass 20,3 Prozent (von 1000) Menschen in Deutschland demenzkrank sind: allein 113 in der VG Kirchen, 42 im Stadtgebiet: „Tendenz steigend. In diesen Räumen tun wir was für Kirchen.“

    Stötzel sagt ausdrücklich, dass ein Beschluss des VG-Rats vorliegt, die Räume zu vermieten: „Unsere Bemühungen in dieser Hinsicht laufen auch weiter. Sollte sich ein Mieter finden, können wir hier innerhalb eines Tages wieder ausziehen.“ Auch sei der Aufwand jetzt nur gering gewesen: Der Hausmeister habe lediglich die Wände streichen müssen – Stühle und Tische habe es noch genügend von der alten Ratssaaleinrichtung gegeben. Jetzt liegt hier nun viel Informationsmaterial für Besucher bereit. Zudem kann jeder Gesunde auf dem Parcours testen, wie schlimm es ist, demenzkrank zu sein. Verschiedene Versuchsanordnungen mit Spiegeln und anderen Hilfsmitteln simulieren dies.

    Termine kann man mit Franz-Josef Heer jederzeit abmachen: Telefon 02741/930.167

    Von unserem Redakteur Peter Seel

     

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