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Steinebach

Knatter-Oldies besuchen Westerwaldmuseum Steinebach

Joachim Weger

Der überregionale Freundeskreis „Lanz Bulldog“ hat seine diesjährige Deutschlandtour erstmals im Großraum Westerwald organisiert. Eine Woche lang führen Etappen zu den unterschiedlichsten Tageszielen. Vom Basislager an der Freimühle in Girod-Kleinholbach geht es noch bis Samstag, 11. August, zu weiteren Zielpunkten.

Die Lanz-Deutschlandtour legte jetzt einen Boxenstopp in Steinebach ein. Als Gastgeschenk von Museumschefin Agnes Weller gab es für den jüngsten Teilnehmer Valentin einen Mini-Lanz, worüber sich auch dessen Vater und Tourorganisator Michel Schuth freute.  Foto: Joachim Weger
Die Lanz-Deutschlandtour legte jetzt einen Boxenstopp in Steinebach ein. Als Gastgeschenk von Museumschefin Agnes Weller gab es für den jüngsten Teilnehmer Valentin einen Mini-Lanz, worüber sich auch dessen Vater und Tourorganisator Michel Schuth freute.
Foto: Joachim Weger

Gleich zu Beginn der Westerwaldwoche führte die Montags-Etappe zum Kloster Marienstatt sowie über die Kreisgrenze ins AK-Land – zum Westerwaldmuseum für Motorrad und Technik nach Steinebach. Dort wurden die sechs historischen Schlepper bereits von zahlreichen Technik- und Traktorfans freudig erwartet. Beim ausgedehnten Boxenstopp luden die Fahrer samt Begleitteam zum Besichtigen der seltenen Oldies sowie zum Fachsimpeln in die Museumsklause ein. Wie es Organisator und Lanz-Fachmann Michel Schuth aus Wallmerod (Westerwaldkreis) sagte, bestehen seit gut fünf Jahren beste Oldie-Kontakte nach Steinebach.

Dort durfte sich bei der herzlichen Aufnahme der Lanz-Freunde besonders der jüngste Teilnehmer freuen: Michel Schuths Sohn, der fünfjährige Valentin, erhielt als Gastgeschenk von Museumschefin Agnes Weller einen Lanz Bulldog im Miniformat. Zum Vergleich fügten Insider im Gespräch mit der Rhein-Zeitung an, dass heutzutage für einen Original-Lanz oftmals sechsstellige Eurobeträge gezahlt werden. „Man muss dieses Hobby mögen, sonst geht es nicht.“ So lautete am Montag die einhellige Meinung der Gäste aus nah und fern.

Arno Mayer aus Kaiserslautern ist übrigens der Teilnehmer mit der weitesten Anreise. „Sechs Stunden fuhr ich mit meinem Lanz 28/06, Baujahr 1955, hierher in den Westerwald“, gesteht er erleichtert nach der langen Anreise. Gerhard Baasner aus Hanau reiste gut drei Stunden an, bevor er nun das, wie er sagt, „raue Klima und die weite Landschaft des Westerwaldes“ genießen kann. Seine Frau Gisela schwärmt zudem für den eher wortkargen Westerwälder Menschenschlag und meint: „Die Leute labern einem nicht das Ohr ab...“

Eine Art Heimspiel genießt bei der Lanz-Westerwaldwoche Winfried Rosselli aus Neustadt im Odenwaldkreis. Vor fast 40 Jahren sagte der gebürtige Freilinger dem Westerwald Ade und zog in den Odenwald, wo er lange Jahre als Landarzt tätig war. Inzwischen hat er sich ganz und gar den legendären Lanz Bulldogs verschrieben. Jetzt fuhr er mit seinem Oldie in die alte Heimat zurück.

Als der Konvoi am Montag im Hof von Kloster Marienstatt Station machte, kam Rosselli während der Führung in der Abtei besonders auf seine Kosten, denn hier besuchte er in den 1950er-Jahren das Internat. Zu den weiteren Etappenzielen der Lanz-Westerwaldwoche gehören Nassau, Wetzlar, die Kasbachtalbahn bei Linz und schließlich der Abschluss in der Domstadt Limburg.

Bereits seit etlichen Jahren fährt die Gruppe regelmäßig auf Deutschlandtour. In den letzten Jahren führten die Lanz-Wochen mit Kennenlernen von Land und Leuten in den Harz, ins Fichtelgebirge sowie in den Schwarzwald.

Das Traktorfabrikat Lanz ist für Insider ein Qualitätsbegriff. Von 1921 bis 1957 wurden die Lanz-Ackerschlepper bei der Heinrich-Lanz-AG in Mannheim gebaut. In Fachkreisen gilt der erste Rohölschlepper „HL 12“ von 1921 als Ur-Bulldog. Das Rezept zum Erfolg soll in der Einfachheit und Robustheit der Maschinen gelegen haben.

Von unserem Mitarbeiter Joachim Weger

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