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Mudersbach

Baubeginn am Feuerwehrhaus Mudersbach dank Förderverein

Peter Seel

Was lange währt, wird endlich gut! Unter diese Überschrift könnte man die Geschichte um den längst vorgesehenen Anbau an das Feuerwehrhaus des Löschzugs Mudersbach in der Barbarastraße stellen. Hier ist schon seit etlichen Jahren eine Vergrößerung der Lagerhalle geplant, und dafür ist auch buchstäblich jahrelang gespart worden. Den entscheidenden Batzen zur Verwirklichung des Projekts lieferte dann schließlich der Förderverein der Feuerwehr Mudersbach: Satte 35.000 Euro stellte die Gruppe nun für ihre Wehr zur Verfügung. Und weil eine Handvoll engagierter Handwerker aus dem Ort ganz preiswert oder gratis mitmachen, bedeutet dies gleichzeitig: Es kann losgehen mit dem Bau.

Ein Anbau erfolgt hier an das Feuerwehrhaus in Mudersbach. Der Förderverein macht es möglich.  Foto: Feuerwehr
Ein Anbau erfolgt hier an das Feuerwehrhaus in Mudersbach. Der Förderverein macht es möglich.
Foto: Feuerwehr

Schon seit zwei Wochen freuen sich die Kameraden des 6000-Seelen-Großdorfes darüber, dass die Bauarbeiten begonnen haben. Der Anbau entstehe in Eigenleistung, erklärt Fördervereinsvorsitzender Karl-Heinz Frettlöh auf Anfrage der Rhein-Zeitung. Die neue 50 Quadratmeter große Lagerhalle werde an das bestehende Gebäude angesetzt, besteht aus zwei getrennten Räumen und wird nach vorn durch ein Hallentor abgeschlossen. „Das Grundstück wurde uns freundlicherweise von der Ortsgemeinde Mudersbach zur Verfügung gestellt“, freut sich Frettlöh.

Und der Vorsitzende des Löschzugs Mudersbach, Christian Stettner, unterstreicht: „Zum tollen Engagement des Fördervereins kommen etliche Mudersbacher Firmen dazu, die den Bau durch das Einbringen ihres Know-hows und durch gute Preise erst möglich machen.“ Inzwischen wurde bereits das Fundament ausgehoben sowie die Bewährung der Bodenplatte vorbereitet. Dann wird die Bodenplatte gegossen und mit dem Aufbau der Hallenkonstruktion begonnen.

Zu den beteiligten Firmen, die Stettner meint, gehören Jerosch Garten- und Landschaftsbau, Natursteine Becher, das Bauunternehmen Schade, Metallbau Höfer, das Forstunternehmen Marco Pfeifer, Freischnitt Bastian Stettner sowie der Dachdeckerbetrieb von Olaf Schätzchen. Stettner erläutert, dass die Planungen wegen der hohen Kosten seit rund fünf Jahren liefen: „Der Förderverein musste die finanziellen Mittel erst mal ansparen, das dauert natürlich – obwohl es neben den Mitgliederbeiträgen auch immer wieder größere Einzelspenden gab.“

Das Grundstück, auf dem nun gebaut wird und das der Ortsgemeinde gehörte, sei lediglich eine Wiese gewesen, die für ein Baugrundstück nicht gereicht hätte: „Mehr als der Anbau wäre da nicht gegangen.“ An das Feuerwehrhaus wurde schon einmal angebaut, Anfang der 2000er-Jahre. Dann wurde ein größeres Feuerwehrauto angeschafft, wofür das Haus dann nicht mehr ausreichte, berichtet Frettlöh. „Wir brauchten dringend ein Lager und noch mehr Platz für Tauchpumpen, Tragkraftspritzen, Schlauchmaterial und anderes. Mit dem Anbau können wir die Fahrzeughalle entlasten.“ Ohne den Förderverein indes, da sind sich Frettlöh und Stettner einig, wäre das Ganze auf keinen Fall gegangen. „Dazu kommen die Firmen“, so Stettner, „die durch Geld-, Sachspenden oder aber durch fachliche Kompetenz und Arbeitskraft helfen.“

Und dann sind da noch die Feuerwehrleute selbst: Der Anbau wird in Eigenleistung erstellt. Die Männer vom Löschzug legen jetzt immer Hand an, wenn es an dem Bau weitergeht. Stettner: „Das sind so acht Mann, je nachdem, wer gerade Zeit hat, manchmal auch mehr. Und das wird auch noch weiterhin nötig sein.“ Der Anbau soll ungefähr bis zum Sommer fertig sein, so „der grobe Plan“. Er wird optisch an das Feuerwehrhaus angepasst.

Den Mudersbacher Förderverein gibt es seit etwa 2000. Frettlöh, der mit 67 Jahren zu den Alterskameraden gehört, ist seit sechs Jahren Vorsitzender; heute hat der Verein 225 Mitglieder. Gegründet wurde er, als der Löschzug Mudersbach/ Niederschelderhütte seinerzeit in zwei separate Züge aufgeteilt wurde – etwa, um für die Wehrleute eine bessere Ausstattung zu bekommen als die Standardausrüstung oder um die Jugendarbeit zu unterstützen. Niederschelderhütte folgte mit einem Förderverein erst vor wenigen Jahren.

Auch der Anbau geht nach seiner Fertigstellung in den Besitz der Verbandsgemeinde Kirchen als „Dachorganisation“ der VG-Feuerwehren über. Weitere Zukunftspläne des Fördervereins: Ein neues Fahrzeug, zum Beispiel für den Mannschaftstransport. Frettlöh: „Aber bis dahin müssen wir erst mal wieder kräftig sparen.“

Von unserem Redakteur Peter Seel
Altenkirchen Betzdorf
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