Elz

Unfall auf A3 bei Elz fordert acht Verletzte: Langer Stau im Rückreiseverkehr

Exakt eine Woche nach dem jüngsten schweren Unfall in Fahrtrichtung Frankfurt ist es am Sonntagabend bei Elz zu einem erneuten schweren Unfall gekommen, der dieses Mal sogar insgesamt acht Verletzte zur Folge hatte.

Mit einem Großaufgebot waren Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte am Sonntagabend auf der Autobahn bei Elz im Einsatz.  Fotos: Feuerwehr Elz
Mit einem Großaufgebot waren Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte am Sonntagabend auf der Autobahn bei Elz im Einsatz. Fotos: Feuerwehr Elz

Die Feuerwehr Elz wurde nach eigenen Angaben um 19.16 Uhr zu dem schweren Unfall auf der A 3 alarmiert. Zunächst war die Lage unklar: Mehrere Fahrzeuge seien beteiligt, ein Fahrzeug brenne, es gebe zahlreiche Verletzte, war die erste Meldung.

Von der Mittelleitplanke gestoppt: der Motorblock des Van.
Von der Mittelleitplanke gestoppt: der Motorblock des Van.
Foto: privat

Die Besatzung des zuerst eintreffenden Fahrzeugs der Feuerwehr Elz konnte die Meldung nach wenigen Minuten bestätigen. Allerdings brannte zum Glück keines der beteiligten Fahrzeuge. Nach einem Reifenplatzer bei hoher Geschwindigkeit war ein mit sechs Personen – darunter mehrere Kleinkinder – besetzter Van in die rechte Leitplanke gekracht, schleuderte wieder auf die mittlere Fahrbahn zurück und wurde von einem weiteren Fahrzeug gerammt. Dabei wurde der komplette Motorblock des Van herausgeschleudert, prallte gegen die Mittelleitplanke zur Gegenfahrbahn und kam nach etwa 50 Metern zwischen den beiden Mittelleitplanken zum Liegen.

Alle Fahrzeuginsassen wurden verletzt, sodass die Leitstelle einen Massenanfall an Verletzten für den Rettungsdienst auslöste. Alle verfügbaren Rettungswagen, mehrere Notärzte, der leitende Notarzt und der organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie zwei Rettungshubschrauber wurden in Marsch gesetzt. Die Unfallstelle befand sich nahezu auf den Meter genau an gleicher Stelle wie am Sonntagabend zuvor.

Dennoch ging der Unfall laut Feuerwehr vergleichsweise glimpflich aus. Die Verletzungen seien durchweg nicht lebensbedrohlich gewesen. Aufgrund des Unfallmechanismus und der hohen Geschwindigkeiten wurden die Verletzten dennoch zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gebracht, um innere Verletzungen ausschließen zu können.

Wäre der Motorblock nicht von der Mittelleitplanke aufgehalten worden und in ein Fahrzeug der dahinterliegenden Überholspur gekracht, wäre es auf der Gegenfahrbahn sicher zu einem tödlichen Unfall gekommen, so die Einschätzung der Feuerwehr.

„Insofern war wohl ein ganzer Bus voll Schutzengel auf der Autobahn beteiligt“, schreibt Wehrführer Hilmar von Schenck. Die Autobahn war während der Rettungsmaßnahmen rund eine Stunde voll gesperrt, was im Rückreiseverkehr nach dem verlängerten Wochenende zu neun Kilometern Stau führte. Die Feuerwehr Elz war mit acht Fahrzeugen und 26 Mann knapp drei Stunden im Einsatz.red