Archivierter Artikel vom 12.05.2021, 08:30 Uhr
Limburg

Und plötzlich herrscht Tempo 40: Landkreis ordnet Limit für Hauptverkehrsachse in Limburg an

Auf der Limburger Schiede (B 8/B 54) gilt – für viele Verkehrsteilnehmer völlig überraschend – seit Freitag ein Tempolimit von 40 km/h.

Plötzlich gilt tagsüber Tempo 40 auf der Schiede, Verkehrsteilnehmer sind verwirrt. Nachts darf dort zwischen 22 und 6 Uhr nur 30 gefahren werden.
Plötzlich gilt tagsüber Tempo 40 auf der Schiede, Verkehrsteilnehmer sind verwirrt. Nachts darf dort zwischen 22 und 6 Uhr nur 30 gefahren werden.
Foto: Stadt Limburg

„Das ist ein erster, aber wichtiger Schritt zur Verbesserung der Luftqualität“, begrüßte Hessens Umweltministerin Priska Hinz die Maßnahme, die durch den Landkreis als Straßenverkehrsbehörde angeordnet und von Hessen Mobil umgesetzt worden ist. Wie es in einer Mitteilung des Ministeriums heißt, ist die Anordnung in enger Abstimmung mit dem Ministerium erfolgt, eine zeitnahe Umsetzung sei dabei befürwortet worden.

Denn trotz des coronabedingten Verkehrsrückgangs sei der Grenzwert für Stickstoffdioxid am Messstandort Schiede I 2020 mit 44,5 µg/m³ immer noch deutlich überschritten worden. Berechnungen haben demnach ergeben, dass ein Tempolimit von 40 km/h auf dieser Hauptverkehrsachse zu einer nachweislichen Verbesserung der Stickstoffdioxidbelastung führen kann.

Der Verkehr ist Hauptverursacher der Belastung. Deshalb sollen neben bereits umgesetzten Maßnahmen – etwa dem umfangreichen Radwegeausbau – der ÖPNV für die Menschen attraktiver und der Verkehr stärker elektrifiziert werden, um das Verkehrsaufkommen und die damit einhergehenden Belastungen insgesamt weiter zu reduzieren.

Bürgermeister Dr. Marius Hahn ergänzt: „Das vom Umweltministerium in Auftrag gegebene Gutachten, in Limburg auch wegen einer möglichen Umweltspur viel diskutiert, kommt zu dem Ergebnis, dass die Einführung von Tempo 40 spürbare positive Auswirkungen auf die Belastung mit Stickstoffdioxid haben wird, ohne die Verkehrsprobleme zu erhöhen. So etwas ist sicherlich sinnvoll und hilft der Stadt weiter.“