Limburg

Sternsinger im Limburger Dom: Gesundheit ist ein Kinderrecht

Gesundheit ist ein Geschenk: Das wurde beim digitalen Sternsingertag am Samstag deutlich. Mit einem kaputten Stern, den es zu reparieren galt, den Clowndoktoren aus Wiesbaden und verschiedenen Aktionen wurde beim interaktiven Mitmachgottesdienst spielerisch das Motto der Sternsingeraktion 2022 erklärt: „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“.

Auch so kann Beten aussehen: Das Vaterunser beim digitalen Sternsingertag 2021.  Fotos: Bistum Limburg
Auch so kann Beten aussehen: Das Vaterunser beim digitalen Sternsingertag 2021. Fotos: Bistum Limburg

Beim Sammeln der Spenden steht die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika im Mittelpunkt. Bereits zum zweiten Mal wurde der Auftakt der bundesweiten Aktion Dreikönigssingen im Bistum Limburg hybrid veranstaltet. Stellvertretend für das gesamte Bistum waren etwa 50 Sternsinger aus drei Pfarreien vor Ort im Limburger Dom. Hunderte weitere Kinder verfolgten den Gottesdienst mit Bischof Georg Bätzing per Zoomkonferenz über die Bildschirme zu Hause oder beim Public Viewing in ihren Pfarrzentren.

Zudem wurde der Gottesdienst auf dem Youtube-Kanal des Bistums übertragen. Womit keine Königin und kein König an dem Tag gerechnet hatte: Mitten im Gottesdienst kamen vier Clowndoktoren aus Wiesbaden zum Altar. Im Schlepptau hatten sie einen kaputten Stern. Mithilfe der guten Wünsche zum Thema Heilen bei den Fürbitten und der Unterstützung der Clowndoktoren, die mit einem großen Pflaster aushelfen konnten, wurde der Stern schließlich repariert.

„Gesund werden – gesund bleiben. Das ist das Motto, dafür lauft ihr in den ersten Tagen des neuen Jahres als Sternsingerinnen und Sternsinger. Um zu sagen: Lasst uns mal den Kindern zuhören, auf die Kinder schauen, den Familien nah sein, wo jemand krank ist“, sagte Bischof Bätzing.

Mit einem großen Pflaster versuchen die Clowndoktoren, den Stern zu reparieren.
Mit einem großen Pflaster versuchen die Clowndoktoren, den Stern zu reparieren.

Menschen in die Mitte holen, das passe auch zu der Arbeit der Clowndoktoren, stellte Moderator Thorsten Klug fest. Bei den Clowndoktoren handelt es sich um ausgebildete Künstler, die Kinder in Kliniken besuchen, um ihnen ein Lächeln zu schenken. „Generell sind wir für alle da, auch für die Geschwisterkinder, für Eltern, Großeltern und das Personal“, erzählte Clowndoktorin „Pille Palle“. „Manchmal sind es ganz kleine, feine Momente, einfach mal ein Lied da lassen, zum Beispiel“, so die Künstlerin weiter.

Um die Kinder im Dom und zu Hause in Bewegung zu bringen, gab es eine gemeinsame Tanzaktion. Auf das Lied des kolumbianischen Sängers Juanes, „Paz, paz, paz“ („Frieden, Frieden, Frieden“), das der Musiker extra für die Sternsingeraktion geschrieben hat, tanzten alle gemeinsam einen Flashmob. Eine Königsgruppe aus Frankfurt machte die Schritte vor. Tanzen und Beten passten gut zusammen, sagte Bischof Bätzing: „Tanzen und Beten ist eine tolle Sache und macht Spaß. Mich erinnert es daran, dass der große König David ganz oft, wenn er gebetet hat, auch getanzt hat.“

Nach dem Mitmachgottesdienst hatten die Teilnehmer in der Zoomkonferenz noch die Möglichkeit, ein virtuelles Selfie mit dem Bischof zu machen. Organisiert wurde der digitale Sternsingertag vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend Limburg (BDKJ). Für die musikalische Begleitung sorgte die 72-Stunden-Band.