Schönborn

Mobilfunkmast Schönborn: Bürgerentscheid vorerst gestoppt

„Es musste mal raus“ – diese Feststellung des Schönborner Bürgermeisters Bernd Roßtäuscher taugte auch als Motto des Abends, denn die Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung sorgte für viel Redebedarf. Diskutiert wurde darüber, ob das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative (BI) Schönborn rechtskonform ist. Die BI will die Bürger darüber abstimmen lassen, ob die Gemeinde darauf pochen sollte, dass der von der Deutschen Telekom geplante Mobilfunkmast nur mit einem Abstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung errichtet werden darf. Der Rat hatte allerdings schon Ende Mai beschlossen, über die Verpachtung der Flur 24 am Auberg mit der Telekom zu verhandeln. Ein Standort, der in deutlich geringerer Entfernung als die angepeilten 1000 Meter von Schönborn entfernt ist. Mit dem Votum für den Auberg war aber auch schon die Vorentscheidung gefallen, denn der Beschluss wurde zügig umgesetzt und der Pachtvertrag mit der Telekomtochter Deutsche Funkmast GmbH unterschrieben. Das passierte laut Bernd Roßtäuscher, bevor das Bürgerbegehren bekannt wurde. Obwohl Letzteres rechtlich auch keine aufschiebende Wirkung hat.

Johannes Koenig Lesezeit: 4 Minuten
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