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Rheinland-Pfalz

Auch bei knappen Kassen: Freizeitprogramme von Kommunen und Vereinen

Hurra, die großen Ferien sind da! Jetzt ist Ausschlafen angesagt und Kofferpacken – bei manchen. Für die Kinder, die den Urlaub zu Hause verbringen, bieten die Kommunen Ferienprogramme an.

Von unserer Reporterin Dorothea Müth

Vorbei mit dem Weckerklingeln, dem Zum-Schulbus-Rennen, dem geregelten Tagesablauf. Von heute bis zum 15. August sind Sommerferien in Rheinland-Pfalz. Was machen die Kinder und Jugendlichen, für deren Eltern der Arbeitsalltag weitergeht oder bei denen das Geld nicht für eine große Reise reicht? Tausende erleben mit den kommunalen Ferienprogrammen auch zu Hause abwechslungsreiche Ferien.

Ganztagsbetreuung gefragt

Dabei geht der Trend vor allem im ländlichen Umfeld eindeutig zur Ganztagsbetreuung, die Schule oder Kindergarten in der Ferienzeit ersetzt. Sven Normann, Leiter der Jugendpflege in der Verbandsgemeinde Weißenthurm, sagt: „Die Eltern buchen bei uns komplette Ferienwochen, mit denen ihr Kind an den Werktagen von 8 bis 16 Uhr versorgt ist.“ Sie beginnen mit dem Frühstück und kombinieren Workshops, Spiele und Ausflüge. Diese Tagesbetreuung ist überall heiß begehrt – in Weißenthurm waren die Plätze bereits im April vergeben, typischerweise für zwei Wochen pro Kind.

Wie kann in Zeiten knapper Kassen eine Kommune sich solche Programme leisten? Und dabei noch finanziell bedürftige Familien unterstützen? Etwa die Hälfte der Kosten wird durch Teilnahmebeiträge gedeckt, die bei 20 bis 40 Euro pro Woche liegen. Die andere Hälfte setzt sich aus Mitteln von Verbandsgemeinde, Kreis und Stiftungen zusammen.

Anders verfahren Städte wie Mainz und Koblenz: Diese stellen meist kein eigenes Angebot auf die Beine, sondern beschränken sich darauf, externe Freizeitangebote zusammenzustellen. Vereine, Unternehmen und Institutionen bieten Wanderungen, Führungen und Kreativkurse an. Im Schnitt zehn Wahlmöglichkeiten gibt es pro Tag. Die Angebote sind häufig so gefragt, dass Wartenummern für den Kauf von Teilnahmekarten verlost werden.

Auf Vereine angewiesen

In Mainz hat das Ferienprogramm seit 40 Jahren Tradition: Rund 3300 Kinder erwerben jeden Sommer eine „Ferienkarte“, berichtet Ellen König von der Pressestelle der Stadt Mainz. Mit dieser „Ferienkarte“ (26 oder ermäßigt 13 Euro) können sie kostenlos Bus und Bahn nutzen, um zu verschiedenen Tagesveranstaltungen zu fahren. Auch Bäder und Museen öffnet die Stadt kostenlos; allerdings stehen in diesem Jahr nur noch zwei von vier Freibädern für diesen Ferienspaß zur Verfügung.

Häufig organisieren karitative Einrichtungen Stadtranderholung für die Jugend: Deshalb macht auch Koblenz im Sommer keine eigenen Ferienangebote für die jungen Bürger, sagt Ingrid Wilhelmi vom Jugendamt.

Für Sven Normann ist klar: „Es geht darum, dass die Kinder in ihrem Heimatort positive Erlebnisse haben.“

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Schnörzen, Dotzen oder Gribschen - Wer tut's noch?

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