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    Frankfurt

    Hessen gelingt größter Schlag gegen Dopingszene in Deutschland

    Leistungssteigernde Substanzen für mehrere Millionen Euro haben Fahnder beschlagnahmt. Spitzenathleten sollen Kunden gewesen sein.

    Eine Person musste mit hydraulischen Rettungsgeräten von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden.
    Eine Person musste mit hydraulischen Rettungsgeräten von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden.
    Foto: wiesbaden112.de

    Frankfurt - Zollfahndern in Hessen ist der bislang größte Schlag gegen die internationale Dopingszene in der Geschichte der Bundesrepublik gelungen.

    Sie beschlagnahmten bei mehreren Razzien verbotene Wachstumshormone und Aufbau-Präparate in Millionenhöhe, sagte am Samstag ein Sprecher des Zollkriminalamtes in Köln. Er bestätigte damit einen Bericht des "Spiegel". Dem Nachrichtenmagazin zufolge wurden allein bei einer Durchsuchung im mittelhessischen Nidda im vergangenen September illegale Arzneimittel im Wert von rund zehn Millionen Euro sichergestellt.

    Wo überall sonst noch Untergrundlager ausgehoben wurden, sagte der Sprecher nicht, da noch weiterhin ermittelt werde. Er bestätigte aber, dass es noch weitere Razzien gegeben habe. Im Visier der Fahnder des Frankfurter Zolls stehen nach seinen Angaben noch immer verschiedene Banden, die auch im Internet ihre verbotenen Substanzen verkaufen. Es laufe weiterhin ein "sehr umfangreiches Ermittlungsverfahren".

    Nach Informationen des "Spiegel" versorgte von Nidda aus eine Untergrundfirma den Schwarzmarkt jahrelang mit leistungssteigernden Präparaten. Unter deren Kunden sollen auch Spitzenathleten gewesen sein. Einer der Betreiber der Firma sei festgenommen worden und sitze in Gießen in Untersuchungshaft, schreibt das Blatt. Nach Aussage des Behördensprechers werde momentan gegen "verschiedene Labels" ermittelt.

    Die Doping-Präparate sollen in Indien produziert worden sein. Von Asien wurden die Rohsubstanzen per Luftfracht nach Dänemark und England versendet. Per Paketdienst gelangten sie schließlich nach Nidda. Verkauft wurde der Stoff in Schnellrestaurants, in Hotels in Frankfurt und über das Internet. Die Abnehmer kamen aus Europa und Amerika. dpa

    Mainzer Rhein-Zeitung
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