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    Nürburgring„New Horizons“: Am Ring dröhnen vor den Bässen die Motoren

    Als Rennstrecke und Geburtsort von Rock am Ring ist der Nürburgring weltbekannt. Dass die Asphaltstrecke in der Grünen Hölle am Wochenende, 25. und 26. August, in eine gigantische Märchenlandschaft verwandelt wird, in der Fans elektronischer Musik in sieben unterschiedliche Bühnenwelten eintauchen können, ist derzeit nur schwer vorstellbar. Einige DJs des Festivals New Horizons haben sich aber jetzt bei einem Fahrertraining auf die neue Location eingestimmt.

    Techno-DJ Chris Liebing aus Frankfurt hat sich auf dem Nürburgring schon warmgefahren. Bei New Horizons legt er in der Factory49 auf.  Foto: Andreas Jöckel
    Techno-DJ Chris Liebing aus Frankfurt hat sich auf dem Nürburgring schon warmgefahren. Bei New Horizons legt er in der Factory49 auf.
    Foto: Andreas Jöckel

    Wie die einzelnen Bühnen genau aussehen, wollen die Veranstalter noch nicht verraten. Denn den rund 60.000 Besuchern, die sie zur Premiere in diesem Jahr erwarten, wollen sie eine Überraschung bieten. „Die Leute sollen hierher kommen und sagen: So etwas habe ich noch gesehen!“, sagt Marketingmanagerin Maria Bushuew von der Alda Germany GmbH in Hamburg, deren Unternehmen fest entschlossen sei, das neue Festival als festen Bestandteil im Veranstaltungskalender für die kommenden Jahre zu etablieren und den Namen international bekannt zu machen. Hinter Alda steht neben der niederländischen Muttergesellschaft über die Medusa Music Group auch der Ticketvertrieb Eventim.

    Der Blick auf die ersten Grafiken mit der bunten Bühnenvielfalt sowie die geplante Licht- und Pyrotechnik lässt hohe Investitionskosten vermuten. Beim Start- und Zielhaus, wo auch bei Rock am Ring die Hauptbühne steht, lässt New Horizons den großen Capital Park entstehen. Dort legen Weltstars der elektronischen Tanzmusik (EDM) wie Armin van Buuren, Robin Schulz oder Tiesto auf. Von dort aus können die Besucher auf einer Fläche, die über den Partybereich von Rock am Ring noch hinausgeht, sechs weitere Themenwelten zu unterschiedlichen Stilrichtungen erkunden. Dancelastig geht es auch im Urban Circus mit Jay Hardway, Lost Stories oder Kura zu. Zur pulsierenden Arena für Hardstyle-Fans soll das Dark Valley mit DJs wie Atmozfears oder Deetox werden. Nach Trancetonia laden Trance-Stars wie Aly & Fila, Andrew Rayel oder Paul Oakenfold ein. Die EDM-Variante des Trap wird in Trap Town zu Beats von Dyro, NGHTMRE oder Walshy Fire gelebt. Hypnotische Sounds in einem Meer aus Neonfarben verspricht der Garden of Goa mit DJane Aviatica oder Der Träumer. Auch für Chris Liebing aus Frankfurt, der sich auf das neue Festival unweit seiner hessischen Heimatstadt freut, ist die Wahlheimat am Ring klar: die Factory49. Denn dort produziert er mit Kollegen wie Dubfire oder Monika Kruse einfach Techno pur.

    „Eigentlich ist jede Bühne für sich schon ein eigenes Festival“, wirbt Maria Bushuew für die zweitägige Party jeweils von 15 bis 4 Uhr mit insgesamt mehr als 150 DJs. Für das erste Jahr ist ein großer Campingplatz direkt am Ring vorgesehen, der von 24. August (12 Uhr) bis 27. August (20 Uhr) geöffnet hat. In den kommenden Jahren wird mit einer Erweiterung gerechnet. Am EDM-Markt gebe es noch Luft nach oben: „Da können wir uns noch austoben“, ist sich Maria Bushuew sicher.

    Infos und Tickets (Festival: 108 Euro, Tageskarte 65 Euro) unter www.newhorizons-festival.com

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Nature One vs. New Horizons: Kann es nur eines geben?

    Seit Mitte der 90er-Jahre ist Nature One auf der Pydna bei Kastellaun im Hunsrück zur unangefochtenen Nummer eins der Festivals für elektronische Musik in Rheinland-Pfalz, wenn nicht gar in ganz Deutschland geworden.

     

    Andreas Jöckel
    Andreas Jöckel

    Andreas Jöckel zu den Festivals 

    In den vergangenen Jahren war die zweitägige Party am ersten Augustwochenende mit rund 65.000 Besuchern ausverkauft. Jetzt hat der Platzhirsch Konkurrenz in der Eifel bekommen. Es könnte also spannend werden, ob I-Motion in Mülheim-Kärlich weiter mit der Taktik Erfolg haben wird, auf einzelne Superstars an den Reglern eher zu verzichten, wenn sie zu teuer sind, um die Ticketpreise (84 Euro) niedrig zu halten.

    New Horizons dagegen setzt gerade auch auf teure EDM-Stars. Denkbar wäre aber auch, dass der Markt der festivalwütigen Fans groß genug für zwei elektronische Events im August in der Region ist. Für die kulturelle Vielfalt im Land wäre es ein Gewinn.

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