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Kommentar: Bei TTIP drängt die Zeit

TTIP tritt auf der Stelle. Immer wieder wird das Startdatum verschoben – und in Europa bleibt die Skepsis groß. Dabei täten beide Seiten gut daran, sich zu einigen.

Mirjam Moll kommentiert.
Mirjam Moll kommentiert.

Unsere Brüsseler Korrespondentin Mirjam Moll kommentiert

TTIP tritt auf der Stelle. Immer wieder wird das Startdatum verschoben – und in Europa bleibt die Skepsis groß. Wahrscheinlich erfordert das Freihandelsabkommen auch die Zustimmung der Mitgliedstaaten, nicht nur des Europäischen Parlaments. Das Abkommen muss hohe Hürden überwinden – selbst wenn die Verhandlungen bald abgeschlossen werden. Dabei täten beide Seiten gut daran, sich zu einigen. Denn die Schwellenländer drängen auf den Markt. Wenn nicht Europa und die USA die Standards setzen, werden sie es tun – ohne Rücksicht auf Umweltschutz oder Sicherheit am Arbeitsplatz. Natürlich ist es richtig, dass Standards nicht so niedrig sein dürfen, dass sie das bisherige Niveau verwässern. Und es mag sein, dass es Zeit braucht, sich auf Kompromisse zu einigen. Doch wenn das Abkommen in diesem Jahr nicht mehr ausverhandelt werden kann, könnte es endgültig ins Aus katapultiert werden.

E-Mail: mirjam.moll@rhein-zeitung.net

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