Archivierter Artikel vom 18.07.2014, 06:31 Uhr
Berlin

Pro und Contra: Streit um Fracking geht in eine neue Runde

Kaum ein Energiethema erhitzt die Gemüter so sehr wie die Gasförderung in tieferen Gesteinsschichten, kurz Fracking. Jetzt bekommt die Debatte neue Nahrung: Ulrich Grillo, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, spricht sich in einem Gastbeitrag für unsere Zeitung für eine ergebnisoffene Prüfung von Fracking in Deutschland aus.

„Erkenntnisse gewinnen wir nicht durch Warten oder Verbote. Ich bin davon überzeugt: Was wir jetzt brauchen, sind verantwortungsvolle Pilotprojekte“, schreibt Grillo. Allerdings spricht er sich dafür aus, „Schiefergas nur außerhalb von Wasserschutzgebieten zu gewinnen“.

Widerspruch kommt vom grünen Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer (Kreis Düren): „Das Risiko, unsere Grund- und Trinkwasservorräte schwer und dauerhaft durch den Einsatz der Fracking-Technologie zu beeinträchtigen, rechtfertigt keinesfalls die kurzzeitige Förderung von vergleichsweise geringen Mengen.“

Zwar habe die Bundesregierung Eckpunkte für einen gesetzlichen Rahmen zur Fracking-Förderung vorgelegt. „Doch ihre Eckpunkte gleichen einem Fracking-Ermöglichungsgesetz für die Gasunternehmen.“ ck