Archivierter Artikel vom 15.10.2017, 12:14 Uhr
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Stuttgart

Tatort-Kritik: Der lange Schatten der RAF

Was geschah in der Nacht zum 18. Oktober 1977 in Stammheim? Begingen die RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Zellen wirklich Selbstmord, oder hat vielleicht doch der Staat selbst seine Hände mit im Spiel gehabt? Endgültig beantwortet ist die Frage bis heute nicht – „Der rote Schatten“, der neue Stuttgarter „Tatort“, stellt sie nun erneut. Mehr noch: Er bebildert mit pseudodokumentarisch in Super-8 gedrehten Rückblenden beide Versionen. Das ist eine Provokation, wird doch die Theorie, wonach ein Sondereinsatzkommando die Terroristen getötet haben soll, eher als Verschwörung abgetan.

Von Wolfgang M. Schmitt Lesezeit: 2 Minuten