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    Hunsrück

    Der Siebziger Krieg und seine Folgen für den Hunsrück

    Der Deutsch-Französische Krieg forderte von Juli 1870 bis Mai 1871 auf beiden Seiten rund 200.000 Todesopfer und noch mehr Verwundete. Damals veröffentlichte die Hunsrücker Zeitung sogenannte Verlustlisten.

    Im August 1871 veranstaltete die Stadt Kastellaun das sogenannte Kriegerfest. Über mehrere Tage dauerte die „Feier zu Ehren der aus dem glorreichen Feldzuge gegen Frankreich zurückgekehrten Krieger“, wie die Hunsrücker Zeitung damals verkündete. Die Häuser waren geflaggt, und die Glocken läuteten, als sich die Soldaten auf dem Kastellauner Marktplatz versammelten. Anschließend stand ein Fackel- und Lampionzug durch die Stadt auf dem Programm.
    Im August 1871 veranstaltete die Stadt Kastellaun das sogenannte Kriegerfest. Über mehrere Tage dauerte die „Feier zu Ehren der aus dem glorreichen Feldzuge gegen Frankreich zurückgekehrten Krieger“, wie die Hunsrücker Zeitung damals verkündete. Die Häuser waren geflaggt, und die Glocken läuteten, als sich die Soldaten auf dem Kastellauner Marktplatz versammelten. Anschließend stand ein Fackel- und Lampionzug durch die Stadt auf dem Programm.
    Foto: Archiv Eckhardt

    Von unserem Redakteur Maximilian Eckhardt 

    Diesen war unter anderem zu entnehmen, dass bei Gefechten an der Front folgende Soldaten aus dem Hunsrück leichte Verletzungen erlitten hatten: die Kanoniere Paul Hoffmann (Kisselbach), Jakob Müller (Unzenberg) und August Michel (Kastellaun). Auch die Musketiere Heinrich Hobbach (Kastellaun), Mathias Ziefer (Alterkülz), Theodor Eber-hardt (Beltheim), Peter Jakob Leines (Tiefenbach), Wilhelm Heim (Argenthal), Peter Beck (Henau), Peter Müller II. (Laubach) trugen leichte Verletzungen davon. Unter den verwundeten Soldaten fanden sich auch der Husar Jakob Conrad (Külz), der Gefreite Martin Menne (Kisselbach), der Füsilier Michael Dold (Dickenschied) sowie die Unteroffiziere Peter Müller (Henau) und Heinrich Peter Müller (Laubach) wieder.

    Schwere Verletzungen setzten im sogenannten Siebziger Krieg die Musketiere Heinrich Peter Konrad I. (Kümbdchen), Nikolaus Stein II. (Schneppenbach), Philipp Sabel (Sabershausen), Peter Ludwig (Rödern), Nikolaus Sulzbacher (Schönborn), Johann Josef Zimmer (Buch) und Peter Wagner (Heyweiler) außer Gefecht. So auch den Hauptmann Hermann Dörmer (Sargenroth), den Füsilier Adam Theiß (Ohlweiler) und den Gefreiten Jacob Schneider (Heinzenbach). Zu den gefallenen Soldaten gehörten der Sergeant Jacob Klein (Womrath), der Musketier Peter Bender (Holzbach) sowie der Kanonier Friedrich Wagner (Gödenroth).

    Als vermisst gemeldet wurden die drei Musketiere Jacob Rheinganz (Rheinböllen), Johann Schmidt IV. (Sabershausen) und Michel Schneider (Reich).

    Rhein-Zeitung, 18. Januar 2011 

    Der Deutsch-Französische Krieg
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