Archivierter Artikel vom 13.04.2012, 13:17 Uhr
Offenbach/Berlin

Pro Bahn fordert: Bei Bauarbeiten mehr gegen Stress tun

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die Bahn nach dem schweren Zugunfall bei Offenbach aufgefordert, mehr gegen den Stress bei Bauarbeiten zu tun.

Nachdem am Freitagmorgen drei Menschen bei einem Zugunglück gestorben sind, laufen noch immer die Aufräumarbeiten.

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Zwei Kranwagen wurden eingesetzt, um die ineinander verkeilten Wracks eines Waggons und eines Baggers von den Schienen zu heben.

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Die Presse vor Ort.

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Eine Regionalbahn war nahe Mühlheim in Südhessen in einen sogenannten Zweiwegebagger gerast.

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Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrtüchtig.

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Noch ist die Unfallursache ein Rätsel.

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Feuerwehrleute stehen am Freitagmorgen (13.04.2012) nach einem Zugunglück bei Mühlheim (Kreis Offenbach) an einer Unfallstelle.

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Neben drei Toten sind auch etliche Verletzte zu beklagen.

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Eine Regionalbahn stieß auf der Strecke von Frankfurt nach Hanau mit einem Bagger zusammen.

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Polizeibeamte an der Unfallstelle.

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Der Verkehr auf der Strecke ist auch am Wochenende noch beeinträchtigt.

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Es folgen weitere Bilder der Aufräumarbeiten und der Ermittlungen vor Ort.

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„Solche Vorkommnisse wie in Offenbach sind eigentlich ausgeschlossen“, sagte Pro Bahn-Sprecher Matthias Oomen am Freitag der dpa in Offenbach. „Bei Bauarbeiten kommt es aber vielleicht an der ein oder anderen Stelle zu mehr Stress, der reduziert werden kann.“ Der Netzbetreiber müsse überlegen, wie er bei Bauarbeiten jegliche Gefahr ausschließen kann.

Ein zusätzlicher Fahrtdienstleiter im Stellwerk, längere Pausen und mehr Arbeiter könnten den Schienenverkehr noch sicherer machen, sagte Oomen. „Denn Fehler passieren meist bei Stress.“ Über die Ursache des Unfalls, bei dem am frühen Freitagmorgen ein Regionalzug auf einen Bagger gerast war, könne er aber noch nichts sagen.

Ob ein angemeldetes Fahrzeug wie der Bagger auf der Schiene stehe oder fahre, werde in der Regel mehrfach und auf verschiedene Arten überwacht. „Das ist nicht wie bei einer roten Ampel, wo es die Entscheidung des Fahrers ist, ob er fährt oder nicht“, sagte Oomen. So gebe es etwa auch technische Bremssysteme. „Und jeder der am Gleis etwas bauen darf, ist in der Regel gut ausgebildet und hat sämtliche Sicherheitstrainings mitgemacht.“ Der Bahnverkehr sei immer noch 60 mal sicherer als der Autoverkehr. dpa