Archivierter Artikel vom 13.03.2012, 20:07 Uhr
Westerwald

In den Fußstapfen der Westerwälder

Das „Aktionsbüro Mittelrhein“ hatte einen prominenten Vorläufer: Die „Kameradschaft Westerwald“ ähnelte in vielen Punkten dem rechtsextremen „Aktionsbüro“ – auch wenn es keine direkten Verknüpfungen gab. Das Ende der „Kameradschaft“ kam mit der Festnahme von rund 40 jungen Männern und Frauen im Mai 2005.

Lesezeit: 2 Minuten

Westerwald – Das „Aktionsbüro Mittelrhein“ hatte einen prominenten Vorläufer: Die „Kameradschaft Westerwald“ ähnelte in vielen Punkten dem rechtsextremen „Aktionsbüro“ – auch wenn es keine direkten Verknüpfungen gab.

Das Ende der „Kameradschaft“ kam mit der Festnahme von rund 40 jungen Männern und Frauen im Mai 2005.

Erst zwei Jahre zuvor war die rechtsextreme Gruppe gegründet worden. Das Phänomen der „Kameradschaften“ war da schon nicht mehr neu. „Kameradschaften“ waren die Antwort der Neonazis auf die Verbotsverfahren gegen mehrere Parteien Anfang der 90er-Jahre. Die Rechtsextremen organisierten sich neu, in losen Zusammenschlüssen versuchten sie von nun an, die Verbotsverfahren zu umgehen. Gleichzeitig verpassten, sie den Neonazistrukturen ein neues Image: kein alter Klub von Ewig-gestrigen, sondern eine junge, rechte Erlebniswelt mit Musik, Demoausflügen und Saufgelagen.

dit