Archivierter Artikel vom 30.04.2013, 07:00 Uhr

Deutscher Evangelischer Kirchentag

Den evangelischen Kirchentag gibt es seit mehr als 60 Jahren an wechselnden Orten. Vom 1. bis 5. Mai ist der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg zu Gast. Der nächste Kirchentag ist für 2015 in Stuttgart geplant.

Präsident des Kirchentages ist derzeit der Trierer Rechtswissenschaftler Gerhard Robbers. Der 62-Jährige übernahm das Amt von der Grünen- Politikerin Katrin Göring-Eckardt, die dem Kirchentag in Dresden vor zwei Jahren vorstand. Gemeinsam mit Freunden initiierte der Theologe Reinhold von Thadden- Trieglaff (1891–1976) erstmals 1949 in Hannover die von der Amtskirche unabhängige Bewegung.

Bis 1964 war er auch ihr Präsident. Bis 1954 fand der Kirchentag jährlich statt, seit 1957 wird er alle zwei Jahre gefeiert. Damit sollte ein jährlicher Wechsel mit dem Katholikentag ermöglicht werden. In Zusammenarbeit mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken gab es 2003 in Berlin erstmals einen ökumenischen Kirchentag, 2010 folgte der zweite in München. Von den evangelischen Kirchentagen gingen viele Anregungen aus.

1961 begann in Berlin der Dialog zwischen Juden und Christen, 1965 gab es in Köln das evangelisch-katholische Gespräch. Auch Diskussionen zur Überwindung der deutschen Teilung nahmen hier ihren Ausgang.