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Neuwied

Argentinierinnen gegen Gewalt und für Gleichberechtigung

Beim diesjährigen Internationalen Frauentag war auch die Amnesty-Gruppe Neuwied mit einem Infotisch vertreten.

Foto: Amnesty International Neuwied

Mitglieder der Gruppe machten darauf aufmerksam, dass Frauen in Argentinien massiver Gewalt bis hin zum“ Femizid“, darunter versteht man geschlechtsspezifische Gewalt, ausgesetzt sind, bei der „Mord aus Leidenschaft“ strafmildernd beurteilt wird.

Laut NGOs wird alle 30 Stunden eine Frau ermordet. Die meisten Frauen werden im Kontext von häuslicher Gewalt durch ( Ex ) Partner oder Verwandte getötet. Lange Zeit nahm die Gesellschaft das hin. Nur ganz allmählich setzte ein Bewusstseinswandel ein.

Am 3. Juni 2015 war die erste Massendemonstration „Ni Una Menos“, das heißt „Es darf keine fehlen“ gegen Machismo und Gewalt gegen Frauen und für Gleichberechtigung in Buenos Aires. Immer mehr Frauen beteiligten sich an der Bewegung bis heute. Aber leider stiegen zeitgleich die Zahlen der tödlichen Angriffe auf Frauen immer weiter an. Der Regierung gelang es oft nicht, die Frauen in ihrer Unversehrtheit und ihren sexuellen und reproduktiven Rechten landesweit effektiv zu schützen.

In einer Petition an den Präsidenten der Republik Argentinien forderte Amnesty den „Nationalen Aktionsplan zur Verhütung, Unterstützung und Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ umzusetzen. Inge Rockenfeller und Manfred Kirsch wiesen darauf hin, dass Frauenrechte Menschenrechte seien und sich Amnesty nach wie vor dafür einsetze, um die weltweite Gleichstellung von Frauen und Männern zu realisieren.

Wir von hier - Kreis Neuwied
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