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Koblenz

Eine Vielzahl von Ideen und Vorschlägen entwickelt und umgesetzt

Bei ihrem Juni-Treffen im Weindorf wurden von der Initiatorin und Sprecherin, Christine Holzing, die facettenreichen Aktivitäten der Koblenzer Fraueninitiative Lokale Agenda 21 skizziert.

Foto: FraueniniKoblenzer Fraueninitiative Lokale Agenda 21

Zukunftweisende Ideen haben in der Retrospektive meist einen langen, steinigen Weg hinter sich, bis sie die ihnen gebührende Beachtung finden. Das schreckt die aktiven Mitglieder der Koblenzer Fraueninitiative nicht ab, sich unermüdlich für die Ziele der im Oktober 1998 gegründeten überparteilichen Gruppe einzusetzen.

Bei ihrem Juni-Treffen im Weindorf wurden von der Initiatorin und Sprecherin, Christine Holzing, die facettenreichen Aktivitäten der „Koblenzer Frauenini“ skizziert.

Ausgehend von einem Stadtratsbeschluss vom März 1998, die Ziele des Abschlussdokumentes der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Jahr 1992 – bekannt unter dem Schlagwort Agenda 21 – auf lokaler Ebene umzusetzen, wurden neben der Fraueninitiative eine Vielzahl von Arbeitsgruppen gebildet, die sich unter anderem mit den Themen Verkehr, Stadt-gestaltung, Bildung, Konsum, Arbeit und Soziales und so weiter beschäftigten. Koordiniert und unterstützt wurden die Gruppen durch das beim Umweltamt eingerichtete Agenda-Büro.

Die Koblenzer Fraueninitiative konzentrierte sich auf die in Kapitel 23 der Agenda 21 formulierten Ziele und entwickelte ihr Programm mit den Schwerpunkten „Konsum“ und „Gemeinschaftliches Wohnen“. Darüber hinaus engagierten sich die Frauen in allen anderen Arbeitskreisen, um die Berücksichtigung von Frauenbelangen sicher zu stellen.

Besonders erfolgreich aus heutiger Sicht, war der ÖkoFairFührer, ein Einkaufsratgeber für Koblenz und die Region, der in zwei Auflagen erschien und der Impuls für die Entstehung des Markts der Regionen war, der bis heute jährlich einmal im Oktober stattfindet. Hier bieten verschiedene Direktvermarkter und Händler landwirtschaftliche Produkte und hochwertige Waren aus der Region und überregionale Spezialitäten an. Die Zielgruppe sind Verbraucher, deren Anspruch sich deutlich unterscheidet von Konsumenten, die ihre Bedürfnisse von Werbestrategen formulieren lassen. Der stetig anwachsende Zuspruch des Marktes der Regionen zeigt eindrucksvoll, dass die von der Agenda 21 formulierten Kernziele bei vielen Verbrauchern angekommen sind.

Zweimal im Jahr gibt es die erfolgreiche Second-Hand-Frauenmodebörse, die dank der Elisabeth-Kirchen-Gemeinde in der Jugendkirche dieses Jahr zum 20. Mal durchgeführt werden konnte. Dabei werden das Miteinander und Nachhaltige mit viel Spaß realisiert.

Als weiteres Ergebnis der Programmarbeit der Frauenini entstand ein Mehrgenenationenwohnhaus, realisiert durch die Koblenzer Wohnbau GmbH und der Verein „Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz“. Dieser Verein setzt sich arbeitsintensiv für weitere Wohnprojekte und bezahlbares Wohnen ein und hat sich damit dauerhaft bekannt gemacht.

Christine Holzing hob hervor, dass in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Ideen und Vorschlägen zur Lokalen Agenda 21 entwickelt wurden, zum Beispiel im Arbeitskreis Stadtgestaltung. Sie bedankte sich bei den Mitgliedern, Herrn Bodewing und der Leiterin der Gleichstellungsstelle, Gabriele Mickasch, für die langjährige Unterstützung.

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